Jiaogulan

Aus Jens Rusch
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Mit "Jiaogulan" (Unsterblichkeitskraut) verbinden sich Hoffnungen Krebsbetroffener. In China und Thailand werden ihre Wirkstoffe in der Onkologie eingesetzt.


People suffering from cancer all over the world put very high hopes in the medicinal herb " Jiaogulan ". In China, the country of origin of the "immortality herb " this plant has long been an integral part of oncological treatment. Seed productions alter, however, the genetic condition for a cultivation rich in active ingredients in countries of other latitudes. The German artist Jens Rusch brought therefore in 2005 genetically identical Jiaogulan stems as so-called " Rhizomes " ( rootstocks ) from Thailand to the north of Europe. Since then he is "cloning " consistently and with responsibility the genetic stems of the original plants. Rusch follows with his commitment the long-forgotten mission definition of the original "Free Gardeners ". They examined exotic plants in the English and Scottish colonies for their usability in the European climate. Suffering from cancer himself Rusch endeavors in numerous charitable activities to improve the complementary medical situation for other cancer patients . His hand- cultivated Jiaogulan plants are among the most sought-after breeding lines. Enquiries from responsible plant breeders reached him from Brazil, Kenya, Spain and Southern Europe .
Edward Schmidt-Zorner / Free Gardeners Ireland


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Suse´s Reisetipp: Jiaogulan-Blätter im Wasserbad in einer gut schließenden Tupper-Dose halten sich in Kühlschränken gut eine Woche genießbar frisch. Das Wasser nicht wegkippen sondern verwenden.


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Kurze Krebsbiographie von Jens Rusch

  • Oktober 2001: Diagnose Zungengrundtumor, erste Operation, leider keine komplette Entfernung. Radical Neck-Dissection, entfernen von 16 Lymphknoten, 35 cm lange Narbe, Haut wurde vom linken Ohr bis zu den Wangenknochen angehoben.
  • November 2001: Zweite Operation "Tief ins Gesunde", Tracheostoma, Luftröhrenschnitt. Schädigung des Kehlkopfes
  • Januar 2002: Erste radiologische Behandlung des Mund-und Rachenraumes, Zerstörung der Speicheldrüsen, Chemo-Therapie
  • Februar 2002: Schmerztherapie versagt, starke Gewichtsabnahme, legen einer Bauchsonde auf eigenes Betreiben. Ernährung durch den Schlauch. Morphium in hohen Dosen. Entzugserscheinungen.
  • April 2002: Brachy-Therapie, Entzündung des Tracheo-Stomas.
  • 2002 bis 2005 Spätfolgen: gelartige Speichel-Mutationen oder Totalausfall des Mundspeichels, Narbenzug, ohnmachtsähnliche Fatique-Symptome, Depressionen.
  • 2005: Erster Auslandsaufenthalt nach der Therapie in Thailand, dort erste Begegnung mit Jiaogulan.
  • 2006: Essen der frischen Blätter und regelmäßiges Trinken des selbstangebauten Tees, Frequenz der Fatique-Anfälle reduziert sich kontinuierlich.
  • 2006 - 2007 Deutliche Zunahme der Vitalität, kaum noch Depressionen, großer Arbeitseifer und konzentrierte Ateliertätigkeit. Erste Verschenkaktionen von Ernte-Überschüssen.
  • Seit 2007 wurden mehrere tausend Jiaogulan-Pflanzen an Betroffene in temporären Aktionen von Jens Rusch verschenkt.
  • 2008 Fernsehsendungen und Presseartikel lassen die Nachfrage zur Belastung werden, Händler geben sich fälschlich als Betroffene aus, um die begehrte Pflanze zu erhalten.
  • 2009 Experimente und Rezepte, Veröffentlichung auf eigener Website und bei Facebook
  • 2014 Um die Belastung durch die Nachfrage noch steuern zu können, melden Jens und Susanne Rusch ein Gewerbe an und versenden Jiaogulan jetzt bundesweit gegen Kostenerstattung.



Liebe Jiaogulan-Interessenten

Sie haben bei uns bestellt und eventuell sogar bereits bezahlt. Ganz sicher erhalten Sie deshalb auch in absehbarer Zeit Ihre Pflanzen.

Aber wir können nicht zaubern - und Pflanzen sind Individueen, die nicht schneller wachsen, weil wir es uns wünschen.

Bleiben Sie bitte noch ein wenig geduldig und dann erhalten Sie von uns zuverlässig wertvolle und wirklich kräftige Zuchtstämme der ersten Generation.

Wir erhalten so sehr viele Anfragen, zumeist von betroffenen Menschen, dass uns das immer häufiger überfordert. Wir sind auch nur zwei Menschen, die gern helfen möchten. Haben Sie deshalb auch ein wenig Verständnis mit uns, genau so, wie wir uns auch bemühen, Sie zu verstehen.

Wir senden Ihnen Ihre Pflanzen sofort zu, sowie wir sicher sind, Ihnen eine gute Qualität bieten zu können.

Wer bei facebook ist, kann sich unserer Jiaogulan-Gruppe anschließen: Jiaogulankultur

oder unserer Gruppe STARK gegen KREBS:

https://www.facebook.com/StarkGegenKrebs


Mit guten Grüssen und den besten Wünschen für Sie

Susanne und Jens Rusch


Mit der Pflanze Jiaogulan (Unsterblichkeitskraut) verbinden sich die Hoffnungen vieler Krebsbetroffener. In China (TCM) und Thailand werden ihre Wirkstoffe längst in der Onkologie eingesetzt. In Deutschland ist diese Art der Komplementärmedizin bislang nur als therapieunterstützend akzeptiert. Aber auch hier beginnt man, Jiaogulan zu schätzen. Seit 2005 sammle ich - im eigenen Interesse als selbst Krebsbetroffener - Feedbacks von anderen, ebenfalls Betroffenen, denn Labor-Untersuchungen kann ich nicht selbst finanzieren. Dieses primär für meinen Eigenbedarf und zur Selbsttherapie. Erstaunlicherweise erhalten wir auch von Betroffenen mit ganz anderen Krankheitsbildern ausgesprochen positive Rückmeldungen. Auf dieser Seite teilen wir unsere Erfahrungen.
Versand der XXL-Blister nur im Inland.
Im Jahre 2005 brachte Jens Rusch seine ersten Jiaogulan-Rhizome aus Thailand nach Deutschland. Dort werden die Pflanzen von Anhängern der TCM unter biologisch akzeptablen Bedingungen kultiviert.
Völlig naiv und in Unkenntnis einschränkender EU-Bestimmungen wickelte Rusch einige Triebe in nasse Tempo-Taschentücher und steckte diese in eine Plastiktüte. Als selbst Krebsbetroffener sammelte und übersetzte er alle verfügbaren Informationen und erhielt durch einen Zeitungsaufruf einen Treibhausplatz. Einige wenige, im Garten "vergessene" Pflanzen schossen im Frühjahr 2006 überraschend wieder aus und entwickelten sich prächtig. Bereits im Herbst 2007 konnte Rusch tausende von Pflanzen an Krebsbetroffene in der Region verschenken. Gentechniker in einer Kohlversuchs-Anstalt lieferten ihm wertvolle Hinweise und auch Hilfsmittel zur Vermehrung. Heute gilt Rusch selbst als Experte und erhält zahllose Anrufe und Mails aus ganz Europa.
Unsere Jiaogulan-Gruppe auf Facebook heisst Jiaogulankultur und Sie können diese gern besuchen, wenn Sie bei Facebook registriert sind.

Diese Gruppe behandelt ausschließlich die Jiaogulan-Erfahrungen, die aus der privaten Zucht von Jens Rusch resultieren. Dabei geht es primär um vegetative Vermehrung, Rezepte und Anwendungserfahrungen. Es gibt in Deutschland ungefähr 400 Händler und Züchter. Diese betreiben teils eigene Foren oder sind auf andere Weise im Internet präsent. Wer auf diese hinweisen möchte, kann das auf seiner eigenen Facebook-Seite machen, aber bitte nicht in dieser Gruppe.

Diese Gruppe soll dem Erfahrungsaustausch über die Pflanze Jiaogulan dienen, denn man nennt sie nicht ohne Grund "Das Unsterblichkeitskraut" . Krebsbetroffene verbinden große Hoffnungen mit ihrer Wirksamkeit. "Wenn Du das große Glück hast, noch keinen Krebs zu haben, dann respektiere bitte die Fragen und Antworten von Krebs-Betroffenen, räume ihnen Vorrang ein und nimm Rücksicht auf ihre Situation. Provoziere Niemanden !"

Wir erlauben keine versteckten Werbehinweise. Das ist nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Wir kennen das auch aus diversen Krebs-Foren. Dort schleichen sich Pharma-Firmen bisweilen unter Patientennamen ein.

Schleichwerbung wird ohne Kommentar sofort gelöscht !


Inhaltsverzeichnis

Erfahrungsmedizin

Unter Erfahrungsmedizin versteht man alle „Heilmethoden“, die in verschiedenen Kulturkreisen als das Ergebnis langjähriger Beobachtung von Patienten, Symptomen, Gewohnheiten und physiologischen sowie pathologischen Zusammenhängen entstanden sind.


Unzählige Studien – hohe Wirkkraft
In der chinesischen Medizin wird Jiaogulan seit langem nicht nur verwendet, sondern seine Wirkung ist auch mit zahlreichen klinischen Studien belegt. Diese Studien zu zitieren ist aber oft ein rechtliches Problem – Jiaogulan ist kein Heilmittel und darf, wie so vieles aus der Natur, nicht mit Wirkungen in Zusammenhang gebracht werden. Ausführungen wie diese hier dürfen niemals mit dem Verkauf von Jiaogulan in Zusammenhang gebracht werden. Und das, obwohl bei den zahlreichen Studien selbst bei hoher Dosierung keinerlei Nebenwirkungen feststellbar waren. Quelle: http://www.naturpark-apotheke.at/jiaogulan

Der Ursprung

Gynostemma pentaphyllum ist in China, Taiwan, Japan, Korea, Thailand, Indien und im gesamten malesischen Raum beheimatet. Sie besiedelt Dickichte und gedeiht in Höhenlagen bis 3200 Metern Meereshöhe, bevorzugt aber warmes und feuchtes Klima. Überlebensfähige Lufttemperaturen sind mit -15 °C bis +41,5 °C angegeben, jedoch liegt die optimale Wuchstemperatur bei +15 °C bis +30 °C. Die Pflanze bevorzugt schattige Wuchsplätze mit einer wachstumsfähigen Beleuchtung von 40–80 % und einer optimalen Beleuchtung von 65–75 %. Stickstoff-, Phosphor- und humusreiche, feuchte Erde mit einem pH-Wert von 5,5 bis 8,0 (optimal: 6,5 bis 7,0) sind ideal für das Wachstum von G. pentaphyllum. Die optimale Erde ist mehr als 30 cm tief, gut durchlüftet und hält Wasser, wie z. B. sandige Lehmböden. Unter diesen Umständen ist das Wachstum und die Beerenproduktion, sowie der Saponin-Gehalt (Gypenoside) der Pflanze am höchsten

Anbau und Pflege

Wenn Sie unsere gut bewurzelten Pflanzen erhalten haben, sollten Sie diese drei bis vier Tage zur "Ruhe" kommen lassen und lediglich "von unten", also in einem untergestellten Teller begießen.

Zu viel Wasser (nach Möglichkeit Regenwasser) mögen die Pflanzen nicht. "Ertrinken" ist die häufigste Todesursache für Jiaogulan. Nach ca. zwei Wochen sollten Sie den Pflänzchen ein größeres Habitat gönnen, besonders sinnvoll sind Hängeampeln, weil deren lange Suchranken sich sonst ihren eigenen Weg suchen und manchmal schwer aus eventuellen Nachbarpflanzen zu entwirren sind.

Pralle Sonne, auch auf der Fensterbank, mögen die Pflanzen nicht, denn sie stammen aus dem Dschungel und wachsen dort unter größeren Bäumen am Besten. Den Weg zum Licht sucht sich die Pflanze selbst. Von den drei erhaltenen Pflanzen sollten Sie mindestens eine in einen Kübel oder ins Freiland pflanzen, um viele Ableger zu bekommen.

Hängeampeln sind auch ein guter Wintervorrat an frischen Blättern, wenn sie rechtzeitig ins Haus geholt werden und keine Herbstimpulse erhalten haben. Sonst werfen sie im Winter die Blätter ab, wie alle anderen Pflanzen in unserer Klimazone auch. Bekommen Sie dann keinen Schreck - die Pflanze konzentriert sich jetzt auf die Ausbildung ihrer Rhizome und Wurzeln. Als Erde können Sie normale Anzuchterde verwenden, ohne Kunstdünger. (Bitte lesen Sie den Bericht über "Deich-Guano") Wenn Ihr Garten sandig oder steinig ist, sollten Sie ein Bett aus Schreber-Humus oder besser noch eigenem Humus anlegen.

Von Ihren Ablegern oder Absenkern sollten Sie neue Pflanzen ziehen und an Krebsbetroffene aus Ihrem Freundeskreis anstelle von Blumen oder Pralinen verschenken.


Täglich aktualisierte Online-Ratschläge bei Facebook

Ratschläge wie diese erhalten Sie kostenlos, wenn Sie sich unserer Facebook-Gruppe anschließen:

Aktuell:

Wir nähern uns dem August-Ende, die ersten gelben Blätter zeigen sich im Garten und die Störche packen die Koffer. So langsam sollte man darauf achten, dass die Jiaogulan-Pflanzen jetzt keine Herbst-Impulse empfangen, so man sie denn grünlebend über den Winter bringen möchte. Also langsam in Hängeampeln oder Ähnliches ins Haus holen. Die Ernte draussen hat noch etwas Zeit. Es genügt, wenn man die Blätter aberntet, wenn die ersten von ihnen sich zu verfärben beginnen.

