Radier-Seminar 2014

Aus Jens Rusch
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Ausstellung "Metal auf Kupfer" in der Galerie Rusch | Brunsbüttel |Schulstraße 38
Bis 15. Juli 2014 Mo - Frei von 15 bis 18 Uhr geöffnet


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Arbeiten mit ungewöhnlichem Thema und ungewöhnlicher Zielsetzung

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Am 4. Oktober übergab jens Rusch die Mappe mit den 8 großformatigen Kupfertiefdrucken, alles Ergebnisse einer einzigen Unterrichtswoche, an Lara Wilke (auf dem Foto rechts) von der Wacken-Foundation. Mit dieser Donation wollen die Teilnehmer seines Sommer-Seminares das großartige Engagement der Wacken-Foundation unterstützen. Vom Erlös der Radierungen soll der Metal-Nachwuchs gefördert werden. Zuvor waren die Bilder auf dem 25ten W:O:A in Waclken ausgestellt worden. Das wurde von den Schöpfern der Werke durchweg als Ehre empfunden und den vielen Besuchern der Ausstellung gefielen die Abbildungen sehr.

Das demonstriert sicher nicht nur das außergewöhnliche Motivationstalent des Künstlers, auch die Technik des Kupfertiefdrucks wird den Kursusteilnehmern durch eine gemeinsame Themenstellung ausgesprochen nachhaltig vermittelt.

Einige der Kursusteilnehmer kannten sich bereits von seinen Seminaren im Künstlerhaus Spiekeroog, aber jedes jahr gibt es auch neue Teilnehmer, die sich vom Elan der Gruppe begeistern lassen.

Es verknüpft sich also altmeisterliche Technik mit durchaus zeitgemäßen Themen. Ein Konzept, das der Künstler fortsetzen möchte. 2015 werden sich die Kursusteilnehmer der Wattolümpiade widmen. Wurden die Wacken-Motive in der Galerie Rusch und auf dem Holy Land ausgestellt, so wird 2015 den Kursusteilnehmern eine Ausstellung direkt auf dem Wattkampfgelände in Brunsbüttel geboten werden.

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Ergebnisse 2014


Ausstellung

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Die Ergebnisse der Seminar-Teilnehmer wurden auf dem W:O*Art in der Ausstellung der Wacken-Foundation ausgestellt. Eine große Ehre für die Kursusteilnehmer. Als Dank spendete jede/r eine Original-Radierung für die Stiftung "Wacken-Foundation".

Die Meisterklasse der Radierkunst: Die malerische Aquatinta

Wer bereits an vorgehenden Kursen teilgenommen hat, kann sich jetzt wahlweise der malerischen Aquatinta zuwenden. Hierbei wird auf die vorbereitende nadelarbeit völlig verzichtet und das Motiv rein malerisch erarbeitet. Hierfür ist eine präzise, seitenverkehrte Aufsichtsvorlage Voraussetzung.

Da hierfür ein hohes Maß an Konzentration erforderlich ist, sollte man seine Zeit sehr genau planen und das Arbeitsmaterial gut vorbereiten. In unseren Rundbriefen erfolgen konkrete Ratschläge für die Teilnehmer.

Für den Mehrfarben-Druck sind Kupferplatten von absolut gleicher Größe eine wichtige Voraussetzung.

Beispiele für Struktur-Experimente

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Die einfachste Möglichkeit, eine Negativ-Struktur vor dem Ätzen zu erzeugen, ist der Stempelabdruck einer vorhandenen Textur, in diesem Fall ein realer Fächer. Mit Asphaltlack wird dieser auf die Druckplatte "abgeklatscht" und die Kupferplatte somit vor Säureeinwirkung partiell geschützt. Diese einfache Methode lässt sich mit jedem erhabenen Material durchführen. Die Kursusteilnehmer sind aufgefordert, solche Materialien zu sammeln und nach Gusto zu verwenden.

Arbeitssituationen

Siehe auch: Kurse und Seminare und Druckvorführung

Marbles


Strichätzung

Die Strichätzung ist die bekannteste Form der eigentlichen Radierung. Ihr Erscheinungsbild kommt dem Kupferstich am Nächsten, zeigt aber dessen auf- und abschwellende "Taillen" nicht. Stattdessen ist der Strich sehr von der Nadelführung des Zeichners abhängig. Im Kursus beginnt fast jede Arbeit mit einer basisgebenden Strichätzung, weil sie dem Schüler Proportionssicherheit bietet.

Nadelarbeit und Schraffuren

Mit Radiernadel, Drahtbürsten, Rouletten und Mouletten, Sternrädern oder anderen Instrumenten wird der Schutzlack zeichnerisch "verletzt". An diesen Stellen ist die Kupferplatte ätzbar und der Strich teilt sich im Andruck als sichtbare Linie mit.

Aquatinta

Strukturen

Schon mit einfachsten Mittel, wie in diesem Beispiel mit einer kreisrunden Schablone und etwas Haushaltsaluminium können brauchbare Stempelstrukturen erzielt werden. Mit Asphaltlack und Asphaltstaub werden diese Strukturen ätzbar und also auch druckbar.

Kosten

Basis-Kursus

Basis-Kursus Montag bis Freitag jeweils am Vormittag von 9 bis 12 Uhr
Der Basis-Kursus (Strichätzung, Aquatinta, Schabkunst, Strukturen) kostet 168.- €

Intensiv-Kursus

Der Intensiv-Kursus beinhaltet den Basis-Kursus an den Vormittagen plus Nachmittags-Unterricht von 15 bis 18 Uhr und kostet pauschal 320.- Euro. (Wie in den Vorjahren)

Freie Kombination

Kursusteilnehmer, die bereits den Basis-Kursus belegt haben und einzelne Nachmittage hinzu belegen möchten, zahlen hierfür je 35.- €

Rückblicke und Arbeitsergebnisse von Kursus-Teilnehmern

Die beste Möglichkeit, sich darüber zu informieren, was man in diesen Workshops tatsächlich erlernen kann, sind die Ergebnisse früherer Workshop-Teilnehmer. Teilweise kamen diese ohne jegliche Vorkenntnisse in die Kurse, während andere bereits frühere Seminare belegt hatten. Ein bunter Talente-Mix also.


Anfahrt und Unterkunft

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