Solar-Gemälde

Aus Jens Rusch
Wechseln zu: Navigation, Suche
Foto: Susanne Rusch. "Sonnenaufgang im Atelier meines Mannes. Das Bild beginnt, Energie zu erzeugen."
Copyright / Foto: Michael Ruff

Seite im Aufbau

Atelierbesuch. Michael Kühl von Aldra-Solar erkundigt sich über den Fortschritt der Arbeit.

Motiv-Entwickelung

Inhalt und Bedeutung

Technologien, an die wir uns noch gewöhnen müssen, werden für unsere Kinder völlig alltäglich sein. Als die ersten Holländer-Mühlen vor über einem Jahrhundert bei uns installiert wurden, hielt man sie für lebensbedrohend, die ersten Dampfloks ebenfalls. Die Fliehkraft in der Bahn würde irreparable Hirnschäden verursachen. Der Blutdruck wurde mit der Fliehkraft der Erde, Mondanziehung, Ebbe und Flut verglichen. Von der Windtechnologie sagt man zunächst ähnlich Apokalyptisches. Vogelschwärme würden zerschreddert werden, obwohl Belege hierfür seit Beginn der Entwickelung auf sich warten lassen.

Kommende Generationen werden sich diese Sorgen kaum noch in Erinnerung rufen. Sie wachsen wie selbstverständlich mit riesigen Windenergieanlagen und Solarfeldern auf. Kaum eine Architektur, die nicht sonnenzugewandte Flächen zur Eigenstromversorgung nutzen wird. Kein Architekt, der ein Studium ohne diese Themen bewältigt hätte. Unsere Umgebung verändert sich jetzt und heute, vor den Augen kommender Generationen.

Hierfür suchte Jens Rusch bildhafte Entsprechungen. Auf dieser Seite sollen diese Gedanken nachvollziehbar dargestellt werden.

Das "Reich der Lichter"

Während der Arbeit an diesem Gemälde drängte sich ein Gedanke immer wieder in den Vordergrund. Der dunkle, fast nächtlich blaue Himmel des Panels mit seinen attraktiven Silizium-Kristallen erinnerte Jens Rusch an das Gemälde "Das Reich der Lichter" von René Magritte. Dieses Bild ist eine von 15 Versionen Magrittes zum selben Thema über die Gleichzeitigkeit von Tag und Nacht. Während die spielerisch experimentierenden Kinder im Vordergrund fast taghell erscheinen, entwickelt sich der Hintergrund immer kontrastreicher zu einem Nachthimmel. Magritte schrieb zu seinem Bild: "Ich finde, diese Gleichzeitigkeit von Tag und Nacht hat die Kraft zu überraschen und zu bezaubern. Ich nenne diese Kraft Poesie."

"TÛRANOR* PlanetSolar"

Heute, am 7. März 2011 konnte man der Tagespresse entnehmen, daß die photovoltaische Beplankung der "TÛRANOR* PlanetSolar" sogar Nachts bei Sternenlicht Energie erzeugt, und der deutsche Physiker Frank Dimroth (38) stellte mit seinem Team vom Freiburger Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme bereits im Januar 2009 einen Weltrekord auf: Die von ihm konstruierte Dreifachsolarzelle kann 41,1 Prozent der im Sonnenlicht steckenden Energie in elektrischen Strom umwandeln. Es ist also absolut nicht abwegig, wenn auf dem Solar-Gemälde auf Magritte´sche Manier die Gleichzeitigkeit von Tag und Nacht symbolisiert wird.

  • Der Name TÛRANOR bedeutet « Die Stärke der Sonne » oder « Sieg » und stammt aus der Saga von JRR Tolkien « Der Herr der Ringe ».

Technik

Ölgemälde in sogenannter "Mittelton-Malerei" auf Photovoltaic-Paneel. Die Arbeitsweise der Ölmalerei ist traditionell, der "Malgrund" keineswegs. Die gläserne Oberfläche wurde in den zu bemalenden Regionen sandgestrahlt. Die Konturen des eigentlichen Motives wurden mit einer Folienschablone vor dem harten Sandstrahl geschützt.