Nun leben wir hier oben im nördlichsten Bundesland. Es kann durchaus sein, dass das in Mitteldeutschland und im Süden der Republik noch nicht so herbstlich anmutet.

Für´s Auspflanzen wird es jetzt allerdings allerhöchste Zeit.

Unsere Hinterhof-Plantage

Kompost, Wurmerde, Deich-Guano

Seit August 2014 verwenden wir (zunächst nur für unsere XXL-Anzuchttöpfe und Hängeampeln) eine subtil angemischte, 100 % natürliche Kraftmischung mit sehr gutem Erfolg. Wir versprechen uns insbesondere vom Wurmhumus eine nochmals verbesserte Aufnahme durch die noch sehr feine Wurzelstruktur unserer Jiaogulan-Nachkommenschaft. Der Wurmhumus ist reich an positiven Enzymen und Mikro-Organismen. Dadurch wird die Widerstandskraft der Pflanzen verbessert. Der natürliche Düngeeffekt des "Deich-Guanos" (Geschredderte Schafsködel) ist uns ja bereits länger bekannt und wird ebenfalls behutsam beigemischt.

Das im nachstehenden Foto dargestellte Mischungsverhältnis dient an dieser Stelle lediglich als Beispiel. Wir experimentieren noch mit verschiedenen Dosierungen. In jedem Fall profitiert davon jedoch die Pflanze - und damit auch ihr/e Besitzer/innen.

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AKTUELL: Jiaogulan-Versand

Wir versenden keine Stecklinge, sondern vorgezogene Topfpflanzen !


Ratschläge wie diese legen wir jeder Jiaogulan-Sendung bei. Zum Vergrößern bitte ins Bild klicken.
Wer sich mit Jiaogulan (Unsterblichkeitskraut) und den Ansprüchen und Hoffnungen Krebsbetroffener auseinandergesetzt hat, wird auch Fragwürdigkeiten bemerkt haben. Dem hat man im Internet wenig entgegen zu setzen, außer dem guten Rat, sich über Herkunft und Wege gewissenhaft zu informieren. Wir haben bereits 2006 damit begonnen, eine Art "Qualitätsmanagement" zu entwickeln.
Das hat sich inzwischen unter dem Begriff "Erste Generation" etabliert. Dieses Kunstwort schafft eine Abgrenzung zu wirkstofflosen Samennachzuchten und weist auf eine vegetative Vermehrung durch Rhizome, Absenker oder Stecklingsvermehrung hin. Damit ist eine genetische Abstammung der wirkstoffidentischen Stammpflanze gewährleistet.
* Die Pflanzen sollten aus einer vegetativen Vermehrung stammen
* Die Herkunft muss nachvollziehbar sein


Probe-Phase. Der offizielle Versand findet erst 2014 ab April statt. In dieser Phase werden wir solche Dreier-Blister anbieten, weil sich der Weg zur Post für eine einzelne Pflanze nicht lohnt.

Versenden werden wir ausschließlich gegen Vorkasse und versandte Pflanzen sind vom Umtausch ausgeschlossen, weil wir schlecht kontrollieren können, was mit den Pflanzen geschieht, wenn sie in bester Qualität unseren Garten verlassen haben. Wer dafür kein Verständnis hat, soll einfach nicht bei uns bestellen.

Seit wir 2005 begannen, uns darum zu bemühen, Jiaogulan in den Nahrungskreislauf zu integrieren, haben wir uns gegen den Versand gesträubt, weil wir fürchten, noch mehr Zeit dadurch zu verlieren und meine Arbeit im Atelier dadurch Schaden nehmen könnte. Aber hunderte von Gesprächen mit Krebsbetroffenen und mit verunsicherten Käufern von Baumarkt-Pflanzen mit zweifelhafter Wirksamkeit haben uns jetzt bewogen, zumindest eine Testphase mit dem Versand des Unsterblichkeitskrautes der "Ersten Generation" in Angriff zu nehmen.

Bislang ist das Wissen über die Herkunft die einzige Möglichkeit einer Qualitätskontrolle.

Wir versenden die Blister mit jeweils 3 zuchtfähigen, gut bewurzelten Stammpflanzen der ersten Generation für 30.- Euro plus Versandkosten. Diese betragen in der Regel 5.- Euro, sind aber geringer, wenn bei Gruppenbestellungen mehrere Blister in einem Paket versandt werden können. Es ist also in vielfacher Hinsicht sinnvoll, vor einer Bestellung im Freundeskreis nach etwaigem Interesse zu fragen.

Bei Versand ins Ausland müssen wir uns immer erst nach den Versandkosten erkundigen.

Um einer zeitraubenden Diskussion zu entgehen: Ja, Sie können die Jiaogulan-Pflanzen bereits für weit weniger Geld im Baumarkt oder im Internet bestellen. Niemand hält Sie davon ab. Aber bitte versichern Sie sich vor einer Bestellung darüber, ob die dort angebotenen Pflanzen auch tatsächlich wirkstoffreich aufgezogen wurden und vegetativ vermehrt wurden.

Unsere Stärke: Vermehrung über Rhizome

Wichtiger Hinweis: Mit Pflanzen, die wir aus den Rhizomen unserer eigenen Beete gewinnen, statten wir ausschließlich unsere Hängeampeln aus !


Es gibt verschiedene Möglichkeiten der vegetativen Vermehrung bei Jiaogulan: Absenker, Stecklinge, Rhizome und Samen. Die letztere ist in unserer Region die unbrauchbarste. Stecklinge erhält man ab Mai bei uns im Versand. Die kraftvollste und sicherste Anzuchtmöglichkeit ist ohne Zweifel die Vermehrung durch "Rhizome". Da wir diese aber direkt aus unserem eigenen Beet entnehmen, sind diese sehr begrenzt. Auf den Fotos sehen Sie die ersten Rhizome, die wir Mitte April unseren Beeten entnahmen, um damit Hängeampeln zu bestücken.

Was ist also ein "Rhizom? dazu sagt Wikipedia:

Ein Rhizom (griechisch ῥίζωμα rhizoma „Eingewurzeltes“) ist in der Botanik ein meist unterirdisch oder dicht über dem Boden wachsendes Sprossachsensystem.

Das Rhizom wird in der Pharmazie als Teil einer Heilpflanze wie auch im allgemeinen Sprachgebrauch etwas irreführend „Wurzelstock“ (Rhizoma) genannt. Es ist aber nicht mit einem Wurzelsystem zu verwechseln. Es besitzt als Teil des Sprosssystems dessen typische Merkmale und keinerlei Wurzelmerkmale:

Das Rhizom ist ein Organ mit kurzen, verdickten Internodien. Eine Wurzel besitzt hingegen weder Nodien (Sprossknoten) noch Internodien.

  • Rhizome verfügen über keine Kalyptra (Wurzelhaube).
  • Rhizome sind mit Blattnarben bestückt.
  • Die Leitbündelanordnung ist identisch zum Spross.
  • Von dem Rhizom gehen nach unten die eigentlichen Wurzeln, nach oben die Triebe der Blätter aus.

Oft ist ein Rhizom von schuppigen Niederblättern umgeben, in denen Reservestoffe gespeichert sind.


Vielleicht auch noch interessant, weil diese Bezeichnung etymologisch direkt vom "Rhizom" abgeleitet wurde: Rhizotom (auch: Wurzelgräber oder Wurzler, Bezeichnung aus griech.: ῥίζωμα rhizoma „Eingewurzeltes“ und τομή tomé „schneiden“) ist die Bezeichnung eines Kräutersammlers in Antike und Mittelalter. Die Grundlagen ihrer Arbeit waren gelegentlich Aberglaube und vorgebliche Hexerei und Zauberei, allerdings leisteten sie auch entscheidende Beiträge zur Pflanzenheilkunde.

Beim Sammeln der Wurzeln spielten verschiedene äußere Einflüsse eine Rolle, wie zum Beispiel die Stunde des Tages oder der Nacht. Oft begleiteten seltsame Rituale wie Tänze und Gebete, aber auch obszöne Äußerungen die Suche nach den Pflanzen. So gehörte beispielsweise das Sammeln der Alraune zu der Tätigkeit der Rhizotomen, deren Suche angeblich besondere Gefahren barg.

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Empfehlungen für die Einnahmemenge

Es gibt, wie soll es anders sein, verschiedene Aussagen dazu. Ein Dokument das Bezug nimmt auf Prof. Dr. Jialiu Liu von der medizinischen Hochschule von Guiyang, der dort im Auftrag der chinesischen Regierung die Jiaogulan-Forschungen leitete. Hier wird von 2,5 bis 3 Gramm täglich für einen optimalen "adaptogenen Effekt" gesprochen für am Beispiel einer Untersuchung für Leistungssportler.

Wer gesund sei und nur an der Leistungserhaltung interessiert ist, der sei mit 1,5 - 2 Gramm wohl versorgt. Gleichzeitig wird aber auf Folgendes aber hingewiesen:

Zitat:
"Nach der europäischen Zulassungs-Verordnung für Jiaogulan beginnt die medizinische Wirksamkeit bei 3g/täglich (Das deckt sich mit den Aussagen der chinesischen Forscher). Was man jedoch wissen sollte: In Europa ist die Zulassung eines Nahrungsergänzungsmittels nur dann möglich, wenn die Tagesverzehrmenge von unseren Behörden als nicht medizinisch wirksam eingestuft wird. Im Falle Jiaogulan gelten 3g/Tag als medizinisch wirksam."

Angebliches Verbot von Heilpflanzen in der EU

2010 wurde eine Petition an den deutschen Bundestag gerichtet, die sich gegen ein angeblich drohendes Verbot von Heilpflanzen in der EU ausspricht. Nach Aussage des Fachverbandes Deutscher Heilpraktiker handelt es sich um ein Missverständnis, da die entsprechende Richtlinie THMPD (Traditional Herbal Medical Product Directive), die europaweit ratifiziert werden soll, bereits seit Jahren in Deutschland umgesetzt wird und kein Verbot beinhaltet, sondern Zulassungsregeln für Naturheilmittel. Die Richtlinie ermöglicht ein einfaches Registrierungsverfahren. Sie gilt weder für alternative Therapien, noch verbietet sie irgendwelche Stoffe, Heiler, Bücher oder Pflanzen als solche.

Heilpflanzen können weiter vertrieben werden, in reiner Form oder in Nahrungsergänzungsmitteln. Sie können auch für medizinische Zwecke eingesetzt werden, da für sie keine klinischen Daten zur Sicherheit und Effektivität benötigt werden. Im April 2011 wurde das angebliche Verbot im Internet erneut stark verbreitet. Der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller wies in einer Pressemeldung darauf hin, dass es sich um eine Falschmeldung handelt. Im August 2013 wurde das angebliche Verbot von Heilpflanzen erneut thematisiert. Quelle: Wikipedia

Da mit der gezielten Verbreitung dieser Gerüchte zumeist eine Aufforderung an Zwischenhändler verbunden war, eine präventive Lagerhaltung in größtmöglichem Umfang zu veranlassen, wird vermutet, dass Importeure und Großhändler hinter den Falschmeldungen stehen.

Jiaogulan

Inhaltsstoffe

Bis 2005 wurden über 100 Saponine, genannt Gypenoside oder Gynosaponine, aus G. pentaphyllum isoliert und identifiziert. Der Gesamtsaponin-Gehalt beträgt ~ 2,4 % der getrockneten Pflanze.[8] Acht dieser Gypenoside entsprechen den protopanaxadiol-artigen Ginsenosiden, die in Panax ginseng zu finden sind. Diese Ginsenoside machen rund 25 % der Gesamtgehalts an Gypenoside in der Pflanze aus und gelten als erster Nachweis für das Vorkommen von Ginseng-Saponinen außerhalb der Araliengewächse. Studien zeigen, dass der gesamte Saponingehalt der Pflanze am höchsten vor der Blüte ist. Quelle: Wikipedia

Unsterblichkeitskraut

Mit der Pflanze Jiaogulan (Unsterblichkeitskraut) verbinden sich die Hoffnungen vieler Krebsbetroffener. Genetische Stämme in Deutschland anzusiedeln ist mit einem Verlust an Wirksamkeit verbunden, wenn man nicht bestimmte Kriterien berücksichtigt. Es ist jetzt gelungen, eine ständig wachsende Infrastruktur im Regionalraum zu etablieren. In der Provinz Guizhou wird der überdurchschnittliche Anteil an über 100-jährigen auf den dort verbreiteten, regelmäßigen Genuß von Jiaogulan Tee zurückgeführt. Jiaogulan, Herkunft Zentralchina und Thailand, wächst auch in Dithmarschen. Die Pflanze mag den Marschboden ausgesprochen gern und ist bis minus 18 Grad winterresistent. Während in zunehmendem Maße Mißbrauch und abnehmende Qualität gesundheitsbewusste Interessenten verunsichert, setzt man hier vornehmlich auf Qualitätssicherung. Der wichtigste Faktor dabei ist, daß die Nachzucht aus der sogenannten "ersten Generation" stammt.

Bei der Anzucht aus Samen entwickeln sich wegen der fehlenden klimatologischen Voraussetzungen in unserem Klima, keine oder sehr wenig Wirkstoffe, die eine onkologische Relevanz hätten. Unsere Tagesläufe sind kürzer, der Sonnenlauf ist anders anders, der tägliche Temperaturanstieg, der nächtliche Temperaturabfall, die Kurve des Luftfeuchtigkeits-Schemas - das Alles trifft allenfalls zu, wenn man über ein klimagesteuertes Treibhaus verfügt. Samen an Hobby-Gärtner zu veräußern, die auf Wirkstoffe hoffen, sollte zumindest mit Informationsmaterial über diese Zusammenhänge begleitet werden.

