Walschiffe

Aus Jens Rusch
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Walschiffe

Die Abbildungen auf dieser Seite wurden mit verschiedenen Bleistiften auf starkem Karton angefertigt. Es handelt sich um Studien zu einem größeren Gemälde, dessen Workshop demnächst folgt. Neben dem thematischen Zyklus "Walschiffe" folgten noch weitere Themen, die sich um einen fiktiven Weltenstehungs-Mythos ranken. Auch diese Studien werden hier ergänzend aufgeführt werden.


Kafkaeske Bildschöpfungen

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Das ist das eigentlich Schöne an einer naturalistischen Arbeitsweise - man muss das Dargestellte nicht erklären. Alles ist sichtbar, alles ist erkennbar, keine Abstraktionen führen in die Irre. Anders ist es bei den Inhalten, wenn es sich um sogenannten "phantastischen Realismus" handelt oder seine Urform, den "Surrealismus". Hier werden Interpretationsebenen tangiert, die den Betrachter ebenso fordern, wie den Schöpfer. Im günstigsten Fall profitieren Beide voneinander.

Rebusartige Rätselhaftigkeiten, die an das Unterbewusste oder "Unbewusste" im Betrachter appellieren, sind die Königsdisziplin dieser Malerei. Sie fordern, ja nötigen den Betrachter, eigene Brunnen am Wegesrand auszuloten. Stoische Erklärer meiden diesen Weg, vielleicht weil sich im ungünstigen Fall die eigene Phantasielosigkeit offenbaren würde.

Schriftsteller profitieren an dieser Schnittstelle von den bildenden Künstlern und diese von den Wortartisten. Dafür gibt es zahllose Beispiele. Diese Synergien haben den Surrealismus komplexer als jede andere Stilrichtung werden lassen. Mit meinen kafkaesken Bildschöpfungen fühle ich mich in diesem Sammelbecken wie ein winziger Stichling, der von Haien und Reihern beargwöhnt wird. Mein Ausflug in den puritanischen Realismus machte mich krank, weil meine Phantasie keine Ventilfunktionen erkennen konnte. Meine Wahlverwandten sind alle längst mehrfach eingeebnet.

Jens Rusch 20. März 2017




Alle Skizzen und Zeichnungen auf dieser Seite dienen der Komposition eines größeren Gemäldes. Davon existierte zwar zum Arbeitsbeginn eine grobe Vorstellung, viele Ideen entwickelten sich aber auch erst während der Arbeit. Mithin ist ein solches Gemälde auch zum Teil ein durchaus organischer Prozess. Eine Aufgabenstellung darf für einen Künstler keine Kampfansage sein, er muss sich in diesem Prozess ständig neu definieren. Vielleicht ist die Bereitschaft hierzu, der eigentliche Kern jeglicher Kreativität. Mich würde interessieren, ob dieses heute an den Akademien noch vermittelt wird - wohlbemerkt neben den handwerklichen Notwendigkeiten dieses Metiers.




Weitere Studien zu einem Gemälde