"New Energy" Messe in Husum 2011

Die letzten Malschritte fanden auf der Messe coram publico statt.

Aldra-Team.jpg

Presse

Die Zukunft auf einer Solarplatte: Maler Jens Rusch (re.) mit Sinje Bellin und Eggert Eicke sowie Carsten Paustian und Joachim Kaltenbach (li.). Foto: Werlich
Kunst auf Photovoltaik - Jens Rusch schließt in der Landsparkasse seine Trilogie ab
Jetzt ist er komplett, der dreiteilige Bilderreigen, der von der Landsparkasse Schenefeld an den Maler Jens Rusch in Auftrag gegeben worden war. Zwei großformatigen Bilder und - als etwas ganz Außergewöhnliches - ein auf einer Photovoltaikplatte gemaltes Bild - stellen die Themen ,,Vergangenheit - Gegenwart und Zukunft dar. Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte der Maler mit Wohnsitz in Brunsbüttel im Rahmen eines Workshops in der Kundenhalle der Landsparkasse das erste der drei Gemälde fertig gestellt und einem großen Publikum vorgestellt. Es zeigt die Gegenwart mit dem in der Region schon bald wieder hoch aktuellen Wacken Open Air sowie mit Eggert Peperkorn und seinem alten Lanz Bulldog. Jens Rusch ist noch heute begeistert von seinen Modellen, die er alle in oder vor der Landsparkasse getroffen hat, allen voran Eggert Peperkorn, ,,der mir direkt vor der Sparkasse über den Weg gelaufen ist". Vor gut drei Monaten erfolgte dann die Präsentation des Gemäldes ,,Vergangenheit". Wieder war der Künstler im Landsparkassenbereich auf die Suche gegangen und fand seine Modelle diesmal im Verwaltungsrat. Diesem wurde das Werk nach einer Sitzung dann auch zuerst vorgestellt. Den Betrachtern gefielen die Motive mit der Postkutsche auf dem alten Marktplatz, dem Viehmarkt, der Darstellung der Bonifatiuskirche und dem hinter hohen Bäumen sichtbar werdenden alte Amtsgericht ausnehmend gut. Nachdem Rusch mitgeteilt hatte, dass das dritte Bild im Zyklus, ganz dem Thema Zukunft entsprechend, auf einer Photovoltaikplatte entstehen soll, wartete alles gespannt auf die Präsentation. Diese fand jetzt im kleinen Rahmen in der Kundenhalle statt. ,,Aktueller denn je", stellte Sparkassendirektor Eggert Eicke beim Anblick der beiden Kinder (aus Reher) vor den modernen Windmühlen fest. ,,Für die kommende Generation werden erneuerbare Energien ganz selbstverständlich sein." Auch sei damit ein Bezug zur Landsparkasse entstanden, die sich seit langem mit regenerativen Energien beschäftigt. ,,Eigentlich war die Solarplatte nicht von Anfang geplant", verriet Jens Rusch, denn ,,gemalt hat darauf noch niemand". Aber die Symbolik sei großartig gewesen und schließlich auch machbar. Während eines Workshops auf der Husum-Messe ,,new energy" sei er auf eine große Resonanz gestoßen, alle Arbeitsgänge habe er Schritt für Schritt dokumentiert. Eggert Eicke und seine beiden Marketingmitarbeiter Joachim Kaltenbach und Sinje Bellin freuten sich über den gelungenen Bilderreigen. ,,Er zeigt das künstlerische Eingehen auf unsere Vorstellungen und den großen Grad der Übereinstimmung." Jens Rusch lobte die gute Zusammenarbeit, die ihm so viel künstlerische Freiheit erlaubt habe. ,,Ein Bild muss sich selbst erklären", sagt Rusch, der als Maler zwar den Realismus bevorzuge, ,,aber immer auch mit einem guten Stück Surrealismus". Die Ausstellung des Bilderreigens und einiger weiterer Werke von Jens Rusch kann noch in der Kundenhalle der Landsparkasse besucht werden.

Unterstützer und Ermöglicher

Solar-Gemäldewww.jpg