Auf der sicheren Seite ist derjenige, der genetisch einwandfreies, also vegetativ ziehbares Zuchtmaterial von Stammpflanzen aus den Ursprungsländern verwendet.

So sieht eine perfekte Bewurzelung völlig ohne Kunstdünger aus. Jetzt kommen die Stecklinge in eine kraftvolle Mischung aus Wurmhumus und Deich-Guano.

Das Mysterium der Genetik. Pflanzen und Lebensräume

Je intensiver das Erbgut von Nutzpflanzen erforscht wird, desto deutlicher wird, wie essentiell genetische Vielfalt für die Produktion neuer Sorten und Pflanzenprodukte ist. Alle wichtigen Kulturpflanzen stammen von wilden Verwandten ab. Die modernen Sorten sind jedoch in erster Linie auf hohen Ertrag gezüchtet und daher nicht so widerstandsfähig wie ihre wilden Vorfahren. Um Klimatolerante und Krankheitsresistente Sorten zu entwickeln, greifen Pflanzenzüchter deshalb auf den Genpool von Wildpflanzen zurück, entweder durch Übertragung einzelner Gene oder durch klassisches Einkreuzen.

Quelle: Pflanzenforschung.de gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.




Jiaogulan hat seine Wurzeln in Zentral-China und Thailand.

Weshalb sind sie denn nicht in Dänemark oder auf Grönland entstanden, sondern eben dort ? Selbst mit eine wenig Logik und ohne Laborkenntnisse, kann man sich unschwer vorstellen, dass eine Dattelpalme auf Sylt wenig Ertrag zeitigen würde, obwohl der Strand dort genau so sandig wäre, wie auf Haiti, oder ?

In meinen Gesprächen mit holländischen Gen-Technikern erfuhr ich u.a. von den Versuchen von Mitschurin und Lyssenko. In der DDR gehörten sie zum Unterrichtsstandard, in der UDSSR sowieso. Man verballhornte sie als den Gartengott und den Barfussprofessor. Sprossmutanten aus Odessa war solch ein Stichwort. Man glaubte, dass man Weizenkeime, wenn man sie vorher in einen Kühlschrank legt, auch in Sibirien anbauen könne. Kolchosenbiologie - oder nennen wir das mal "schöpferischen Darwinismus". Von ihnen stammt auch die Theorie von der "Versommerlichung des Weizens" . Man versuchte, das Getreide noch vor der Aussaat in Keimstimmung zu bringen. Die Samen wurden rund um die Uhr beleuchtet, angestrahlt, sogar mit Schwarzlicht gab es Versuche. Genau der blödsinnige Holzweg, der hier immer wieder von Gärtnern und Züchtern vorgeschlagen wird, weil man gern noch mehr Geld mit Jiaogulan verdienen möchte. In riesigen Lagerhallen offene Fenster bei Minusgraden zur Temperatursteuerung, um die Jahreszeiten zu manipulieren. Könnte man heute mit moderner Klimasteuerung einfacher haben - und funktionieren würde es trotzdem nicht.

Lyssenko war unter Josef Stalin der führende Biologe der UdSSR. Er vertrat in der Nachfolge Lamarcks die Ansicht, dass erworbene Eigenschaften vererbt würden und negierte die Existenz von Genen als unsozialistisch und deshalb falsch. Die Entstehung der Arten erfolge also nicht, wie Charles Darwin herausgefunden hatte, durch Mutation und Selektion, sondern durch Vererbung erworbener Eigenschaften. Seine Theorien prüfte er in groß angelegten Landwirtschaftsprojekten. So säte er Weizen unter ungünstigen klimatischen Bedingungen und fand daraufhin im nächsten Jahr Roggenpflanzen auf dem Feld. Tatsächlich hatten sich Roggenpflanzen von benachbarten Feldern ausgesät. Lyssenko interpretierte dagegen solche Ergebnisse als Beleg für seine Thesen. Mit der Einführung der künstlichen Jarowisation von Weizensaatgut wollte er die nach der Kollektivierung verbreiteten Missernten in der Ukraine und Russland verhindern. Die von ihm prognostizierten Ertragssteigerungen erwiesen sich bald als unhaltbar.

Lyssenko verstand es, sich durch gute Beziehungen innerhalb der Partei und zu Stalin persönlich erhebliche Ressourcen zu verschaffen. Auf seine Anweisung hin wurden erhebliche Flächen mit Weizen bepflanzt, die dafür klimatisch nicht geeignet waren. Die dadurch hervorgerufenen Missernten verschärften die ohnehin schlechte Ernährungslage der Sowjetbürger deutlich, es kam zu Hungersnöten. Ebenso in der Volksrepublik China, nachdem Mao Zedong für den Großen Sprung nach vorn den chinesischen Bauern die Anwendung der Methoden Lyssenkos befahl. Die Landwirtschaft der DDR blieb aufgrund der couragierten Tätigkeit Hans Stubbes bis auf einige Lippenbekenntnisse in Schulbüchern von einer praktischen Umsetzung der Thesen Lyssenkos verschont.

Die biologischen Wissenschaften der Sowjetunion wurden nachhaltig geschädigt, so dass der Begriff Lyssenkoismus fortan als Schlagwort für Scharlatanerie und die Unterordnung wissenschaftlicher Erkenntnis unter die Wunschvorstellungen der Politik gebraucht wurde.

Die letztgenannten Bezeichnungen könnte man nahtlos auf das Begehren, "angepasste" Samenzuchten vom Jiaogulan hier in Deutschland salonfähig zu machen, anwenden. Sind die Leute in Lebensangst, oder zu gutgläubig oder zu wohlhabend, kann man ihnen jede auch noch so abstruse Rezeptur andienen. Wenns dem Umsatz dient, scheint jedes Mittel recht.

Mitschurin hat übrigens nicht nur für unwirtliche Regionen geforscht, immerhin wurde auch in der DDR nach seinen "Erfahrungen" Landwirtschaft betrieben. Er hat hunderte von "neuen" Obstsorten "entwickelt", darunter die Winterbutterbirne und die anderthalbpfündige Antonowka. Er kreuzte Erdbeeren mit Himbeeren, Mandelbaum und Pfirsich, Kürbisse mit Melonen. Man nannte das "Liebesheirat von unterschiedlichen Pflanzen".



Die erste Generation

Ideal für die Weiterzucht unserer Stämme: Die Hängeampel.

Über einen Dithmarscher, der in Peking mit einer Chinesin verheiratet ist, erhielt ich 2006 eine große Menge Jiaogulan-Samen. Diese stammten direkt aus jener Region der Hundertjährigen, unweit der Fundstelle der Terrakotta-Armee. Unser neuer Freund versorgte uns nicht nur mit unübersetztem Schrifttum über die TCM und zahlreichen Naturpräparaten – er nahm auch Kontakt zu Professor Li Pei Wen auf. Sein Eifer wird verständlich, wenn man weiß, dass seine Mutter sich im WKK Heide gerade einer Chemotherapie unterziehen musste. Leider starb sie wenige Monate später.

Für uns schien alles auf einem besseren Weg, denn die Samen ließen gute Zuchten und weitere kostenlose Kulturen für Krebsbetroffene erwarten. Meine Prognosen im Internet und in einem Interview der Lokalzeitung riefen jedoch einen Warnruf und einige tiefgreifende Gespräche ins Leben.

Ein holländischer Gentechniker, der sich in Dithmarschen um Kohlveredelung und stabile Nachzucht kümmert, riet sehr dringend von der Nachzucht aus Samen ab:“ Niemand schreit heute mehr auf, weil holländische Treibhaus-Tomaten kaum noch wie ihre italienischen Ursprünge schmecken und wie der hier angebaute Chinakohl einmal im Ursprungsland schmeckte, weiß ohnehin niemand, aber Sie versuchen, hier in diesem Klima Heilkräuter anzusiedeln. Da muss man verantwortungsbewusster als bei Gemüse vorgehen!“

Für mich als Laien, an dem in der „Volksschule“ sogar das Basiswissen um Mendels Theorien vorbei geglitten war, folgten Belehrungen, die meine Sicht weiten sollten. „Sagen Ihnen Namen wie Lyssenko und Mitschurin etwas?“ Ich erinnerte mich schwach an den Barfußprofessor und den Gartengott, die mir bei meinen Stöbereien im Internet begegnet waren. Sprossmutationen und winterfähiger Weizen aus Odessa. „Wenn ich mich recht erinnere, gehörte Mitschurin in der DDR zum Standardunterricht?“ „Ja, aber primär, weil er entdeckte, dass Marmelade Fett enthält.“ Den Satz hatte mein Opa aus Stavenhagen mitgebracht: „Drum essen wir zu jeder Speise Marmelade eimerweise“ Mitschurin kreuzte geradezu besessen hunderte von Obstsorten. Sie sollten vor allem frostsicher sein, weil er an eine Nutzung in Sibirien dachte. Die Winterbutterbirne und die ertragreiche Antonowka, die es locker auf anderthalb Pfund brachte.

Solche Informationen gehören anscheinend heute zum Standardwissen von Gentechnikern und Agrarökonomen. „Der Mitschurin hat alles wild miteinander gekreuzt, Kürbisse mit Melonen, Mandelbäume mit Pfirsichen und nannte das dann „ Liebesheiraten verschiedener Pflanzenarten“. Das war zwar sehr interessant und ich mag solche Gespräche, aber „Was hat das mit unseren Jiaogulan-Samen zu tun?“ Mein holländischer Experte wusste auch hierauf eine Antwort: „Mitschurin lieferte uns Gentechnikern geniale Steilvorlagen. Er kastrierte Pflanzen, um auszuschließen, dass sie sich selbst befruchteten. Er schickte Bauern mit Pinzetten und Pinseln über die Äcker, um Staubbeutel zu entfernen und Pflanzen künstlich zu bestäuben. Dafür haben wir in Marne hermetisch abgeschlossene Treibhäuser mit Bienenschleusen.“ Mitschurin war auch der Vorreiter der sogenannten „Jarowisation“, so nannte er die Versommerlichung des Weizens. Das Getreide wurde vor der Aussaat in „Keimstimmung“ gebracht, als würde es sich um Tiere handeln. Die Samen wurden rund um die Uhr beleuchtet, mit Schwarzlicht bestrahlt. Offene Fenster sorgten für Minusgrade. „Ja, man glaubt sogar, dass man Weizenkeime, wenn man sie lange genug in einen Kühlschrank legt, auch in den Frostregionen Sibiriens anbauen könnte.“

„Und ich habe mich immer gefragt, woran es wohl genau scheitern würde, auf Sylt Palmen-Alleen anzulegen. Immerhin sieht der Sandstrand einigen Südseeinseln doch sehr ähnlich.“ „Ich nenne das mal höflich einen „kreativen Darwinismus“, und diese Vision macht Gärtner und Pflanzengroßhändler reich“, urteilte mein Gesprächspartner.

„Der schnelle Käufer urteilt über Optik und Preis. Überlebt die schöne Bougainvillea nicht, oder das Gemüse schmeckt nach nichts, dann hat er halt Pech gehabt und sucht den Fehler bei sich selbst.“ „Ja klar – und wer reklamiert schon, wenn Herbst und Winter nach dem Erwerb der Pflanze bereits ins Feld zogen?“ „Sehen Sie, so langsam verstehen wir uns! Und Sie wollen eine Pflanze von möglicher medizinischer Bedeutung so einfach aus Samen züchten? Ihr fehlt nahezu alles, was ihr half, im Ursprungsland Kraft und Wirkung in ihren Genen zu entwickeln: der Sonnenlauf und der langsame Anstieg der Tagestemperatur, gleichzeitig der Abfall der Nachtfeuchtigkeit, die Lichtstärke und die Dauer der Dunkelphase. Haben Sie darüber überhaupt Kenntnisse, Herr Rusch?“

„Nun, die könnte ich mir über das Internet erarbeiten, außerdem habe ich Kontakt zu „Siamese Traders“, einer ökologisch arbeitenden Plantage in Chiang Mai.“ „Und wenn Sie die Informationen haben, wie simulieren Sie dann diese Umweltbedingungen?“ „Keine Ahnung, keine Möglichkeiten“ – ich musste passen. Mein Plan schien wie eine Seifenblase zu platzen. Mein Gesprächspartner schien meine Resignation zu bemerken: „Ich werde Ihnen jetzt einmal etwas über eine sichere Möglichkeit erzählen, über die sogenannte „vegetative Vermehrung“, die man auch „genetische Vermehrung“ nennt, aber lassen Sie bitte den Unfug mit den Samen.“

Doch zunächst erzählte er mir noch, weshalb ihn der Zeitungsartikel dazu gebracht hatte, das Gespräch mit mir zu suchen. Sein Bruder war an Krebs gestorben. Eine Chemo und eine Operation hatte er konsequent abgelehnt und stattdessen auf eine sogenannte „alternative Heilmethode“ vertraut. Dabei hatte er ein kleines Vermögen an unsinnige Methoden und Rezepturen vergeudet. Er nannte mir einige davon, aber ich habe mich entschlossen, diese nicht zu nennen, um Betroffenen, die möglicherweise bereits solche „Therapien“ begonnen haben, nicht zu verunsichern.

