Surreale Gemälde

Aus Jens Rusch
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"Kafka" 3D-Gemälde auf diversen Materialien. Format 160 x 80 cm. Preis: 8600.- Euro

Surreale Gemälde

Das Wort „Surrealismus“ bedeutet nach der Wikipedia-Definition wörtlich „über dem Realismus“. Etwas, das als surreal bezeichnet wird, wirkt traumhaft im Sinne von unwirklich. Die vom französischen Schriftsteller und Kritiker André Breton seit 1921 in Paris geführte surrealistische Bewegung suchte die eigene Wirklichkeit des Menschen im Unbewussten und verwertete Rausch- und Traumerlebnisse als Quelle der künstlerischen Eingebung und sie bemühte sich darum, das Bewusstsein und die Wirklichkeit global zu erweitern und alle geltenden Werte umzustürzen. Sie ist daher eine anarchistische, revolutionäre Kunst- und Weltauffassung.

Die Bezeichnung „Surrealismus“ geht auf Guillaume Apollinaire zurück, dessen Theaterstück Les Mamelles de Tirésias (Die Brüste des Tiresias) den Untertitel „ein surrealistisches Drama“ trägt. Es wurde im Juni 1917 uraufgeführt und gab der Bewegung den Namen. Im Mai desselben Jahres hatte er den Begriff bereits im Programmzettel zum Ballett Parade erwähnt.

Ausgehend von der dadaistischen Bewegung in Paris stellte auch der Surrealismus eine aufrührerische Kunstbewegung dar, die gegen die unglaubwürdigen Werte der Bourgeoisie antrat, im Gegensatz zum negativ-destruktivistischen Dadaismus jedoch eine konstruktivere Sicht der Dinge propagierte. Beeinflusst vom Symbolismus, Expressionismus, Futurismus, den Schriften Lautréamonts, Alfred Jarrys und den Forschungen Sigmund Freuds stellt der Surrealismus eine nichtrationale und die Gefühle betonende Welt des Traums in den Vordergrund, lehnt jedoch logisch-rationale „bürgerliche“ Kunstauffassungen radikal und provokativ ab. Der Surrealismus verbreitete die Befreiung der „Wörter“ und eine Ästhetik der „kühnen Metapher“.



„Er ist schön […] wie die zufällige Begegnung eines Regenschirmes mit einer Nähmaschine auf dem Seziertisch.“– Lautréamont: Die Gesänge des Maldoror VI,3 (1869)



Galerie

Öl-Gemälde auf unterschiedlichen Malgründen

Steampunk-Insekten

Insektensolisten

Siehe auch: Insekten

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Unterarten

Man kann den Surrealismus in zwei Unterarten unterteilen:

  • veristischer oder auch kritisch-paranoischer Surrealismus (Vereinigung nicht zusammengehöriger Dinge, verdrehte Perspektiven, wie man sie z. B. von Salvador Dalí kennt), genannt Enttextualisierung
  • abstrakter oder absoluter Surrealismus (dasselbe Prinzip wie oben genannt nur ohne jeglichen Realismus, wie z. B. in Bildern von Joan Miró)

Quelle: Wikipedia


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Surrealismus und Klassenkampf

Das Übernatürliche und Unwirkliche ist der Gegenstand, der zentral in der Kunst des Surrealismus stand. Freuds Psychoanalyse war prägend für den Surrealismus und dessen Künstler. Die Künstler des Surrealismus versuchten ihr Unterbewusstes, ihre innere Traumwelt und die Mystik nach außen zu bringen. Für sie war dies ebenso eine "reale" Welt wie die Alltagswirklichkeit.

Ähnlich wie Dada war auch der Surrealismus und seine Künstler stark geprägt von revolutionären Ideen. Auch sie, die Surrealisten, erklärten mit den Mittel ihrer Kunst, der kapitalistischen Herrschaft den Kampf. Sie betonten immer wieder ihre Ablehnung der etablierten Spielregeln und Konventionen. Die bürgerlichen Normen und festgeschriebenen Strukturen waren für sie ein Gefängnis, aus dem es galt auszubrechen.


Der Surrealismus ist der "unsichtbare Strahl", der uns eines Tages unsere Gegner besiegen lassen wird. (André Breton Erstes Manifest des Surrealismus)

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Der Surrealismus und das "Unbewusste"

Der Angriff galt hauptsächlich dem abendländischen rationalen Denken. Das Ziel der Surrealisten war es, Gegensätze in eine Einheit zu bringen. Die Surrealisten strebten danach ihre Kunst in der Alltagswirklichkeit auch zu leben.

Der Surrealismus wollte im Prinzip die Alltagswirklichkeit verschwinden lassen und eine neue Wirklichkeit hervorrufen. Meditationen, Drogen, Trance-Tänze, Träume sind Möglichkeiten um ein "surrealistisches Denken" zu entwickeln. Die Künstler die dies erlebten, versuchen diese Erfahrungen in Bildern festzuhalten. Für die Künstler des Surrealismus bestand es die Kunst darin, das Innere nach Außen zu bringen. Kunst des Surrealismus versucht die Herausforderung, das Unmögliche und das Unterbewusste zu verbildlichen.

"Mit diesen "Formen", von Absinth bis Hypnose und REM-Analyse habe ich experimentiert, bin dann aber zur Erkenntnis gelangt, daß bessere Kenntnisse unserer Speichergewohnheiten und ihrer kognitiven Aufschlüsselung, der ergiebigere Fundus sein könnte. Reduktion komplexer Sinnzusammenhänge auf Metaphern und Symbole - und deren bildhafter Instant-Aufguss machte dann irgendwann die freimaurerische Ikonographie für mich interessant. Daß man es hier verstanden hatte, aus diesen Urzusammenhängen ein Lehrgebäude zu entwickeln, war zwar zunächst verwirrend komplex, erschloss sich mir dann aber immer profunder."--Jens Rusch 08:15, 12. Jan. 2010 (UTC)

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Der Surrealismus beruht auf dem Glauben an die höhere Wirklichkeit gewisser, bis da hin vernachlässigter Assoziationsformen, an die Allmacht des Traumes, an das zweckfreie Spiel des Denkens. Er zielt auf die endgültige Zerstörung aller anderen psychischen Mechanismen und will sich zur Lösung der hauptsächlichen Lebensprobleme an ihre Stelle setzen.


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"Der Mensch täte unrecht wegen einiger ungeheuerlicher geschichtlicher Niederlagen zu verzagen: er hat noch die Freiheit, an seine Freiheit zu glauben. Er ist sein eigener Herr, den alten Zweifeln, die immer wieder aufkommen und seinen blinden, taumelnden Kräften zum Trotz. Weiß er nicht um die kurze verborgene Schönheit und die erreichbare lange Schönheit, die zu verbergen ist? Der Schlüssel zur Liebe, den der Dichter glaubt gefunden zu haben: er suche nur recht - er besitzt ihn. Es liegt nur an ihm. Er wird sich hinausschwingen über das vergängliche Gefühl vom gefahrvollen Leben und vom Sterben. Alle Verbote verachtend, braucht er nur die rächende Waffe der Idee zu ergreifen gegen die Bestialität aller Wesen und aller Dinge, und eines Tages wird er besiegt - doch besiegt nur dann, wenn die Welt mundus ist -, das Feuer seiner tristen Gewehre begrüßen als ein Fanal." schreibt André Breton iin seinem Buch Zweites Manifest des Surrealismus.

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