Creatio ex nihilo

Aus Jens Rusch
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ex Nihilo emerge from the nothingness of chaos, caught in the moment of eternal transformation - the majesty and mystery of divine force in a state of becoming answers to questions about the existence - in a moment of colliding views .


The scientist does not study nature because it is useful; he studies it because he delights in it, and he delights in it because it is beautiful. I mean that profounder beauty which comes from the harmonious order of the parts, and which a pure intelligence can grasp. ~ Henri Poincare

Originalformat 150 x 80 cm Ölmalerei auf Leinwand


Creatio ex nihilo

Bildtitel
(lateinisch: Schöpfung aus dem Nichts oder Schöpfung aus nichts) bezeichnet die christliche sowie die philosophische Lehre, dass die Schöpfung der Welt als Werk des Schöpfergottes absolut voraussetzungslos ist.


Workshop

In seinen Workshops stellt Jens Rusch unter Beweis, wie akribisch und altmeisterlich er seine oft inhaltsschweren Gemälde entwickelt und malt. Auf der Staffelei befindet sich aktuell ein Gemälde mit dem Arbeitstitel "Kollision" aus der Reihe Sinnsuche. Sie können von der Bildfingung, der Acrylskizze , über die Lasur-Untermalung bis hin zur fertigen Malerei jeden einzelnen Schritt miterleben.

Impetus

Der Kerngedanke bei der Entwickelung des Bildinhaltes war die Frage nach dem Ursprung, der Evolution von Glaubens-und Sinnfragen und der Konfrontation, ja der Kollision von Religion, Wissen und Wissenschaft. Rusch ist zeitlebens auf der Suche nach Metaphern, die sowohl eine intellektuelle, wie auch eine emotionale Deutung zulassen. Schiffe, die wie Gedanken über die Weltwogen gleiten erscheinen ihm manchmal griffig und im nächsten Moment wie eine Herausforderung, weiter nach allgemeingültigen Inkunabeln zu forschen. Eines seiner großen Vorbilder ist dabei Gustave Doré auf dessen Ausdruckssuche bei der Illustration von Dantes "Göttliche Komödie"

Creatio ex nihilo

Ex Nihilo emerge from the nothingness of chaos, caught in the moment of eternal transformation - the majesty and mystery of divine force in a state of becoming answers to questions about the existence - in a moment of colliding views .

Acryl-Skizze


Untermalung und Hintergrund

Das Pendel

Auch als Kunstdruck erhältlich: Format 59 x 31 cm Digitaldruck auf Greyback Preis 200.- €
Etwas größer: 79 x 43 cm Preis 250.- €

Einer der markantesten Sätze in Umberto Eccos wichtigstem Buch „Das Foucaultsche Pendel" ist dieser: Es ist nicht wahr, aber ich glaube daran.

Musik: Dafydd Bullock. Bitte LAUT stellen !



Das mag irrational klingen, weist aber unmissverständlich auf ein Grundbedürfnis hin: auf das Bedürfnis, glauben zu wollen und glauben zu dürfen. Stellen Sie sich jetzt bitte ein Senkblei an einem langen Faden von der Decke herabhängend vor. Gern sogar über einer freimaurerischen Arbeitstafel pendelnd. Auch diese Metapher wird gemeinhin mit einer Fülle von Wort-Assoziationen in unserem Deutungsspiel definiert: Lotrecht, senkrecht, aufrecht oder eben mit einem in die Tiefe spürenden Ausloten. Die Lektüre des besagten Buches von Umberto Ecco hat mich aber auch noch auf einen weiteren Gedanken gebracht. Das Foucaultsche Pendel in einem Pariser Technik- und Kunst-Museum hängt an einem 68 Meter langen Seil. Stellen Sie sich also bitte unser kleines Senkblei hier in unserem imaginären Tempel an einer sehr viel längeren Aufhängung vor. Einer Aufhängung, die weit aus diesem Raum hinausreicht. Und wenn Sie sich mit diesem Gedanken schon einmal vertraut gemacht haben, dann denken Sie ihn bitte noch ein wenig weiter fort – oder besser gesagt: denken Sie ihn viel, viel weiter fort ! Stellen Sie sich weiterhin vor, dass sich über einer Arbeitstafel ein Sternenhimmel befindet, der offene Himmel, der sich offenbart, wenn wir unsere bescheidene Entsprechung des vorgestellten salomonischen Tempels verlassen haben. Stellen Sie sich also bitte vor, der Punkt, an dem die Schnur unseres Lotes verknüpft wurde, befände sich irgendwo in den Tiefen des Universums. Wenn Sie sich mit dieser Vorstellung angefreundet haben, können Sie vielleicht den Worten Belbos über das Panta rhei, das ewigfließende Konzept folgen : „ Alles fließt, nur dort scheint ein fest verankerter Punkt zu sein. Für einen, der nicht glaubt, scheint das eine Möglichkeit zu sein, zu Gott zurückzukehren ohne sein eigenes Nichtglauben in Frage zu stellen.“ Dieses Pendel befindet sich in ähnlicher Form auch an einigen weiteren Punkten der Erde. Es wurde installiert, um die rotierenden Schwingungsbewegungen der Erde zu demonstrieren, denn obwohl sich das Pendel in einem vor Luftströmungen und anderen Störungsmöglichkeiten geschützten Raum befindet, zeichnet es unablässig sanft versetzte große ovale Kreise in den Sand. Natürlich wissen wir längst von den Rotationen unseres Planeten, - um diesen wissenschaftlichen Aspekt geht es auch nur am Rande. Umberto Ecco lässt in abschweifenden Gedankenzügen die Vorstellung wach werden, dass die Suche nach einem kosmischen Prinzip zu solchen technischen Experimenten geführt hat. Der Freimaurer Newton war Gnostiker und Alchimist, glaubte an Wahrsagerei und :Mesmerismus, an Hellseher und allerlei Vodoo-Zauber und fand trotzdem den :Schlüsselgedanken zur Erklärung der Gravitationstheorie.

Detailmalerei