„Eine Pflanze, die nicht aus einem Samen, sondern aus einem genetisch originalem Teil einer Ursprungspflanze entwickelt wurde, also aus der sogenannten „ersten Generation“ enthält deutlich mehr ursprüngliche Anteile. Die Folgen dieser „vegetativen Vermehrung“ lassen sich bei Obst und Gemüse leicht durch den Geschmacksverlust verifizieren. Bei medizinisch relevanten Wirkstoffen geht das nicht so einfach. Die können sie weder sehen, noch riechen, noch schmecken.“

„Ja, aber wie kann ich dann sicherstellen, dass eine Pflanze nicht verfälscht in die Hände von Betroffenen gerät?“ „Es gibt nur eine Methode – weisen sie den gesamten Pfad der Gestehung dieser Pflanze nach – und verteidigen sie ihn!“


Aus der aktuellen Forschung

Weltweit geben Pharmaunternehmen Milliarden aus, um eine Wunderwaffe gegen Krebs zu finden. Das Pflanzenforschungsprojekt GABI-PROTECT sucht nach Wirkstoffen, die Tumorerkrankungen den tödlichen Ausgang nehmen könnten.

70 Prozent aller Wirkstoffe, mit denen in der Medizin Krebserkrankungen bekämpft werden, entstammen Pflanzen oder gehen auf pflanzliche Moleküle zurück. Die meisten haben das gemeinsame Ziel, Krebszellen zu zerstören. Doch trotz der Vielfalt der Präparate ist man in der Krebsforschung mit dem Erreichten nicht zufrieden. In Deutschland erkranken jährlich 450.000 Menschen neu an Krebs, längst nicht allen kann die Medizin helfen. Aus der Pflanzenforschung kommt nun Unterstützung für einen weniger häufig verfolgten Ansatz der Tumortherapie: Das Projekt GABI-PROTECT sucht nach Pflanzenwirkstoffen, die den Krebs anderweitig angreifen, ihn beispielsweise hindern, Metastasen zu bilden. So würde er in eine chronische, aber nicht tödliche Krankheit verwandelt werden.

Vieles ist heute über Krebs bekannt, beispielsweise dass der Mensch über eine ganze Reihe Gene verfügt, die ihm im Kampf gegen die Krankheit sehr nützlich sein könnten – wenn sie denn aktiv wären. Doch oft erhalten diese Gene nie das Signal, dass sie gebraucht werden. Hier setzt GABI-PROTECT an.

Weiterlesen Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Verschenk-Aktionen

Wie in jedem Jahr verschenkt Jens Rusch im Herbst Jiaogulan (Unsterblichkeitskraut) - Blätter , die er selbst nicht benötigt, an Krebsbetroffene aus der Region. Pflücken müssen diese sich ihren kleinen Vorrat allerdings selbst. Tüten oder Ähnliches sollten ebenfalls selbst mitgebracht werden. Die Pflanze verliert in wenigen Tagen ohnehin ihre oberirdischen Blätter und Triebe, während sie unter der Erde bis zu minus 18 Grad übersteht und im Frühjahr erneut austreibt. Frische Blätter erhält im Winter nur, wer Vorsorge treibt und sich seine Pflanze in Hängeampeln oder Töpfe in die Wohnung oder in den Wintergarten holt.

Jens Rusch: "...es war von Anfang an meine Vorstellung, das Unsterblichkeitskraut in die deutschen Küchen zu bringen". Das geht völlig problemlos mit Salaten, Spinat und Kohlgerichten. Und natürlich auch als Tee.


Die Jiaogulan-Pflanzen mit der Bezeichnung "Erste Generation" sind überaus begehrt. Sie sind die große Hoffnung von Krebsbetroffenen in aller Welt und sind in vielen Ländern bereits Bestandteil einer onkologischen Komplementär-Medizin. Behälter wie die hier abgebildeten verschenkte Jens Rusch, der das sogenannte "Unsterblichkeitskraut" 2005 aus Thailand mitbrachte, bereits an Zuchtfarmen in Sao Paulo/ Brasilien und Ukanda /Afrika. Auch in Deutschland legen Gärtner und Züchter inzwischen Wert auf Setzlinge, die nicht aus wirkstoffarmen Samenzuchten stammen, sondern aus der wesentlich kraftvolleren vegetativen Vermehrung. Hierbei entstehen neue, topffähige Pflanzen durch Ableger.

Wenn der Herbst hält verschenken wir wie in jedem Jahr unsere überschüssigen Pflanzen, die wir nicht für den Eigenbedarf benötigen. Primär an Krebsbetroffene und deren Freunde und Angehörigen. Behälter für den Transport sollten selbst mitgebracht werden. Wer will, kann etwas in die Spendendose der Aktion "STARK gegen KREBS" werfen.

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Feedback

"Durch tägliches Trinken von Jiaogulan haben sich meine grenzwertigen Schilddrüsenwerte verbessert, die Schilddrüse ist nicht weiter gewachsen. Der grenzwertig erhöhte Blutdruck hat sich ohne Medikation normalisiert. (Blumeniris)"


Meine Pflanzen sind heute angekommen. Ich freue mich sehr. Super verpackt und unbeschädigt. Schon das Auspacken war ein Ritual für mich, schließlich sind es meine "Heil"pflanzen, die mir helfen sollen, den Krebs im Zaum zu halten. Ich habe die Pflanzen mit Reiki versorgt als Unterstützung und zur Regeneration nach der weiten Reise. Danke, Jens Rusch. Sybille Hansen


Hallo Familie Rusch, vielen Dank für die schnelle Lieferung der Pflanzen. Sie sind unversehrt angekommen. Wir wohnen zwar nicht am Deich, aber unsere beiden Schafe Pauline und Emma werden aufgrund eurer Empfehlung nun zu Düngerlieferanten.

Liebe Grüße von der Geest aus Lockstedt

Sven C. und Katja P.


Mir ist die letzten Tage da was aufgefallen...ich trinke jetzt seit ca 10 Tage regelmäßig den Tee...vorher habe ich immer super viel Schokolade und Süßzeugs gegessen...die letzten Tage ist mir aufgefallen, dass ich da gar keinen Appetit mehr drauf habe und selbst beim Einkaufen heute bin ich an den Regalen vorbei ohne was zu kaufen...ist dass jetzt purer Zufall, oder kann ich es auf den Tee schieben ?... hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht ?

Claudia Schw.

Erfahrungsbericht

nach 30 Jahren Kampf gegen einen krankhaft erhöhten Cholesterinspiegel ( genetisch bedingte Fettstoffwechselstörung > LDL 270 )habe ich heute meine Werte bekommen, mein LDL ist bei 219, fast 20% gesunken !!! Das habe ich mit keinen Tabletten, Ernährungsumstellung etc. jemals erreicht... es hat sich nie irgend etwas verändert aber JETZT !! Selbst nach einem Jahr Flohsamenschalen nicht. Nun habe ich für mich den Beweis....es funktioniert ! Ich habe mir Sorgen über meine Arterien gemacht, die das sicher nicht unendlich mitgemacht hätten, Ende April lasse ich eine Sonographie machen.... Nun macht es Sinn es medikamentös zu unterstützen, weil wohl etwas in Gang gesetzt wurde.....schließlich ist mein Wert noch immer viel zu hoch aber er hat sich endlich mal nach unten bewegt !!! Für mich ein Riesenerfolg, vor allem, weil Schlaganfälle gehäuft in unserer Familie aufgetreten sind....Prost Jiaogulan !!
Birgit Oestreich-Gotzmann

P.S. Ich bin und war nie übergewichtig......


Danke, Jens Rusch - Jiaogulan hat mir wieder eine neue Sicht und Perspektive eröffnet - eine Hoffnung gegeben und das ist das Allerwichtigste bei meiner Krankheit. Heute gibt es wieder leichte Nervenschmerzen - aber bei weitem nicht so schlimm wie das letzte Mal. Und noch was - ich sehe absolut nicht krank aus (mal von den fehlenden Haaren abgesehen).


[...] es geht mir recht gut. Und mein zweites Blutbild nach der ersten Chemo und vor der zweiten Chemo (morgen) - ist sehr gut - ich würde sagen - vollkommen normal. Psychisch naja - aber das ist auch normal. Ich habe - bis auf die ersten 3 Tage - keine Nervenschmerzen mehr gehabt und vor allem auch keinerlei Übelkeit.


[...] daß ich gestern zur 2. Chemotherapie war und ich freue mich, daß ich sie wieder so gut vertragen habe. Auch das rote Gesicht ist nicht so schlimm geworden und bis jetzt habe ich auch keine Nervenschmerzen. Habe auch den Schwestern und meinem Chefarzt davon erzählt............er war sehr interessiert und wollte gerne wissen, in welcher Klinik den Chemopatienten der Tee bei Chemo zur Verfügung gestellt wird.
Martina Baumann


Mit einer Heilpflanze ist es wie mit einem guten Wein. Alle Wachstumsfaktoren führen zu einem hervorragenden Gewächs. Die erforderlichen pflanzlichen Sekundärstoffe werden nur in ausreichender Menge gebildet, wenn diese Faktoren stimmen. In China werden bestimmte Heilpflanzen in besonders potenter Qualität in den Gebieten angebaut, in denen diese Faktoren für eine Pflanze auch stimmen. Diese Gebiete sind die DaoDi-Gebiete. Das sind über Jahrhunderte Erfahrung herausgefundene Regionen. Ein guter Bordeaux wächst sicherlich nicht im friesischen Watt und auch Jiaogulan unterliegt diesen Faktoren. Nun, Baumarkt hin oder her. Die Genetik des Samens, des Stecklings und die Lebensfaktoren bestimmen die Qualität. Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass ein Grossteil der im Handel befindlichen Jiaogulan-Pflanzen in der Regel irgendein Kürbisgewächs ist, aber nicht Jiaogulan. Unter zehn eingekauften Proben konnte nur 1 Probe morphologisch eindeutig als Gynostemma pentaphyllum identifiziert werden. Das sagt doch auch einiges über den Markt aus.... Ich bin einige Jahre für die Beschaffung von TCM-Kräutern verantwortlich gewesen, war auf den Feldern in China unterwegs und habe gesehen, was da alles so verkauft wird. Ich glaube nicht, das der Baumarkt Botaniker hat, die ihre Pflanzen eindeutig identifizieren. Das ist in TCM-Betrieben schon eine höhere Wissenschaft und das kostet....

Bernd Stuhrmann


Feedback aus der Schweiz:

Habe heute morgen die Pflanzen bekommen!...Die Verpackung ist super!...Die Pflänzchen sind ohne Schäden angekommen... 4 davon werde ich verschenken...

Vielen Dank!

Wünsche Euch nur das Beste!

Liebe Grüsse

T.K. (Name ist uns bekannt)


Ich bekam am Donnerstag meine Chemotherpie - die 5. - und ich konnte alles tun und essen. Natürlich hatte ich ganz schöne Nervenschmerzen - aber seit heute geht es merklich aufwärts. War sogar mit den Hunden spazieren. Eine Bekannte, die am Montag vorher die selbe Chemotherapie hatte, schreibt heute folgendes: "Ich hoffe euer WE war angenehm . Bei mir leider nicht, und es geht heute weiter Schwindel,Knochenschmerzen,Müdigkeit und Zitterfrost. Sogar meine Fingernägel tun weh. Taubheit in Händen und Füssen und als wenn sie eingeschlafen wären " Man kann hier deutlich sehen, wie der Jiaogulan-Tee wirkt............bei mir.

Martina Baumann


Liebe Frau Rusch,

ich möchte mich gerne noch mal bei Ihnen für die schnelle Zusendung der Jiaogulan-Pflanzen bedanken , die alle in gutem Zustand bei mir angekommen sind und die ich heute in größere Töpfe und Kübel gesetzt habe. Sie haben alle gute Wurzeln entwickelt und treiben kräftig aus. Danke noch mal und viele Grüße, W H


Mein Mann hat schon wieder 4 Chemos hinter sich, immer noch kaum Nebenwirkungen und enorm ist, seine Kraftlosigkeit ist weg. Der Unterschied vor Jiaogulan und nach ein paar Wochen Teegenuß und Verzehr frischer Blätter ist Wahnsinn. Das war das Beste, was ihm passieren konnte. Noch mal Danke, Jens für Deine Pflanzen.
Angelika Lempe


Pressespiegel

Statement

Nachdem wir weit über 1000 Stämme der Jiaogulan-Pflanzen, die genetisch gesehen alle von den Pflanzen abstammen, die ich aus Thailand mitbrachte, an Krebsbetroffene in Norddeutschland verschenkten, entstand eine für uns sehr belastende Situation. Unter die "Krebsbetroffenen" hatten sich auch einige Leute geschlichen, die nun ihr Geschäft in Baumärkten und auf Wochenmärkten damit machen.

Nach der (sogar wiederholten) NDR-Sendung von Heike Götz wurden wir von Anfragen derart überrollt, daß wir große Teile unserer Stämme an das "Kohlosseum" in Wesselburen verschenkten. Von dort aus wurde auch ein Versand organisiert und ein Treibhaus besorgt. Das Kohlosseum führt einen Teil des Erlöses an die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft ab, das hatte ich zur Bedingung gemacht. Mein eigentlicher Beruf begann sehr unter dem Ansturm zu leiden, ich kam oft tagelang nicht mehr ins Atelier.

Ich selbst gebe heute lediglich noch hin und wieder an Betroffene überschüssige Pflanzen ab, die ich selbst nicht benötige. Es ist mir zutiefst zuwieder, wenn mit der Betroffenheit von Krebskranken Geld gemacht wird. Vielleicht, weil ich selbst betroffen bin. Niemand ist jedoch gezwungen, etwas zu verschenken. Wo Unkosten entstehen, ist es durchaus legitim, dafür eine Aufwandsentschädigung zu verlangen. Dabei ist es aber ungeheuer wichtig, dass die Verbreitung der Jiaogulan-Pflanze nicht "verwässert" und man darauf achtet, dass alle weitergezüchteten Pflanzen genetisch aus dem originären Stamm abgeleitet wurden. Bei Samenzuchten unter deutscher "Sonne" wäre ich mir in puncto Wirkstofferhalt absolut nicht sicher. Hier scheint mir Vorsicht geboten.

