Fibonacci

Aus Jens Rusch
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"Fibonacci" Öl auf Leinwand 110 x 110 cm. Privatbesitz


Fibonacci

Zum Bild: Atlas dringt in das Reich Neptuns ein, und entwendet die Fibonacci-Formel. Als Tarnung benutzte er Blumen, die sich aber auf der Flucht verlieren. Dennoch gelang es Atlas, die Formel zur Neuformung aller kosmischen Spiralnebel und Galaxien zu verwenden.

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Heute erinnert sich kaum noch jemand daran, obwohl man die Formel in jeder Blume, jedem Baum entdecken könnte. Leonardo da Pisa, auch Fibonacci genannt (* um 1180? in Pisa; † nach 1241? in Pisa) war Rechenmeister in Pisa und gilt als der bedeutendste Mathematiker des Mittelalters. Bekannt sind heute vor allem die nach ihm benannten Fibonacci-Zahlen. Ihn hätte man fragen können. Mathematiker machten das auch, Fractal-Grafiker verehren ihn, Mandelbrot entwickelte aus der Selbstähnlichkeit seine Chaostheorie und Kai Krause seine Fractal-Programme.

Daran aber, daß es Atlas war, der sich die Urformel unter den Nagel riss und in Neptuns Reich im heute noch unverändert lebenden Archetypen des Nautilus´ die perfekte Manifestation eines kosmischen Prinzipes fand, daran erinnert niemand. Dieses blieb dem Künstler vorbehalten. Der goldene Schnitt hingegen, der sich durch diese Formel mathematisch logisch hinterlegen lässt, verbindet das Prinzip der Symmetrie mit dem der Asymmetrie. Diesen »verbindenden« Eigenschaft der auch als »göttliche Proportion« bezeichneten Gesetzmäßigkeit wird wegen seines »die Gegensätze verbindenden Charakters« als schön und harmonisch empfunden wird. Eigentlich in sich ein Paradoxon. Die mathematischen Zusammenhänge können jedoch helfen, den Zugang zum universalen Charakter der Proportio divina und seiner eindrücklichen Verbindung zur Schönheit zu finden. Carl Friedrich von Weizsäcker vermutete, »vielleicht ist die allgegenwärtig verborgene Mathematik der Natur der Seinsgrund aller Schönheit.« (von Weizsäcker 1995)

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Formsprache der Natur: Der Liebreiz des Logarithmus SPIEGEL-Artikel von Isabel Metzger: Schneckenhäuser und Galaxien sind Lichtjahre voneinander entfernt - und trotzdem haben sie etwas gemeinsam: ihre Spiralform. Das ist kein Zufall, beide sind nach demselben Prinzip aufgebaut. Außer der identischen Formsprache verbindet noch etwas das irdische und das himmlische Gebilde: Sie wirken auf uns Menschen schön.