Wacken - Paintings

Aus Jens Rusch
Version vom 13. April 2019, 18:05 Uhr von Jens (Diskussion | Beiträge) (Wacken-Paintings)

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Ein abgeschlossenes Kapitel mit einer aufregenden Thematik.

Wacken-Paintings

Weshalb Wacken ?

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"Das Thema ist simpel ausgedrückt "extrem bildschwanger" - und ich genieße den Triumph, dass sich vor mir absolut niemand an diesen malbaren Kosmos herantraute. Das ist für einen Bildermann in fortgeschrittenem Alter; der Grund hat, sich sein neigungsorientiertes Restleben zu möblieren; fürwahr eine geniale Motivationshilfe." Hinzu kamen gestalterische Probleme, denn als "gemalte Sozialstudien" seien seine großformatigen Gemälde (110 x 150 cm) falsch abgeheftet und die Szenarien auf den Bühnen überließ er schon gleich den Fotografen. Ihn reizte die Darstellung des nicht Sehbaren weit mehr. "Wie symbolisiere ich Taubstumme, denen es gelingt, aus Wacken ihr eigenes Mekka zu gewinnen, weil sie nur hier zumindest ein wenig am Musik-Erleben teilhaben können? Wie stellt man die auf dem "Holy-Land" fast selbsterstrittene "Inclusion" von gehandicapten Metal-Fans dar, ohne Bloßstellung und angemessen würdig?. Wie empfinden Blinde das Geschehen ?"

So näherte sich der Maler dem Geschehen zunächst mit dem Skizzenbuch und vertraute auf seine Plein-Air-Erfahrungen mit den Norddeutschen Realisten. Diese nützte ihm jedoch herzlich wenig. Zu hektisch, zu schnell-lebig und an seiner Arbeit gänzlich uninteressiert lief das Festivalgeschehen vor seinen Augen ab. So musste dann doch die Kamera am Ende das Skizzenbuch ersetzen und die Bildentwickelung ging andere, für Rusch ungewohnte Wege. Am PC konnte er jetzt zwar Idealsituationen entwickeln, die in dieser Form selbst Fotografen und Chronisten nicht vorfinden - Emotionen und authentisches Flair mussten bei der nun folgenden Ateliertätigkeit jedoch durch laute Musik ersetzt werden.

Nun kam ihm aber auch seine lebenslange Neigung zu Surrealismen, Metaphern und einer selbstentwickelten Symbolsprache zugute. Seine "Wackener Weltkuh" erhielt durch Erdteile auf der schwarzweissen Haut die Aufgabe, Internationalität zu symbolisieren und überdimensionale Hörrohre machten nun auch die Gehörlosen kenntlich. Wohl wissend, dass er mit dieser Darstellungsweise Bildbetrachter auch überfordern würde, richtete Rusch sich eine Facebook-Seite ein, auf der er tagtäglich einen Atelierbericht mit Zustandsfotos veröffentlichte - zunächst als eine Art Rechenschaftsbericht. Doch dann erfolgten völlig ungewohnte Reaktionen und Einflüsse. Dargestellte erkannten sich auf den Bildern, meldeten sich aus Indien, Schweden, Mexico und Finnland. Anfragen, ob man Bildelemente für Tattoos verwenden dürfte, manchmal sogar verwertbare Anregungen für geplante Bilder.

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