Ich bin selbst kein Wissenschaftler und verlasse mich auf das Feedback der Betroffenenen, denen wir Pflanzen schenkten. Deren Rückmeldungen bestätigen aber absolut alle meine Hoffnungen. Patienten, die Jiaogulan parallel zu einer Chemo konsumierten, überstanden den Höllenritt weit unbelasteter, als jene ohne diese komplementäre Unterstützung. Zwei patienten, die uns berichteten verloren entgegen der onkologischen Prognose ihre Haare nicht, fast alle gingen ihrer normalen Arbeit nach. "Währenddessen wurden Mitpatienten, die nicht über Jiaogulan verfügten, oder dieses ablehnten, im Rollstuhl an den Tropf gefahren".

Ich bin mir im Klaren darüber, daß auch diese Beobachtungen keine statistische Relevanz darstellen, dass diese Beobachtungen möglicherweise auch anfechtbar sein könnten, aber das ist für mich völlig unwichtig. Ich hatte ja eigentlich nur für mich selbst kraftvolle Überlebensmittel gesucht, ich will auch heute noch niemanden überzeugen oder bekehren.

Im Rahmen unseres Engagements für Patientenkompetenz setzen wir parallel zu meiner kleinen Jiaogulan-Privatinitiative ja Benefizerlöse durch die Wattolümpiade für den Unterhalt onkologischer Beratungsstellen in den beiden Westküstenkliniken Dithmarschens ein, spendeten über 12 000.- Euro für eine Stammzellentypisierungs-Aktion und finanzierten den Bau eines zweiten Palliativ-Zimmers im WKK Brunsbüttel. Für den Ausbau einer Angehörigenwohnung im WKK Heide spendeten wir weitere 10 000.- Euro. Bislang spendeten wir insgesamt über 250 000.- Euro an die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft und regionale Krebs-Institutionen. Aber das muss man sauber trennen, denn komplementärmedizinische Initiativen werden nicht von allen Schulmedizinern akzeptiert.

Meine eigene Auffassung ist jedoch definitiv pluralistisch - mir ist schlicht willkommen, was mir hilft, weiter zu leben. So einfach ist das.


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Zubereitung und Verzehr

Jiaogulan-Smoothies

Über zwölf Jahre mußte ich auf frisches Obst verzichten, zumindest auf jene Früchte die einen bestimmten Anteil an Fruchtsäure enthalten. Grund: Durch die radiologische Behandlung wurden meine Speicheldrüsen zerstrahlt. Fruchtsäure schmerzt demzufolge, weil die Schleimhäute keinen Schutz mehr in Mund und Rachen bilden können. Leider kann ich deshalb auch keinen Wein mehr trinken, wegen der Weinsäure eben. Nun hat sich eine großartige Möglichkeit für mich ergeben, gleichzeitig meinen Vitaminhaushalt wieder einigermaßen zu regulieren und gleichzeitig frische Jiaogulan-Blätter zu mir zu nehmen. Zudem schmecken diese Jiaogulan-Smoothies auch noch großartig.

Tee-Zubereitung

Vom getrockneten Tee benötigen Sie je nach Geschmack ca. einen gehäuften Teelöffel auf einen Liter Wasser. Die Zubereitung erfolgt wie bei jedem anderen Tee. Achten Sie ausnahmsweise einmal auf Ihre Körpersignale. Bei einer Überreaktion reduzieren sie die Menge einfach. Das kann sich ganz unterschiedlich mitteilen, beispielsweise durch leichtes Hüsteln oder Kratzen im Hals. Das kommt allerdings sehr selten vor, zumeist bei Vorschädigungen durch Bestrahlung oder Operation.

Wollen Sie den Jiaogulan-Tee kalt genießen, empfiehlt sich eine dünnere Mischung. Wenn Sie ihn heiß genießen wollen, können Sie ihn nach Geschmack etwas stärker aufgießen. Unbedingt sollten Sie aber die Teeblätter zweimal aufgießen, denn man sagt, dass der zweite Aufguss eigentlich der stärkere sei, weil sich nun die Zellstrukturen geöffnet hätten.

In Thailand gießt man ihn sogar ein drittes Mal auf. Dort sagt man, er hätte dann vielleicht keine Wirkstoffe mehr, aber auf jeden Fall wären darin mehr Wirkstoffe, als in keinem Tee.

Auch wirft man die Teeblätter danach nicht weg, sondern mischt sie etwa unter Spinat, ins Tierfutter oder in die Topferde für Jiaogulan-Pflanzen. Tee, der eventuell zu lange gestanden hat und bitter geworden ist, benutzt man dort ebenfalls zum Gießen der Pflanzen.


"Gute Ideen erkennt man daran, dass sie geklaut werden" Rudi Carell

Die Idee und das Rezept stammen von Jens Rusch, Thies Möller und Mark Riemann. (Kalle Bäcker)
Jetzt kann man das Rezept überall im Internet sehen, allerdings ohne uns als Urheber der Idee zu benennen. "Im Grunde ist es ja auch gut, wenn möglichst viele Menschen von Jiaogulan profitieren. Meine ursprüngliche Vision war ja durchaus, Wege zu suchen, Jiaogulan in unseren Ernährungskreislauf zu schleusen - und wie man sieht, macht das Beispiel Schule. Es wäre widersprüchlich, wenn ich jetzt dagegen wäre, dass Menschen adaptieren und weitere Wege suchen."

Jiaogulan-Brot

Zutaten

  • 500 g Mehl
  • 1 Tütchen Trockenhefe
  • 4 EL Kürbiskerne
  • 4 EL Sonnenblumenkerne (kann man aber auch weglassen)
  • 4 EL Sesam
  • 4 EL Leinsamen, geschrotet
  • 2 TL, gestr. Salz
  • 1 TL, eigene Gewürzmischung nach Gusto
  • 1 TL Honig (Blütenhonig), flüssiger
  • 3 TL Tee (Jiaogulan Tee)
  • 150 ml Wasser, heißes
  • 200 ml Wasser
  • n. B. Kleie (Weizenkleie) zum Bestreuen

Arbeitszeit: ca. 10 Min. / Koch-/Backzeit: ca. 1 Std. 20 Min.

Die Trockenzutaten bis auf Weizenkleie gut vermengen. Zur Trockenmischung kommen nun nur noch das Wasser, der Tee und der Honig.

Der Tee aus Jiaogulan wird wie folgt hergestellt: 3 TL des getrockneten Krautes sollten mit 150 ml ca. 90 Grad heißem Wasser 5 - 10 Min ziehen. Das überbrühte Kraut nicht wegwerfen, sondern mit in den Teig kneten!

Tee und Kraut also zu den übrigen Zutaten geben und mit den Knethaken gut verkneten. Der Teig wird nun in einer mit Backpapier ausgelegten Brotbackform bei 200°C im Ofen 80 Minuten gebacken.

Den Teig in der Form noch mit Weizenkleie bestreuen und mit Wasser einsprühen. So wird die Kruste besonders knackig!



Junge Jiaogulan-Blätter sind zart und angenehm im Geschmack, ähnlich wie leicht herber Sauerampfer. Auf den Tag verteilt ein halbes Dutzend junge und zarte Blätter frisch aus dem Garten roh verzehrt sind durchaus bekömmlich. Grössere Blätter sollte man sammeln und im Schatten trocknen. Das sollte man im Herbst ohnehin, denn die Pflanze überwintert bei uns unterirdisch zwar schadlos, verliert aber wie alle anderen Pflanzen auch ihre oberirdischen Teile.

Hierbei schrumpfen die Blätter durch Feuchtigkeitsverlust(Dehydration)ganz erheblich bis auf Pergamentstärke. Beim Aufgiessen wie bei einem normalen schwarzen Tee entfalten sich dann die Blätter in starkem Maße und daher wird die Dosierung oft unterschätzt. Es kann - die Erfahrung habe ich selbst machen müssen - zu Überdosierungen kommen. Allerdings sind meine Speicheldrüsen inaktiv und meine Schleimhäute durch Bestrahlung stark beschädigt. Reizhusten und eine mutierte Schleimbildung sind dann die Folgen. Eine Reduzierung der Menge bringt dann aber leicht Abhilfe.

So sollte jede/r seine eigene Dosis herausfinden und etwa soviel davon verwenden, wie für einen leichten Teeaufguss. Wer den Aufguss einmal überdosierte wird dabei schnell von der Kraft der Pflanze Kenntnis nehmen dürfen. Geschmacklich ist Jiaogulan recht sensationslos, günstigstenfalls mit grünem Tee zu vergleichen. In Thailand mischt man ihn gern mit Ingwertee und Lemongras. Man kann Jiaogulan aber bedenkenlos mit jedem anderen Tee ganz nach eigener Vorliebe mischen. So kommt auch Abwechslung in den täglichen Aufguss.

Die aufgegossenen Teeblätter muss man nicht wegwerfen, sondern kann sie - ähnlich wie Spinat -etwa zu einem Spiegelei- durchaus noch verzehren. Auch frische Blätter kann man wie Spinat zubereiten und natürlich auch einer frischen Salatmischung hinzufügen.

In letzter Zeit liest man häufig davon, daß der Genuss während einer Chemo-Therapie mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden sollte, weil bei speziellen Therapien, die Ergebnisse der Chemo ansonsten gemindert werden könnten. Das sollte man durchaus ernst nehmen.

Unsere persönlichen Beobachtungen sagen allerdings etwas anderes aus: Als wir über 1000 Jiaogulan-Pflanzen an Krebsbetroffene verschenkten, baten wir diejenigen, die sich in einer Chemo-Therapie befanden, oder diese noch vor sich hatten, um ein Feedback. Wir erhielten durchweg die Rückmeldung, daß die deutlich verbesserte Vitalität der Jiaogulan-Trinker dazu führte, daß diese die Therapie kraftvoller und unbeeinträchtigter durchmachten, als Patienten, die hierüber nicht verfügten, oder kein Interesse daran hatten. Aber das sollte jede/r selbst entscheiden. Ich bin kein Arzt, lediglich ein Krebsbetroffener.

Komplementärmedizin

Jiaogulan (Gynostemma pentaphyllum, Syn.: Vitis pentaphylla Thunb., Vitis martini Léveillé & Vaniot, Vitis quelpaertensis Léveillé, Vitis mairei Léveillé, Gynostemma pedatum Blume) (chin.jiǎogǔlán „Rankende Indigopflanze“) ist eine Kletterpflanze aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Sie ist in der China, Japan und Thailand beheimatet. Diese Art wird auch „Kraut der Unsterblichkeit“ genannt, weil in bestimmten Regionen eine überdurchschnittlich hohe Lebenserwartung auf den Konsum der Pflanze zurückgeführt wird. Jiaogulan wurde erst 1976 von der modernen Wissenschaft „entdeckt“, nachdem japanische Forscher zuvor seine bemerkenswerten Wirkungen im Labor untersucht hatten. Inzwischen hat es aufgrund seiner außergewöhnlichen therapeutischen Qualitäten zahlreiche Anhänger. In China trägt Jiaogulan den Namen „Unsterblichkeitskraut“ (Xiancao) oder „Wundergras“. Weitere Bezeichnungen sind „Miracle Grass“, „Five Leaves Ginseng“ und etliche mehr. Wie der begleitende Name „Five Leaves Ginseng“ andeutet, werden dem Jiaogulan die Heilkräfte von Ginseng nachgesagt, allerdings soll er viermal mehr heilkräftige Inhaltsstoffe als dieser enthalten. Jiaogulan wird zu den Adaptogenen gezählt. Quelle: Wikipedia

Wirksamkeit

Auch hilfreich bei anderen Beschwerden:

Wir erhielten eine Rückmeldung, die überraschenderweise von der Mutter eines Morbus-Chron-Patienten stammt, der durch regelmäßigen Frischblattgenuss von Jiaogulan seinen Tablettenbedarf nach und nach auf ein Viertel reduzieren konnte. Generelle Lobeshymnen werden veröffentlicht als Antioxidans - blutdruckausgleichend - herzstärkend - stoffwechselfördernd - zur Vorbeugung gegen Schlaganfall und Herzinfarkt - zur Senkung von Cholesterin, Blutzucker und Blutfetten - als krebshemmend im Frühstadium - blutbildend z.B. nach Chemotherapie oder Bestrahlungen - zur Stärkung des Immunsystems - zur Beruhigung der Nerven - zur Steigerung der Ausdauerleistung.

In einem besonderen Fall erfuhren wir etwas über eine Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit bei einer Autismus-Betroffenen. Autismus wird von der Weltgesundheitsorganisation zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen gerechnet. Er wird von Ärzten, Forschern, Angehörigen und Autisten selbst als eine angeborene, unheilbare Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung des Gehirns beschrieben, die sich schon im frühen Kindesalter bemerkbar macht. Andere Forscher und Autisten beschreiben Autismus als angeborenen abweichenden Informationsverarbeitungsmodus, der sich durch Schwächen in sozialer Interaktion und Kommunikation sowie durch stereotype Verhaltensweisen und Stärken bei Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Intelligenz zeigt.

