Jiaogulan

Aus Jens Rusch
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Jiaogulan

Mit der Pflanze Jiaogulan (Unsterblichkeitskraut) verbinden sich die Hoffnungen vieler Krebsbetroffener. Genetische Stämme in Deutschland anzusiedeln ist mit einem Verlust an Wirksamkeit verbunden, wenn man nicht bestimmte Kriterien berücksichtigt. Es ist jetzt gelungen, eine ständig wachsende Infrastruktur im Regionalraum zu etablieren. Jiaogulan, Herkunft Zentralchina und Thailand, wächst auch in Dithmarschen. Die Pflanze mag den Marschboden ausgesprochen gern und ist bis minus 18 Grad winterresistent. Während in zunehmendem Maße Mißbrauch und abnehmende Qualität gesundheitsbewusste Interessenten verunsichert, setzt man hier vornehmlich auf Qualitätssicherung. Der wichtigste Faktor dabei ist, daß die Nachzucht aus der sogenannten "ersten Generation" stammt.


Statement

Nachdem wir über 1000 Stämme der Jiaogulan-Pflanzen, die genetisch gesehen alle von den Pflanzen abstammen, die ich aus Thailand mitbrachte, an Krebsbetroffene in Dithmarschen verschenkten, entstand eine für uns sehr belastende Situation. Unter die "Krebsbetroffenen" hatten sich auch einige Gärtner geschlichen, die nun mit Samen und wirkstoffneutralen Abkömmlingen ihr Geschäft in Baumärkten und auf Wochenmärkten damit machen.

Nach der (sogar wiederholten) NDR-Sendung von Heike Götz wurden wir von Anfragen derart überrollt, daß wir große Teile unserer Stämme an das "Kohlosseum" in Wesselburen verschenkten. Von dort aus wurde auch ein Versand organisiert und ein Treibhaus besorgt. Das Kohlosseum führt einen Teil des Erlöses an die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft ab, das hatte ich zur Bedingung gemacht. Mein eigentlicher Beruf begann sehr unter dem Ansturm zu leiden, ich kam oft tagelang nicht mehr ins Atelier.

Ich selbst gebe heute lediglich noch hin und wieder an Betroffene Pflanzen ab, die ich selbst nicht benötige, keinesfalls aber an Händler. Es ist mir zutiefst zuwieder, wenn mit der Betroffenheit von Krebskranken Geld gemacht wird. Vielleicht, weil ich selbst betroffen bin. Niemand ist gezwungen, etwas zu verschenken, wo Unkosten entstehen, ist es durchaus legitim, dafür eine Aufwandentschädigung zu verlangen, dabei ist es aber ungeheuer wichtig, daß die Verbreitung der Jiaogulan-Pflanze nicht "verwässert" und man darauf achtet, daß alle weitergezüchteten Pflanzen genetisch aus dem originären Stamm abgeleitet wurden. Bei Samenzuchten unter deutscher "Sonne" wäre ich mir in puncto Wirkstofferhalt absolut nicht sicher. Hier scheint mir Vorsicht geboten.

Ich bin selbst kein Wissenschaftler und verlasse mich auf das Feedback der Betroffenenen, denen wir Pflanzen schenkten. Deren Rückmeldungen bestätigen aber absolut alle meine Hoffnungen. Patienten, die Jiaogulan parallel zu einer Chemo konsumierten, überstanden den Höllenritt weit unbelasteter, als jene ohne diese komplementäre Unterstützung. Zwei verloren entgegen der onkologischen Prognose ihre Haare nicht, fast alle gingen ihrer normalen Arbeit nach. "Währenddessen wurden Mitpatienten, die nicht über Jiaogulan verfügten, oder dieses ablehnten, im Rollstuhl an den Tropf gefahren", wie mir einige Betroffene berichteten.

Ich bin mir im Klaren darüber, daß auch diese Beobachtungen keine statistische Relevanz darstellen, dass diese Beobachtungen möglicherweise auch anfechtbar sein könnten, aber das ist für mich völlig unwichtig. Ich hatte ja eigentlich nur für mich selbst kraftvolle Überlebensmittel gesucht, ich will auch heute noch niemanden überzeugen oder bekehren.

Im Rahmen unseres Engagements für Patientenkompetenz setzen wir parallel zu meiner kleinen Privatinitiative ja Benefizerlöse durch die Wattolümpiade ( 6. Juni ) für den Unterhalt onkologischer Beratungsstellen in den beiden Westküstenkliniken Dithmarschens ein. Bislang über 120 000 Euro. Aber das muss man sauber trennen, denn komplementärmedizinische Initiativen werden nicht von allen Schulmediziner akzeptiert. Meine eigene Auffassung ist jedoch definitiv pluralistisch - mir ist schlicht willkommen, was mir hilft, weiter zu leben. So einfach ist das.--Jens Rusch 11:45, 20. Jun. 2010 (UTC)