Workshop Schenefeld 1

Aus Jens Rusch
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Ölgemälde auf Leinwand 140 x 110 cm


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Leinwandskizzen

In diesem kleinen Atelier-Workshop können Sie die Entstehung eines großformatigen Gemäldes von der Leinwandskizze bis zum Schlußfirnis nachvollziehen. Jens Rusch fertigt das Gemälde in mehrmonatiger Arbeit im Auftrag der Landsparkasse Schenefeld.

Leinwandskizze

Die Skizze wird mit Acrylfarben und einem Mantelpinsel frei auf die Leinwand gemalt. Hierbei entwickelt sich die Gesamtkomposition und die Vorstellung der Farbkomposition. In diesem Fall wird schnell klar, daß der Aufbau sehr rigide geordnet werden muß, damit sich im Menschengewimmel Dominanzen erkennen lassen.

Untermalung Hintergrund

Farbordnung und Untermalung

Die Untermalung der Hintergrund-Partien werden mit lasierenden Ölfarben angelegt. Die Skizze wird immer weniger erkennbar und die Malerei muß die Funktion der Proportionssicherheit übernehmen. Das hört sich kompliziert an, ist aber ein Bestandteil malerischer Atelier-Routine.

In die frische, leicht angezogene Mittelton-Untermalung wird mit hellen Tönen "gehöht". Dabei lassen sich anatomische Details hervorragend modellieren.

Mitteltonmalerei Portraits

Die Untermalung mit Mitteltönen sieht ein wenig brutal aus. Der Maler muß schon eine sehr konkrete Vorstellung vom Resultat haben, um sich in dieser Phase nicht zu verlieren. Insbesondere Hauttöne bestehen aus einer Reihe von Teilkomponenten in den Grundfarben, die in der späteren "Höhung" einen völlig abweichenden Charakter erhalten. Wesentliche Grundtöne sind Terra Pozzuoli, gebrannte Sienna und Stil de Grain.

Detailarbeit

So langsam wird der Farb-Aufbau erkennbar und die Details im Vordergrund gewinnen an Bedeutung.

Man sollte vielleicht wissen, daß es sich bei den hier gemalten Darstellern durchweg um Mitarbeiter der Landsparkasse Schenefeld handelt, die sich netterweise in eine Situation hineinsteigerten, die sie sich vor den riesigen Wacken-Bühnen vorstellten. Wacken gehört zum Randbereich im Aufgaben-Umfeld der Landsparkasse und stellt auf darstellbare Weise die Schnittmenge zwischen traditioneller Landwirtschaft und zeitgemäßer Konzert-Kultur parallel zum Schleswig-Holstein Musik-Festival dar. Die Landwirtschaft wird durch den wunderbar malbaren Herrn Peperkorn und seinem ebenso großartigen Lanz-Bulldog versinnbildlicht. Aus diesem Aufbau ergaben sich beim Malen surreale Assoziationen wie der blitzartig "überspringende Funke" für den man lediglich die richtige "Antenne" haben muß. Das Wortspiel um das legendäre Wacken-Handzeichen "Metall-Fork" führte ebenfalls zu assoziativen Bildspielen und lassen die Forke des Landwirtes doppeldeutig als Antenne erscheinen. Das Wacken-Logo, der Stierschädel, provozierten weitere Ideen, die in diesem Fall von den Mitarbeitern der Landsparkasse selbst ins Spiel gebracht wurden: Die von der "Mutterkuh" entsandten Kälber toben durch das Bild wie die campenden Heerscharen auf dem Festivalgelände und lassen gemeinsam mit den enthusiastischen Mitarbeitern ein Schenefelder Pamplona entstehen.

Presse

Informationen zur Wacken-Card gibt es hier:Landsparkasse Schenefeld