Kleinplastiken

Aus Jens Rusch
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Multiples. "Neocorus-Miniaturen" werden mit einem elektrischen Graviergerät numeriert und signiert.


Kleinbronzen und Modelle

Nicht immer wird eine kleinformatige Bronze zum Selbstzweck in dieser Dimension gefertigt. Weit häufiger ist der Fall, daß ein Bronzemodell hergestellt wird, um eine Jury oder eine Kommission zu überzeugen, daß es sinnvoll sein könnte, hiervon eine Monumental-Plastik gießen zu lassen. Im Falle des hier dargestellten Neocorus-Modells war aber ausschlaggebend, daß keine der in Frage kommenden Gießereien bereit war, einen verbindlichen Kostenvoranschlag auf der Basis der vorgelegten Skizzen zu machen. Zu entscheidend sind Formfaktoren wie Unterfangenheiten und Schlupfeigenschaften der Abform-Silikone, als daß man sich auf unsichere Angaben einlassen könnte. Das kleinformatige Exemplar lässt sich aber gut als preiswerte Auflagenbronze mit Benefizanteil nutzen. Der zusätzliche Arbeitsaufwand macht also in diesem Falle durchaus Sinn.


Kleinstplastiken und Schmuck

Das Formen in Ton und Wachs

Die größeren Plastiken, wie "Sleepy time-time", "Buchbinderei" und "Apfel für Max" formte Jens Rusch zunächst in Ton. Danach fertigte er ein Silicon-Negativ von der fertigen Form an und goß dieses mit Wachs aus. Die kleineren Plastiken und auch das "Buch der Bücher" hat er gleich in Wachs modelliert. Die Wachs-Originale sandte er dann in Thermo-Kartons an die entsprechenden Bronzegießereien.

Zu den drei "Graden": Das Symbol für den ersten Grad, der rauhe Stein, ist jedem Freimaurer geläufig. DieArbeit enthält auf den Aussenseiten weitere, hier nicht sichtbare, freimaurerische Symbole. Anders ist es mit dem Granatapfel, der hier den zweiten Grad symbolisiert. Granatäpfel schmückten ursprünglich die Kapitele der Säulen des salomonischen Tempels. Der Granatapfel war das Symbol des fruchtbaren Schosses und gleichzeitig der Vaterschaft. "Eine Frucht-viele Kinder" oder auch Söhne.

Das Vanitas-Symbol des dritten Grades bedeutet nichts weiter, als dass der Mensch sich seiner Vergänglichkeit bewusst sein möge. Zur Zeit der Aufklärung war es durchaus opportun, daß man solche Motive auch in Portraits oder Familienbilder einfügte. Man findet sie auch in Darstellungen von sogenannten "Kunstkabinetten". Irgendwann landeten die "makabren Bilder" auf den Rückseiten der Leinwände und sind dann gänzlich aus der Mode gekommen. Heute wird man es sich schwer überlegen, ob man sich ein solches Symbol auf den Schreibtisch stellt. Die Nationalsozialisten benutzten solche Indizien gern für ihre Demagogie gegen Freimaurer.


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Das Formen in Ton. Eine frühe Aufnahme.

Gravierte Widmungen

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Gelegentlich wird eine der Bronzen auf Wunsch des Käufers mit einer besonderen Widmung versehen. Hier graviert Jens Rusch das Zitat: "Der Gedanke an die Vergänglichkeit aller irdischen Dinge ist ein Quell unendlichen Leids - und ein Quell unendlichen Trostes.“

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