Grüne Kraftquellen helfen Krebspatienten

Quelle: Hamburger Abendblatt


Das chinesische "Unsterblichkeitskraut" Jiaogulan schlägt in Dithmarschen Wurzeln

Von Dr. Uwe Westphal 8. Mai 2010


Es sind kleine, zartgrüne Pflänzchen, die bei Jens Rusch gen Himmel sprießen. Pflanzen, in die viele Krebspatienten große Hoffnung setzen: Jiaogulan - das "Unsterblichkeitskraut". 2005 erfuhr der Brunsbütteler Künstler in Thailand durch Zufall von der Pflanze, auf einem Kongress über begleitende medizinische Maßnahmen bei der Behandlung von Tumorerkrankungen. Selbst Krebspatient, brachte der Galerist einige Keimlinge mit nach Hause und kultivierte sie im Garten. Mit Erfolg: Inzwischen wachsen Tausende der bis zu acht Meter hoch rankenden Kürbisgewächse in Treibhäusern eines Kohlproduzenten in Marne (Dithmarschen) auf.

Wichtige Zitate aus dem Artikel

"Jiaogulan enthält hohe Konzentrationen an Ginsenosiden und Gypenosiden, Substanzen, die nachweislich positive Wirkungen auf Herz und Immunsystem haben und die Vitalität stärken", erklärt Prof. Dr. Thomas Efferth, Leiter der Abteilung für Pharmazeutische Biologie an der Universität Mainz.

"Bei zahlreichen Krebspatienten treten dadurch deutlich weniger oder schwächere Nebenwirkungen der Chemotherapie auf", berichtet Rusch auch aus eigener Erfahrung.

Gemeinsam mit Kollegen aus Deutschland, Österreich und China untersuchte er, bis Oktober 2009 noch am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg, 76 chinesische Medizinalpflanzen, denen Heilkräfte gegen Krebs zugeschrieben werden. Extrakte aus 18 der Gewächse hemmen das Wachstum von Krebszellen in der Kulturschale deutlich. Durch modernste molekularbiologische und genetische Analysen konnten die Wissenschaftler die Wirkmechanismen einiger dieser Pflanzenstoffe entschlüsseln.

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Krebsforschungszentrum Heidelberg

Quelle: Apotheken-Rundschau vom 15. Juni 2008

Chinas grüne Schätze

Kräuter gegen Krebs

Heidelberger Forscher untersuchen die Wirkung traditioneller Heilpflanzen

[ ...... In China werden Heilkräuter schon seit mehr als 2000 jahren in der Tumortherapie angewendet. Hätte sich vor zehn Jahren ein deutscher Krebsforscher mit diesen Pflanzen beschäftigt, seine Kollegen hätten nur verächtlich die Nase gerümpft. Das hat sich mittlerweile geändert. Renommierte Wissenschaftler wie der Biologie-Professor Thomas Effert vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg untersuchen die Antitumorwirkung der China-Kräuter. Dabei habe er und seine Kollegen überraschend viele Substanzen gefunden, die zumindest in Laborversuchen das Wachstum von Krebszellen nachweislich behindern.....] [..... Die Pflanzen, die in Heidelberg getestet werden, stehen bereits in dem mehr als 2000 Jahre alten "Buch des gelben Kaisers zur Inneren Medizin" ( eingedeutschter Titel ). Nun werden sie im DKFZ mit modernsten Methoden der Biochemie untersucht, um ihnen ihre pharmakologischen Fähigkeiten zu entlocken. "Chemische Substanzen gibt es in Pflanzen nicht zufällig", erklärt der Krebsforscher Effert. "Sie schützen die Pflanze vor Viren und Fressfeinden wie uns Menschen". Diese natürlichen Abwehrkräfte versuchen die Wissenschaftler medizinisch zu nutzen - zunehmend auch als Basis für die Entwicklung von Krebs-Medikamenten. Viele dieser Naturstoffe behindern das Zellwachstum und können - so die Hoffnung - in der richtigen Konzentration Krebs bekämpfen. Eines der meistgenutzten Medikamente gegen Tumore, das Taxol, stammt beispielsweise aus der pazifischen Eibe. Ginge es nach Efferth, dann kämen in Kürze Wirkstoffe aus weiteren Pflanzen hinzu.....]

Quelle: Apotheken-Rundschau

Der Vergleich mit Ginseng

Quelle: Onkopedia

Wurzelextrakte aus asiatischem und amerikanischem Ginseng (Panax ginseng C.A. Meyer und Panax quinquefolius) werden traditionell als Tonika zur Stärkung und Kräftigung bei Müdigkeits- und Schwächegefühlen sowie bei nachlassender Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit eingesetzt. Als Hauptwirkstoffe gelten die Ginsenoside und werden bei Panax-Arten und Jiaogulan (Gynostemma pentaphyllum) gefunden. Präparate aus asiatischem Ginseng sind in Deutschland als Arzneimittel zugelassen und gelten bei empfehlungsgemäßer Anwendung als sicher und gut verträglich.

Zu den Erfahrungen aus der traditionellen chinesischen Medizin kommen die Ergebnisse aus zwei randomisierten klinischen Studien, die einen Nutzen bei der Behandlung des tumorassoziierten Erschöpfungssyndroms nahelegen.

In Deutschland ist P. ginseng als freiverkäufliches Arzneimittel durch das Bundesinstitut für Arzneimittel (BfArm) zugelassen. Bei den in Deutschland zugelassenenräparaten wird ein Mindestgehalt an Ginsenosiden von 1,5% gefordert.

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Anbau-Tipps und Jiaogulan-Dünger

Vermehrung durch Absenker

Als Absenker werden Sprosse von Pflanzen bezeichnet, die in einiger Entfernung zur Wurzel der Pflanze mit einem geeigneten Substrat dauerhaft in Kontakt kommen und an dieser Kontaktstelle Wurzeln bilden, wodurch eine selbständige, aber genetisch identische Pflanze entstehen kann. Die Bildung selbständiger Pflanzen aus Absenkern ist eine Form der vegetativen Vermehrung. Die physiologische Trennung zwischen Absenker und Mutterpflanze ist nicht zwingend, kommt aber häufig vor. Nach der physiologischen Unterbrechung der Verbindung stirbt die Verbindung selbst meist ab. Physikalisch kann die Verbindung je nach ihrer Beschaffenheit und den Umgebungsbedingungen noch über eine längere Zeit bestehen. Voraussetzung für die Bildung von Absenkern ist die Fähigkeit der Pflanze zur Blastochorie sowie die wuchsbedingte Möglichkeit, dass Sprosse mit einem geeigneten Substrat dauerhaft in Kontakt kommen können. Im Gegensatz zu Kindeln und Brutknospen sind Absenker keine speziell für die vegetative Vermehrung gebildeten Pflanzenteile. Stecklinge sind Pflanzenteile, die ohne Bindung an ihre Mutterpflanze eine selbständige Pflanze bilden können.

Dünger

In den vergangenen Jahren mußten wir die Erfahrung machen, daß Jiaogulan-Stämme, die wir an Krebsbetroffene weitergaben, sehr standortabhängig anwuchsen. Einige der zunächst glücklichen Besitzer hatten sogar grosses Pech und die Pflanzen gingen trotz sorgsamer Behandlung ein. Nicht betroffen waren primär Hobby-Gärtner in Marschregionen, egal ob in Dithmarschen, Nordfriesland oder Ostfriesland. Dort gediehen die Pflänzchen prächtig, ganz besonders wenn meine Ratschläge befolgt wurden und zusätzlich Schafdung als Dünger hinzugefügt wurde. Sandigere Regionen hatten eher Pech und ganz besonders fatal waren die Nachrichten, die wir aus Berlin oder anderen Großstädten erhielten.

Aber auch hier gilt: Vorsicht bei übertriebener Düngung. Das bringt nicht etwa mehr Ertrag, sondern verkrüppelte Blätter mit zweifelhaften Inhaltsstoffen. Das ist leicht am äußeren Erscheinungsbild zu erkennen. (Siehe Abbildung "Überdüngung" )

Mäßig gießen !



Jiaogulan is born of a warm and dry climate. In Asia, where the jiaogulan is native, the average precipitation is 20 inches during the growing season of May through September. For this reason, if you are expecting rainfall, do not water the garden. Too much water can kill the root system of jiaogulan, because it is not able to adapt to the excess moisture.



Nun muß man wissen, daß Jiaogulan als wildwachsende Dschungelpflanze primär unter großblättrigen Pflanzen aufwächst und sich dann kürbisartig ans Licht rankt. Dieser Boden ist zumeist humusreich und von Zersetzungssoffen aller Art dominiert. Dem entspricht ein Balkonkübel in der Stadt einfach nicht - und Kunstdünger sollte man auf keinen Fall anwenden bei Pflanzen, die man verzehren möchte.

Deshalb habe ich verschiedene Versuche gemacht und komme immer wieder auf meine ursprüngliche Einschätzung zurück: Schafmist und guter Dithmarscher Marschboden, vielleicht mit etwas Kompost durchsetzt - das ist nach wie vor unschlagbar.

Das, was für uns in der Region selbstverständlich und jederzeit verfügbar ist, kann jedoch für Stadtmenschen ein Problem darstellen. Deshalb habe ich heute einen ganzen Sonntag damit verbracht, Schafsdung zu schreddern. Weitaus mühsamer, als ich erwartete, denn mein Humus-Häcksler verstopfte ständig und ich musste ihn mehrfach auseinanderbauen. Sei´s drum.

Ich habe bereits eine ganze Reihe von Versuchen mit natürlicher Fermentation oder Fermentierungshilfen wie beispielsweise den Exkrementen meiner Insekten aus den Atelierterrarien gemacht. Diese stammen größtenteils aus dem gleichen Lebensraum der Jiaogulan-Pflanzen in Südost-Asien. Mit "Fermentation" bezeichnet man in der Biotechnologie die Umsetzung von biologischen Materialien mit Hilfe von Bakterien-, Pilz- oder Zellkulturen oder aber durch den künstlichen Zusatz von Enzymen (Fermenten). Das klappte auch ganz gut, nur leider habe ich diese Insekten-Hinterlassenschaften nur in sehr geringen Mengen. Da muß dann halt wieder der gute Dithmarscher Deich-Guano herhalten. In der Passage hierüber im Film Meerkampf.Watt? von Frank D. Müller wird an dieser Stelle zwar immer laut in den Kinos gelacht, aber ich meinte die Hinweise auf Dithmarscher Guano durchaus ernst. Vielleicht wäre hier auch Potential für eine sinnvolle Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Langzeitarbeitslose. Ich wäre jedenfalls bereit, für jeden Sack voller Schfamist, der von unseren Deichen abgesammelt würde, und vor meine Tür gestellt würde, einen entsprechenden Obulus zu entrichten. Aber trocken müsste der Mist dann sein, denn das Geraffel mit dem Häcksler nervt.

Sicherlich, meine naiven kleinen Versuche werden von manchem belächelt, das weiss ich. Aber ich versuche, dem Unverständnis einfache und nachvollziehbare Argumente entgegen zu halten. Dieses Foto ist so eines. Die Pflanzen sind tatsächlich gleich alt, dieses sei betont. Es wäre leicht, einige mickrige Zöglinge neben Prachtwuchs zu stellen und nur zu behaupten, das hätte mit dem Dünger zu tun. Man muß diesen Dünger auch gar nicht bei uns kaufen, man kann den ganz leicht selbst machen. Wie das geht, wird auf dieser Seite beschrieben. Ich will nur unter Beweis stellen, daß Schafsmist ganz einfach der allerbeste Dünger für Jiaogulan ist.


Mehr nicht. Aber nach all der Arbeit, die ich bislang damit hatte, werde ich den Dünger nicht auch noch verschenken. Irgendwann ist mal gut. Deshalb kostet die Tüte wie abgebildet 5.- Euro und das kann man ja wenigstens unproblematisch den Blistern als Bonus beilegen. Auch wenns etwas unflott müffelt.


Beim Schreddern kam mir der Gedanke, einen Teil in einem Fass ein Jahr lang "reifen" zu lassen. Über Winter sozusagen. Im nächsten Jahr könnte ich den dann als Barrique-Dünger mit natürlicher Fassreife auf den Markt werfen. Von Kennern würde ich dann die Kopfnoten bewerten lassen und eventuell sogar Jahrgangsdünger abfüllen, Kabinettdünger und Spätlesen. (Dafür bräuchte ich die Schafsködel ja nur später vom Deich zu sammeln). In diesem Thema steckt also noch viel Potential.

Links zu weiteren Informationen

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NEU: Ich habe Ihnen Informationen als kostenlosen PDF-Download zusammengestellt: JIAOGULAN-PDF Bitte auch an andere Betroffene weiterversenden.


  • Jiaogulan im Dithmarschen-Wiki. Die ausführlichste Seite im Internet.


  • Raumforderung
  • Landpartie Heike Götz berichtet über unsere Jiaogulan-Initiative. Die Sendung wurde wiederholt. Uns erreichten über 5000 Anrufe und 1600 Mail-Anfragen, die wir zuletzt nur noch pauschal beantworten konnten.


Unser Tipp: Die Facebook-Gruppe Jiaogulankultur. Man muss bei Facebook registriert sein und um eine Aufnahme anklopfen. Die Gruppe wird behutsam moderiert, um agressives Verhalten, persönliche Angriffe und geschäftsschädigende Äußerungen auszuschließen. Schädlingsbekämpfung steht dort genau so auf dem Programm, wie Kochrezepte und Heilerfahrungen. Auch andere komplementärmedizinische Ratschläge werden ständig aktualisiert.


Vortrag von Jens Rusch bei den 4. Brunsbütteler Krebs-Informationstagen über Komplementärmedizin unter besonderer Berücksichtigung von Pflanz- und Pflegeanleitungen von Jiaogulan.


