Wattspinner

Aus Jens Rusch
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Der Wattspinner

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Der von Jens Rusch entworfene "Wattspinner" durchlebte erwähnenswerte Wandlungen. Eine Metamorphose, die dem entomologischen Teil seiner Kreatürlichkeit durchaus entsprechen mag. Sein Ursprung liegt in einer Regenwetterbastelstunde des Jahres 1978. Irgendwelche Käfer hatten einen der schönen Schmetterlingskästen im Atelier zerfleddert und die Flügelchen lagen wirr am Boden des Glaskastens. Jens Rusch besorgte sich einige getrocknete Fische und Seepferdchen und schuf mit einer Tube Uhu völlig neue Wattlebewesen, um sie in einem Forschungsbericht des gerade entstandenen Wattpsychologischen Institutes vorzustellen. Die hier gezeigte Animation wurde erst 30 Jahre später zu seinem persönlichem "Avatar" für gelegentliche Internet-Auftritte.


Die Wandlung

Als ca. 2006 der Reeder Niels Stolberg an Jens Rusch herantrat und ihm vorschlug, sich bei der Entwicklung und Gestaltung des von ihm geplanten Projektes Künstlerhaus Spiekeroog aktiv zu beteiligen, kam der gute alte Wattspinner wieder aus der inzwischen verkramten Versenkung. Stolberg bat Jens Rusch, ein sympathisches Logo für vielseitige Verwendung zu entwickeln. "Das habe ich bereits seit 1978 fertig" - es klang irgendwie logisch. Der Wattspinner schien auf diesen Augenblick gewartet zu haben. Allerdings klang "Wattspinner" in den Ohren der Spiekerooger Tourismusexperten zu negativ und man machte flugs einen "Inselschwärmer" daraus.

Der zum "Inselschwärmer" umgetaufte Wattspinner zierte einige Jahre auch die Fahnen vor dem Künstlerhaus Spiekeroog.

Wachs und Bronze

Zwei Monate vor der Fertigstellung bzw. Eröffnung des Künstlerhauses wünschten der damalige Geschäftsführer und der Architekt, künstlerisch gestaltete Türgriffe. Unter starkem Zeitdruck fertigte Jens Rusch die Wachsmodelle und ein Freund brachte sie in einem Kühlbehälter in eine Gießerei bei Reutlingen. Über das Honorar würde man nach der Eröffnung reden, man würde sich schon einig werden, hieß es. Am Tag der Eröffnung kam dem Künstler jedoch der Geschäftsführer gesenkten Hauptes am Fähranleger Neuharlingersiel entgegen. Er hatte gekündigt - und es bestand kein Vertrag über die inzwischen montierten zwölf bronzenen Türgriffe, von denen jeder 15 Kilo wiegt.

12 Bronze-Türgriffe von seinem "Inselschwärmer" trugen wesentlich zum Charisma des Künstlerhauses Spiekeroog bei. Jens Rusch fertigte die Bronzen (12 Exemplare) ohne dafür Honorar zu erhalten.
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