Zeitungsenten

Aus Jens Rusch
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Die Zeitungsente

Einer allgemeinen Lesart entsprechend leitet sich unsere Begriffsdeutung des Wortes "Zeitungsente" von einer Notiz englischer und amerikanischer Besatzungs-Journalisten her. Waren widersprüchliche oder fragwürdige Meldungen nicht eindeutig zu verifizieren - und das war in der unmittelbaren Nachkriegszeit wohl sehr häufig der Fall- dann versah der Redaktionsleiter die Meldung mit der Randnotiz N.T. was soviel bedeutet wie "not testified". Die Bezeichnung entstammt ursprünglich dem Lateinischen non testatum („nicht geprüft“). Da deutsche Zeitungen diese Meldungen häufig übernahmen, bildete sich der umgangssprachliche Begriff "Ente" heraus.

Einer weiteren Deutung steht dann irgendwann der Kürzel N.T. auch für "not true" und versinnbildlicht heute im allgemeinen Sprachverständnis als "Zeitungsente" die Vorstellung einer willentlichen oder versehentlichen Falschmeldung. Durch das Internet kamen dann globale Entsprechungen wie "Fake" oder "Hoax" hinzu.

Heute wird das Wortspiel um die traditionelle Bezeichnung "Zeitungsente" eher sympathisch aufgefasst und in zahlreichen Vesionen als Figürchen etc. immer wieder neu versinnbildlicht.

Im Auftrage der Industrie und Handelskammer zu Kiel fertigte Jens Rusch die hier abgebildeten Radierungen als Präsent für jährliche Presserunden an.