Hilfreiche Links

  • Biokrebs Die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. ist ein unabhängiger, gemein­nütziger Verein zur Unter­stützung von Krebspatienten, Angehörigen und Therapeuten. Unser Ziel ist es, eine individuelle, menschliche Krebs­therapie unter be­son­derer Berücksichtigung naturheilkundlicher Methoden zu fördern. Unsere Internetseite informiert Sie über komplementären Krebstherapien. Diese werden meistens begleitend zu schulmedizinischen Therapien und in der langfristigen Nachsorge angewandt. Wir geben Ihnen auch Anregungen, was Sie selbst für Ihre Gesundung tun können. Denn viele Untersuchungen belegen mittlerweile, dass informierte aktive Patienten und Patientinnen wesentlich zur Verbesserung ihrer Lebenssituation beitragen.
  • Krebs-Kompass Krebs-Erfahrene helfen Erstbetroffenen im Krebs-Kompass Forum, das von der gemeinnützigen Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V. angeboten wird. In diesem Forum gilt eine allgemeine Registrierungspflicht für diejenigen, die selbst Beiträge schreiben wollen. Das stille Mitlesen ist weiterhin auch ohne Registrierung möglich.


Studien und Fakten

Aus China gibt es Studien. Hier mal zwei Quellenangaben: Fang ZL, Xie MH, Deng J, Yang ZY, Journal of Tionjin Institute of Physical Education, 1997, 12 (4):11-13. Eine Studie an 300 Sportlern. Thema Leistungsfähigkeit und nervliche Belatbarkeit. Ergebnis:Jiaogulan reduziert die Milchsäurekonzentration, verbessert die anaerobe Leistung und das Verhältnis von Testosteron zu Cortisol im Blut.

Cholesterin-Studie, etwas ausführlicher:Hu XG, Journal of Modern Chinese and Western Medicine, 2002, 11(4):316180 mg verteilt auf 3 Tagesportionen. Dauer 40 Tage.112 Patienten zwischen 44 und 76 JahrenErgebnis: Gesamtcholesterin um 18,2 % gesenkt, Triglyceride um 31,6 %, LDL um 25,39 %, HDL stieg um 4,89 %. Effektivität bei Patienten mit Hyperlipidemie: Gesamtcholesterin 81,52 %, Triglyceride 83,53 %, LDL 73,08 %, HDL 47,83 %.


Dortselbst weitere Tipps und Forschungsergebnisse von Diabetes bis Krebs

  • Valentina Razmovski-Naumovski, Tom Hsun-Wei Huang, Van Hoan Tran, George Qian Li, Colin C. Duke, Basil D. Roufogalis: Chemistry and Pharmacology of Gynostemma pentaphyllum. In: Phytochemistry Reviews. 4, 2005, S. 197–219, doi:10.1007/s11101-005-3754-4
  • Guo WY & Wang WX (1993) Cultivation and utilisation of Gynostemma pentaphyllum. Publishing House of Electronics, Science and Technology University, pp. 1–261.
  • C. Huang, Z. Wu, Y. Yao, X. Xu: Photosynthetic characteristics of Gynostemma pentaphyllum under shade. In: Ying yong sheng tai xue bao = The journal of applied ecology / Zhongguo sheng tai xue xue hui, Zhongguo ke xue yuan Shenyang ying yong sheng tai yan jiu suo zhu ban. Band 15, Nummer 11, November 2004, S. 2099–2103, ISSN 1001-9332. PMID 15707321
  • Cheng JG et al.: Investigation of the plant jiaogulan and its analogous herb, Wulianmei. In: Zhong Cao Yao. 21, Nr. 9, 1990, S. 424.
  • Zhang Z, Xie SJ, Huang SP & Zhang Q (1993) Analysis of medicinal and nutritional components in Gynostemma pentaphyllum. Shanxi Daxue Xuebao Ziran Kexueban 16(3) 307–310.
  • Xin Liu, Wencai Ye, Ziyao Mo, Biao Yu, Shouxun Zhao, Houming Wu, Chuntao Che, Renwang Jiang, Thomas C. W. Mak, W. L. Wendy Hsiao: Five New Ocotillone-Type Saponins from Gynostemma pentaphyllum. In: Journal of Natural Products. 67, 2004, S. 1147–1151, doi:10.1021/np034018+
  • Ding S & Zhu Z (1992) Resources of genus Gynostemma and determination of their total saponins contents. Zhongcaoyao 23(12): 627–629.
  • Zhou, Jiaju, Xie, Guirong, Yan, Xinjian: Encyclopedia of Traditional Chinese Medicines - Molecular Structures, Pharmacological Activities, Natural Sources and Applications, Springer 2011 ISBN 978-3-642-17733-0
  • Natthakarn Chiranthanut, Supanimit Teekachunhatean, Ampai Panthong, Parirat Khonsung, Duangta Kanjanapothi, Nirush Lertprasertsuk: Toxicity evaluation of standardized extract of Gynostemma pentaphyllum Makino. In: Journal of Ethnopharmacology. 149, 2013, S. 228–234, doi:10.1016/j.jep.2013.06.027 Quelle: Wikipedia


Traditionelle chinesische Medizin

Verwendung findet G. pentaphyllum in der traditionellen chinesischen Medizin:

TCM-Effekte: Hitze ausleiten, Geistlosigkeit ergänzen, Gift auflösen, Blutzuckerspiegel senken, Leberfunktion schützen.

TCM-Indikation: bei Geistlosigkeit und abnormem Verfall der Kräfte, Sepsis (Blutvergiftung), Hyperlipidämie (Störungen des Lipoproteinstoffwechsels), viraler Hepatitis, chronischer Gastroenteritis (Magen-Darm-Entzündung), chronischer Tracheitis (Entzündung der Luftröhre).


Toxizität

Eine Studie der medizinischen Fakultät an der Universität Chiang Mai in Thailand zeigte 2013, dass ein standardisierter Extrakt aus G. pentaphyllum, der mit Hilfe von heißem Wasser gewonnen wurde, keinerlei tödliche oder toxische Wirkung an Ratten zeigte. Die LD50-Werte für den Gesamtsaponin-Gehalt betragen 1,85 g·kg−1 (Ratte, i.p.) und 755−838 mg·kg−1 (Maus, i.p.). Quelle: Wikipedia


Hyperlipidämie

Die chinesische Regierung hat 1987 Gynostemma-Tabletten, die hauptsächlich Gypenoside enthalten, zur Behandlung von Hyperlipidämie zugelassen.

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Trinkempfehlungen bei Chemotherapie

Chemotherapie gegen Krebs

Quelle: Krebsinformationsdienst


Zytostatika, die Arzneimittel zur Chemotherapie, sind Zellgifte: Sie greifen Krebszellen wegen ihrer hohen Teilungsrate zwar stärker an als gesunde Zellen. Trotzdem können Zytostatika auch andere Gewebe schädigen, darunter die sich schnell erneuernden Schleimhäute.

Ausgeschieden werden die meisten Zytostatika über Niere und Blase. Das Risiko einer Schädigung planen Ärzte bei der Auswahl und Durchführung der Chemotherapie aber bereits mit ein: Mit der Infusion der Medikamente erhält man viel Flüssigkeit und bei Bedarf auch blasenschützende Medikamente.

Zusätzlich sollte man in den ersten Tagen nach der Chemotherapie viel trinken, solange, bis die Arzneimittel wieder ausgeschieden sind. Krankenhäuser und Arztpraxen halten entsprechendes Informationsmaterial bereit. Ärzte und Pflegefachleute klären individuell darüber auf, wie viel man trinken soll und wie lange es dauert, bis alle Zytostatika ausgeschwemmt sind.

Mein Krebs - Mein Kampf


Meine ganze Geschichte lesen Sie bitte hier: Jiaogulan - Vom Höllenritt zur Unsterblichkeit


1. Raumforderung

Alle Kapitel finden Sie auf der Seite Jiaogulan - Vom Höllenritt zur Unsterblichkeit

Wachtelei-, dann taubeneigroß. Nicht sensationell, aber an meinem Hals definitiv fehl am Platz. Kann man auch nicht ausdrücken wie einen Pubertätspickel. „Sammeln Sie Treuepunkte?„Nein, das ist Akne“. Wenn ich das Ding im Spiegel erblicke, muss ich an diesen Fernsehspot denken: Ein Ehepaar bei der Morgentoilette: Er bemerkt einen dunklen Fleck am Hals, sie putzt sich die Zähne. Neuer Tag. Der Fleck ist größer geworden, er drückt dran herum. Sie putzt ihre Zähne. Neuer Tag. Der Fleck ist nun bereits sehr groß, sie schaut ihn mit der Zahnbürste im Mund erschrocken an. Neuer Tag. Sie steht jetzt allein vorm Spiegel und putzt sich sehr, sehr bedächtig die Zähne.

Ein guter Bekannter, ich zögere jetzt, aus der zeitlichen Distanz, ein verbindlicheres Wort zu verwenden, ist in der Lage, eine erste Sonographie von meinem Eierhals zu machen. Glitschig, leise und auf dem Bildschirm sieht es aus, wie auf einem fremden Planeten. Auch für ihn, den Chefarzt, nicht so ohne Weiteres zu entziffern. Er speichert und will kompetenten Rat bei einem Kollegen suchen. „Kann durchaus auch eine harmlose Lymphschwellung sein, das kommt häufig vor“. So kommt die erste der Plattitüden daher, mit der man sich in eine Unverbindlichkeit flüchtet. Ich soll einen derben Haufen davon kennen lernen.

Nach drei Wochen ohne ein Signal, ohne einen Befund, ist der frankensteinsche Knopf an der linken Halsseite fast so groß wie ein kleineres Hühnerei und einem befreundeten Zahnarzt platzt der Kragen, der eigentlich mir hätte platzen sollen. Erst später begreife ich, welch fatales Instrument unsere Psyche für Weicheier bereit hält: Verdrängung. Ein bunter Strauß von Rückzugsmöglichkeiten: Weghören, Positives optimieren, Wegsehen, selektiv wahrnehmen, saufen. Niemand nimmt bislang das Wort „Krebs“ in den Mund. Tumore haben andere. Auf einem anderen Planeten. Als wir dann erfahren, dass der alarmierende Befund bereits über zwei Wochen auf dem Schreibtisch meines ehemaligen Chefarzt-Freundes liegt und eine „Punktierung“ dringend angeraten wird, bestimmt mein Zahnarztfreund die nächsten Schritte. Und diese im Eiltempo. Ich denke bei diesem fremden Wort zunächst an Interpunktion.

Das nächste Fremdwort klingt ähnlich harmlos, obwohl die untersuchende Ärztin es fast schreiend diktiert: „Raumforderung!

In die Hektik assoziiere ich dummes Zeug wie „Volk ohne Raum“ und „Raumzeit – mehr Raumzeit“. Als mir klar wird, dass es sich auch hier wieder um eine kunstvolle Form sprachlicher Verdrängungsangebote handelt, schwadroniere ich über „Entsorgungspark“ für Atommüll über eine endlose Schleife verharmlosender Wortschöpfungen. Eine umgangssprachliche Genesis, die uns hilft, bedrohende oder beängstigende Dinge gefälliger zu verpacken.

Ein Kiefernorthopäde, der haargenau am gleichen Tag wie ich das diffuse Licht der norddeutschen Aprilwelt erblickte, ergreift eine bemerkenswerte Initiative. Fast so, als wolle er die vertrödelte Zeit wieder einholen und expediert mich im Eiltempo in die Uni-Klinik in Kiel.

2. Unterm Tuch

Punktierung oder Punktion, keinesfalls Interpunktion – ist mir auch echt scheißegal. Als ich bemerke, dass die dicke Spritze in der Petrischale schamhaft mit einem Tüchlein überdeckt wurde, überkommt mich zum ersten Mal Angst. Gaukelei, verdammte Gaukelei. Den Juden erzählte man etwas von Duschen, als man sie unter die Cyklon B- Köpfe stellte. „Weshalb spielt denn hier eigentlich niemand mit offenen Karten?“ „Es ist schon vorgekommen, dass Patienten die Punktierung verweigerten, wenn sie die dicke Spritze sahen“. „So schlimm wird das doch nicht sein, sie werden doch sicherlich so etwas wie eine örtliche Betäubung vornehmen?“ „Eben leider nicht, das würde den Befund verfälschen“.

Halleluja! An das Anstechen und schlürfende Absaugen des winzigen Fleischfetzens aus meinem halben Hühnerei werde ich beim Betriebsgeräusch veralteter Espressomaschinen immer wieder erinnert.

Dass dieses halbe Ei so etwas wie eine mögliche Metastase war, musste ich mir später selbst zusammenreimen, erklärt hat mir das niemand. Aber dass der Lymphgürtel im Halsbereich so etwas wie ein Schutzwall sei und dass ich dadurch möglicherweise Glück haben könnte.

Erst als es um Einweisungsformalitäten und Hinweise an meine Versicherung ging, fiel endlich das Wort „Krebs“. Verdrängung ist in diesem Fall wohl etwas bilaterales, ich kann es mir nicht erklären. Vermutlich hatte ich es ja längst geahnt, zumindest hätte ich es ahnen können. Aber konkret gefragt habe ich auch niemanden. Und im Nachhinein kann ich mich auch an diesen Punkt am nebulösesten erinnern.


3.Schluß jetzt

Eine Rückfahrt ohne Bodenhaftung. Suse fährt und mein Zahnarztfreund Klaus muss nun echt mal Händchenhalten. Er kennt das. So, als würde er einem Patienten die bevorstehende Extraktion eines faulen Backenzahnes nahe bringen. Dann kommt er, der allererste, nicht mehr steuerbare Heulschub. Solch ein abgründiges Schluchzen ist für mich fast erschreckender, als der Grund hierfür. Wie kann man sich nur so weibisch und verzweifelt gehen lassen? Und jetzt hagelt es neue, weichenstellende Ratschläge:
Du darfst jetzt weinen! In solch einer Situation darf das jeder!“ Von diesem Freibrief werde ich noch häufig Gebrauch machen. Aber erst einmal muss ich das ganze apokalyptische Szenario ausloten: „Hilfst Du mir, selbst Schluss zu machen, wenn die Schmerzen unerträglich werden?“ Keine günstige Gesprächsvoraussetzung für meine Freunde. Auch in den kommenden Wochen ist hierfür eigentlich niemand so richtig zu begeistern.

