Wenn die Sonne tief steht

Aus Jens Rusch
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..... werfen selbst Zwerge lange Schatten

Dieses Zitat wird Karl Kraus zugeschrieben.

Es ist sicher diskussionsbedürftig, in einem Medium, das weltweit aufgerufen wird, eine ganze Seite einem eigentlich überflüssigen Provinz-Theater zu widmen. Andererseits mag es vielleicht aufzeigen in welch` dürftigem Umfeld Jens Rusch sein Atelier betreibt.


Es gilt tatsächlich, wichtigere Dinge zu verrichten, aber leider wäre es vermutlich auch nicht besonders klug, das Nachstehende nicht zu kommentieren. Um nicht falsch interpretiert zu werden, möchte ich ein wenig Grundsätzliches voranstellen:

  • Punkt 1: Ich habe grundsätzlich überhaupt nichts gegen Freizeitkünstler und Hobbymaler. Sie sind die kleinen Brüder und Schwestern der professionellen Künstler. Außerdem halte ich es für überaus sinnvoll, sich in seiner Freizeit kreativ zu betätigen.
  • Punkt 2: Ich erachte es für ehrenwert, wenn sich jemand in seiner Freizeit für das Kulturleben seiner Region engagiert. In strukturarmen Regionen ohne ausgereifte Förderstrukturen ist diese Form des Ehrenamtes sogar unverzichtbar.
  • Punkt 3: Es gab bislang keine persönlichen Kollisions-Ansprüche meinerseits. Ich hatte immer das Gefühl, ich würde Rainer Klose - und um den geht es hier - unnötig aufwerten, wenn ich mich zu sehr mit ihm beschäftigen würde.


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  • Zu Punkt 1: Es ist im Prinzip nicht falsch, wenn sich Hobbymaler organisieren. Gemeinschafts-Ausstellungen setzen den/die Einzelnen nicht so sehr unter Schaffensdruck und Kosten können aufgeteilt werden. Es ist auch nicht grundsätzlich falsch, wenn sich jemand um diese Organisation bemüht und sich an deren Spitze setzt.

Fragwürdig wird es erst, wenn auch der letzte aufmerksame Beobachter erkennen kann, daß diese Funktion zu einem Rollenspiel mutiert, das deutlich komplexhafte Züge aufweist. Das mag man lange tolerieren, denn letztlich ist das Resultat dem Einzelnen naheliegenderweise wichtiger als der ursprüngliche Antrieb und die etwaig fragwürdige Motivation.

Richtig gefährlich wird es spätestens dann, wenn sich diese "Führungsfigur" selbst als "Kulturpapst" bezeichnet und erspürt, dass er in seiner stetig anwachsenden Gemeinschaft Synergie erzeugt, wenn er es schafft, Feindbilder aufzubauen.

Hierfür gibt es erprobte Spielfelder: Professionelle Künstler sind dann plötzlich grundsätzlich borniert und arrogant, halten sich für etwas "Besseres" und "sehen von oben auf Freizeitkünstler herab". Hat man das erst einmal implantiert und in Beton gegossen, kann man mit diesem Instrumentarium geschickt weiter operieren. Personen in Positionen, die man selbst gern einnehmen würde, werden dann gern als inkompetent und unkreativ etc. apostrophiert.

Dann lassen sich mühelos Claqueure und Leserbriefschreiber in den eigenen Reihen rekrutieren und eine vielköpfige Gefolgschaft wird mit Kopfstärke und demokratischem Potential verwechselt.

Mit diesem Schema hat Rainer Klose für eine Polarisierung auf breiter Basis gesorgt, und diese Entwicklung hat leider auch sehr wesentlich zum Niedergang der Kreis-Initiative "Kunstgriff" beigetragen. Der Rückzug vieler professioneller Künstler ist in erster Linie dieser durch Klose forcierten Entwicklung geschuldet.

  • Zu Punkt 2: Kulturelles Ehrenamt sollte ohne Erwartungshaltung funktionieren, soll es denn glaubwürdig bleiben. Wenn aber der erste Satz auf der Homepage seines Vereins bereits lautet:

2006 und 2008 vorgeschlagen für den Dithmarscher Kulturpreis dann offenbahrt sich halt ebendiese Erwartungshaltung. und wenn man dann noch weiss, daß Klose selbst im Kulturausschuß des Kreises Dithmarschen sitzt, kann man sich unschwer vorstellen, auf welchem Wege die genannten Vorschläge ihren Weg fanden. Skrupel zeigte er auch nicht, wie der obenstehende Zeitungsartikel deutlich zeigt, als er seine Begehrlichkeiten um die Leitung des Kultur-und Bürgerhauses Marne bei verschiedenen Anlässen kundtat. Diffamierende Äußerungen über den ehrenamtlichen Leiter Siegfried Bersch sind belegbar, letztlich äußerte er sich auch mir gegenüber in dieser Form. Nicht verhehlend, daß viele "seiner KiK-Mitglieder ihn selbst für wesentlich kompetenter halten würden".

Meine Meinung hierzu: Für eine mit EU-Mitteln und viel Weitblick geschaffene Institution wäre eine solche Entwicklung der Abstieg in die Belanglosigkeit.

Es ließen sich an dieser Stelle mühelos weitere Intinktlosigkeiten und Entgleisungen Kloses auflisten, aber man könnte diese Subsumierung als Reaktion auf die gegen mich gerichtete Bezeichnung "Dieser Elektriker aus Brunsbüttel" werten. Weshalb um alles in der Welt sollte ich mich denn meiner handwerklichen Ausbildung schämen, die zudem 40 Jahre zurückliegt? Weit schlimmer ist doch, daß Klose entgangen ist, was seitdem geschehen ist. Davon geben die übrigen Seiten dieser website aber ausführlich Auskunft.

Dieses Statement ist mir lästig, aber sie ist den Gepflogenheiten dieses Lebensraumes geschuldet. Und dem Zitat von Karl Kraus.