Holy Scaffolders

Aus Jens Rusch
Version vom 5. Dezember 2017, 15:56 Uhr von Jens (Diskussion | Beiträge) (Kommentare)

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„Holy Scaffolders“

Im Winter 2014 / 2015 entstanden in mehrmonatiger Arbeit vier großformatige Gemälde, in denen sich Jens Rusch mit einer sehr privaten Suche nach dem Sinn seines Lebens auseinandersetzte. Einzelne Arbeitsschritte stellte er am Ende eines Arbeitstages jeweils auf seine Facebook-Seite. Auch auf dieser website finden Sie diese Workshops, wenn Sie die Bild-Titel der jeweiligen Gemälde anklicken.

Die Bedeutung dieser Bilder für mich ist relativ eindeutig ablesbar: Von der Schöpfung bis zu den fatalen Fehlentwicklungen, von meiner persönlichen Sinnsuche und von einem Lösungsansatz, der allerdings auch etwas mit einem resignierenden Eskapismus einhergeht. Von der Entdeckung wichtiger Schöpfungsgrundlagen, von Naturgesetzen und von der grobschematischen Rationalität, wie etwa der Geometrie, mit denen sich ein einfacher Mensch hinter den Elbdeichen seine Welt zu erklären sucht.

Im hier gezeigten Workshop sieht man nun die Fortsetzung dieser malerischen Sinnsuche.

Was hat Menschen derartig beseelt, dass sie monumentale Bauwerke schufen ? Wie entstanden traditionelle Berufe wie die Dombaumeister, die zu einer architektonischen Basis unseres westlichen Weltverständnisses wurden ? Selbst, wenn man wie Reinhold Meßmer findet, alle Religionen seien "menschgemacht" stellt sich die Frage nach spirituellen und kognitiven Bedürfnissen, die zu gewaltigen Leistungen erwuchsen.

Kommentare

Lieber Jens, der "Mangel an Beseeltheit" resultiert meines Erachtens tatsächlich in diesem berühmten luziferischen "Fall in die Materie". Diesen Fall beziehe ich vor allem auf die Verlockungen des digitalen Zeitalters. Es geht um die Frage, ob nicht der Gaul den Reiter reitet. Oder ein andere freimaurerische Metapher: Ob der Meister seinen Bock (seine Leidenschaften) zu reiten im Stande ist.

Und es geht wohl auch um den neuen Glauben an die Allmächtigkeit des Menschen Kraft seiner technischen Hilfsmittel, obgleich wir ein Nichts im Universum sind.

Und trotz alledem:

Der Mensch braucht eine Stätte, in der er sich transzendieren kann. Und ein Jeder hat das Recht, diese Stätte und den entsprechenden religionsphilosophischen Unterbau selbst zu wählen. Das impliziert, dass auch niemand das Recht hat, seine Überzeugung Anderen ungefragt aufs Auge zu drücken. Auch ein Atheist sollte sich da zurückhalten.

Und ob das jetzt eine Kirche, ein Freimaurertempel, ein Rockkonzert oder die Stille der Natur ist. Immer geht es dabei um dieses Eingebunden und Eingebettet sein in ein großes Ganzes. Um gemeinsames Tun, um Gleichklang und Harmonie. Dieses Bedürfnis würde ich wiederum auch keinem Atheisten absprechen wollen. Holger Ullmann

Weitere kompetente Kommentare sind erwünscht.

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