Während ich mir Hirnfunktionsstörungen ausmale, die an die schönsten LSD-Räusche meiner längst zurückliegenden Hippie-Zeit erinnern, an Inkontinenzwindeln und seitliche Notausgänge, ist allen Freunden absolut und ausschließlich daran gelegen, mich von jedem Gedanken in diese Richtung abzudrängen.

Deshalb muss ich selbst beginnen, befreundete Ärzte anzurufen und so lange es geht, auch zu besuchen. Langatmige Gespräche über Euthanasie und den hypokratischen Eid beginne ich immer häufiger und immer unhöflicher abzukürzen. Als ich dann jemanden gefunden habe, der mir im Extremfall zur Seite stehen wird, ist das Thema auch erst einmal abheftbar und die unvermeidlichen Operationen können in Angriff genommen werden. Die Computerausdrucke über humanes Sterben hefte ich im gleichen Ordner ab, wie das Stern-Sonderheft über „Ärzte für eine Legalisierung von Cannabis in der Onkologie“. Mein Notfall-Fundus.

Beim Gang durch meine Heimatstadt kommt es mir so vor, als würde man sich abwenden, die Straßenseite wechseln, um lästigen Krankheitsgesprächen aus dem Weg zu gehen. Vielleicht auch, weil man – ähnlich wie es mir selbst immer geht, wenn ich jemandem kondolieren muss, einfach nicht weiß, was man denn in „solch einer Situation sagen soll.“ Ich beginne, zu verstehen, wie sich Behinderte fühlen müssen. Und dann kommt eine Wut hoch, für die ich mich schäme: „Ihr Arschlöcher dürft weiterleben- und ich muss sterben.“ Das darf man nicht einmal denken, ich weiß. Und ich kann mich nicht dagegen wehren, ich denke es trotzdem. Besonders dann, wenn ich den Dorfalkoholiker vorbeiwanken sehe, die Penner in den Kieler Anlagen, die Punker und Arbeitsverweigerer. „Ihr lebt, und ich muss sterben“. Vielfalt, Anpassung und Auslese - irgendwie haben wir mit unserer Sozialromantik die Darwinschen Konzepte auf den Kopf gestellt. Ein alter Film kommt zurück: „Soilent green“ mit Charlton Heston. In welcher Hirnwindung hatte der sich nur versteckt gehalten? Und dann wird mir klar, wie unendlich alt dieses Thema eigentlich sein muss. Und wie einsam jeder war, der darüber nachgedacht hat.

Und dann sagt meine liebe Suse den alles entscheidenden Satz: „Bist Du Dir eigentlich darüber im Klaren, wie egoistisch Du denkst? Hast Du nur einen Moment daran gedacht, was aus mir werden soll – ohne Dich“. Ein Paradigmenwechsel, wie ein knackender, umgelegter Lichtschalter.

4. Operationsvorbereitung online

Während Suse die wenigen vorhandenen Dinge, die uns nützlich erscheinen, für einen unbestimmbar langen Klinik-Aufenthalt zusammenpackt, suche ich im Internet nach Informationen, wie denn solch ein „Zungengrundtumor“ angegangen werden kann. Unzählige Foren in denen Krebserfahrene die Fragen von „Erstbetroffenen“ beantworten. Auch wieder so ein bislang ungeläufiges Wort, aber in diese Schlange stelle ich mich erst einmal. Von Folgeoperationen ist dort die Rede, von Regelfällen, in denen zunächst der Zungengrund, dann der Kehlkopf und dann die Luft-und Speiseröhre.... Ich will das eigentlich alles gar nicht so genau wissen.

So langsam beginne ich zu begreifen, dass die Evolution die Fähigkeit, zu verdrängen, nicht so ganz ohne Grund in unseren Werkzeugkasten gelegt hat. Mein alter Freund Emil Hecker, der den ersten Weltkrieg bei Verdun miterleben durfte, erzählte mir einmal davon, dass neben ihm im Schützengraben einem Kameraden ein Arm abgeschossen wurde. Er sah kurz zu dem Stumpf, aus dem Blut sprudelte und schoss dann weiter auf die französischen Gegner. Schmerz verspürte er offensichtlich überhaupt keinen und er brach erst zusammen, als der Blutverlust zu groß wurde.

Das Thema Verdrängung lässt mich nicht mehr los und ich will wissen, wie man das denn wohl steuern kann, wenn die Natur diesen Effekt denn schon für so überaus sinnvoll erachtete.

Mein Schwiegervater schenkt mir einen Laptop, der sich als überaus nützlich herausstellen soll. Leider verfügt die Uni-Klinik über keinerlei Internet-Zugänge für Patienten. Nur über einen uralten Fernseher mit Zimmerantenne im Gemeinschaftsraum. Mein Zimmer hat ein leeres Zweitbett und ein Telefon mit Drehscheibe. Die Toilette für alle Patienten befindet sich in Kalkutta – am Ende des Ganges.

Sicherlich hat man alle verfügbaren Mittel in die Ausstattung des OPs gesteckt, damit Du ganz, ganz toll operiert werden kannst“ hilft mir Suse über den Schock hinweg. Klar, wir sind ja nicht zum Spaß hier. Vor uns liegt eine Menge Arbeit.

„Abarbeiten“ wird zu einer immer häufiger benutzten Umschreibung für uns.

Meine Operation wird Professor Rudert leiten. Eine seiner letzten, er geht in den verdienten Ruhestand, wie man mir sagt. Er ist der Erfinder der sogenannten „Brachy-Therapie“, was mir aber gar nichts sagt. Irgendeine Saurier-Art hieß so ähnlich. Ich hoffe, dass dem Professor an einem schicken Abgang gelegen ist und er sich noch einmal voll ins Zeug legt.

Vieles in solch einer Uni-Klinik sieht nach wohltuender Routine aus, das wirkt irgendwie verlässlich. Die kennen das, das machen die schon sehr, sehr lange so, die werden auch bei Dir nicht patzen. Und gleichzeitig möchte ich kein routinierter, durchlaufender Posten sein, ich möchte auffallen, möchte, dass man sich besonders aufmerksam um mein Leben bemüht. Keine Ahnung, wie man das anstellen könnte.

Mein Leben, mein einziges......


Die Hydra in meinem Körper

Das Schwert gegen die Hydra in meinem Körper, die so unvermittelt und brachial mein Leben gefährden sollte, würde jemand anders führen. Ich lernte Professor Rudert als besonnenen, souveränen Menschen kennen, dessen Abschlußarbeit die Entfernung des daumennagelgroßen Tumors aus meiner Zunge werden sollte. Danach würde er in München seinen Ruhestand endlich seiner Familie widmen. Was konnte das für mich bedeuten? Entweder profitierte ich von lebenslang erprobter Routine oder fiel der bereits zittrigen Hand eines alten Chirurgen zum Opfer. Die Sorgen zerstreuten sich auch nicht, als ich erfuhr, dass er lediglich die operativen Einsätze seines Chefchirurgen überwachen würde und nur noch selten selbst zum Skalpell griff.

Nach der Operation konnte ich trotz Sprechkanüle im Luftröhrenschnitt nicht sprechen. Der Kehlkopf, die Stimmbänder hätten durch den Tubus bei der Anästhesie Schaden genommen: „Wir mussten das Röhrchen geradezu um die Ecke schieben.“ Ein Narkosearzt bedient sich des Vokabulars eines Klempners. Vermutlich schafft das Distanz.

Mein Schwiegervater schaffte einen Laptop heran. Bald erschien auf Tastendruck in großen Buschstaben: “JA; ES TUT WEH!“ So empfing ich tagelang jeden Besuch. Mit einem Lehrbuch beschäftigte ich mich mit Photo-Impact und erprobte erste Schritte zum Aufbau einer eigenen Website. Während wir einige Tage auf die Analyse des per Laserschwert entfernten Tumors warteten. „Die Kraft sei mit Dir“.

Es sollte aber anders kommen.

Die Ganzkörpertomographie hatte unendlich lange gedauert. In jeder Region des Körpers wurde nach Heckenschützen gesucht, nach Schläfern und Doppelagenten. Durchfall und ein starker Husten machten die enge Röhre nicht gemütlicher. Das maschinengewehrartige Geknatter klang nach erster Fronterfahrung: „Einatmen, Luft anhalten, Klick, ausatmen.“ Die Salamitechnik, mit der man lebende Körper in analysierbare Scheibchen zerlegt. „Versteckt euch ruhig, ihr Mistdinger – wir werden euch finden.“ Das Gefühl ein starkes Instrumentarium einer Uni-Klinik ins Feld führen zu können und mit kampferprobten Ärzten im Schützengraben zu liegen, inspirierte mich später zu einer kurzen Glosse.* Die Kraft war noch mit mir, aber sie verließ mich schlagartig, als Prof. Rudert mich und Susanne in sein Besprechungszimmer bat. Suse hatte mich nach der Tomographie gestützt und gemeinsam waren wir bedächtig, geschwächt und grübelnd zu meinem Feldlager zurück geschlichen.

„Leider habe ich schlechte Nachrichten für Sie. Wir haben ihren Tumor nicht komplett erwischt.“ Es war jetzt also „ mein Tumor, mein Besitz, meine Schuld, mein mögliches Verhängnis“. „In einer weiteren Operation werden wir weit ins Gesunde schneiden. Fasern Ihres Tumors reichen schwer visualisierbar in Zunge und möglicherweise auch weiter.“ Noch stand ich, noch war die Kraft mit mir.

„Ich muss Sie jetzt mit einer Möglichkeit vertraut machen, mit einer Wahrscheinlichkeit. Leider können wir erst während der Operation über diese Schritte entscheiden. Dann kann ich Sie aber nicht aus der Narkose holen, um sie um Ihre Einwilligung zu fragen.“ Ich erfuhr nun also, dass man mir möglicherweise meine Zunge komplett entfernen müsse. Da dieser Eingriff per Laser nicht zu bewerkstelligen wäre, müsse man den Unterkiefer zersägen und wie ein Scheunentor öffnen. „Aber machen Sie sich keine Gedanken, wenn sie aufwachen, sind Ihre Unterkiefer mit Draht wieder zusammen gefügt. Die T-förmige Narbe können sie ja später von einem Bart überwachsen lassen. Frauen können das nicht.“ Der letzte Satz sollte vermutlich ein lockerer Ausflug in die Realität sein. Das war diese schöne Welt, die mir gerade den Rücken zugekehrt hatte.

„Natürlich ergibt das am Zungengrund eine ziemlich große Wunde, die „gedeckelt“ werden muss. Das machen wir gewöhnlich mit diesem Hautlappen.“ Er zeigte auf meine Pulsadern am Handgelenk. „Eine Weile muss dieser optimal durchblutete Hautlappen noch mit ihrem Arm verbunden bleiben, während er bereits den Zungenstumpf abdeckelt. Hierfür wird Ihr Arm einige Wochen am Kopf fixiert…“

Beim letzten Satz bin ich mir nicht sicher, ob er ihn wirklich so gesagt hat. Ich höre noch ein dumpfes Plumpsen auf hartem Kachelboden.

Als ich wieder denken konnte, bemerkte ich auf dem Raucherbalkon eine Gruppe amüsierter Frischoperierter. Wenn sie sich auf die Brust klopften, kamen aus dem Tracheostoma lustige Rauchringe. Es schien sich um einen Wettbewerb zu handeln. Als es einem der Patienten gelang, einen kleineren Ring durch einen Großen zu blasen, wurde laut und begeistert geklatscht.

Professor Rudert machte einen betroffenen Eindruck, jedenfalls hoffte ich, dass es ein solcher sein könnte: „Wir haben, soweit möglich ins Gesunde gelasert. Leider wird erst die endgültige Analyse des entfernten Gewebes (inzwischen daumengroß) darüber entscheiden, ob die Zunge komplett entfernt werden muss.“

Suse nahm sich ein Zimmer im benachbarten Hotel Reuter und ich machte mir Gedanken darüber wie sinnvoll Angehörigenzimmer sein könnten. Das qualvolle Warten auf den Gewebebefund Lässt sich gemeinsam besser ertragen. Das Lernen am Laptop wurde durch die Schmerzmittel immer holpriger.

Der Befreiungsruf wurde seitens des Klinikteams geradezu zelebriert. So, als würden sich alle ehrlich mitfreuen. Ich weiß nicht, wie oft es vorkommt, dass Klinikpersonal und Patienten gemeinsam Tränen in den Augen haben. Immerhin ist Verdrängung hier ein Mittel psychischer Stabilisierung. Aber es handelte sich schließlich um Freudentränen. Der Tumor war raus. Ein erster Etappensieg.

Zwischen diesen Operationen und der späteren Bestrahlungs-Orgie, wie ich sie von anderen Patienten nennen hörte, lagen die Weihnachtsferien. In dieser Zeit festigte sich ein Gefühl der Dankbarkeit, das hilft sonst nur nach dem Aufwachen und während der Folgetage auf den Intensivstationen. Man hatte mir mein Leben vorerst erhalten – und ich verspürte den Wunsch, irgendetwas zurück zu geben.


Tee Lieferadresse

Jiaogulan-Tee versendet das Teegeschäft Mandarin in der Koogstraße 59 in 25541 Brunsbüttel. Bestellung für Postversand: 04852/ 2211

Gemeinsam mit Jens Rusch entwickelte man eine besonders wohlschmeckende Atelier-Mischung aus Jiaogulan, Stevia und Goji-Beeren.


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