Ungewollte Bilder

Aus Jens Rusch
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Er sammelte diese Bilder von Jens Rusch: Uwe Friedrichsen.
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Uneigentliche Bilder

Das sind ungewollte Bilder. Ich nenne sie "uneigentliche Bilder". Sie stammen von meinem runden Palettentisch. Darauf habe ich jahrelang meine Pinsel abgestrichen. Ich mochte sie einfach nicht wegwerfen, zumal ich dafür meine alten Kopfkissenbezüge verwendete und immer dachte, darauf hatte ich ja schließlich viele Jahre geschlafen und geträumt. So, als wäre davon etwas in die Bezüge hineingesickert.

Als ich an Krebs erkrankte, habe ich mich sehr intensiv mit den Akasha-Chronicles und der Musik von Nicholas Lens "Terra Terra" auseinandergesetzt, sogar die lateinischen Texte übersetzen lassen, um sie besser zu verstehen. Unsterblichkeit wird auf Intensivstationen schnell ein Top-Thema.....

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Das ist schon etwa 10 Jahre her - und heute holte mich das Thema schockartig wieder ein, als ich bei Wikipedia nach der richtigen Schreibweise von "Quintessenz" schaute. So soll nämlich die Ausstellung mit diesen Bildern heissen. Da stand doch tatsächlich:

.......... Aristoteles leitete die Existenz der vier Elemente aus vier Grundeigenschaften (trocken, feucht, warm und kalt) her, mit deren Veränderungen sich auch die Elemente ineinander umwandeln. Außerdem sollte ein Äther als fünfte Wesenheit (Quinta essentia) vorhanden sein, als ein fünftes Element, das den vier Elementen der Welt der Erscheinung (Erde, Wasser, Luft und Feuer) als unwandelbares und ewiges Wesen zugrunde liegt und sie durchdringt.

Später wandelte sich die Bedeutung des Wortes hin zu einem Synonym von Kernpunkt, Endergebnis, Hauptgedanke, Wesen einer Sache.

In der indischen Elementenlehre des Vaisheshika entspricht der Äther dem Akasha.

............

Und da war sie dann wieder, die ganze düstere Welt der Therapien und Ängste.

Uwe Friedrichsen, der drei dieser Bilder besitzt, sagte mal: "Eigentlich sind diese Bilder ja die Placenta Deiner gewollten Arbeiten".


Und wenn ich mir jetzt meine ungewollten, meine uneigentlichen "Bilder" anschaue, verdichten sich die ganzen Jahre zu einem farbigen Flickenteppich, zu meiner gemalten Akasha-Chronik.