Planet Alsen

Aus Jens Rusch
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"Weltenbaum" 210 x 264 cm



Atelier auf "Planet Alsen"

Jens Rusch hatte durch das Engagement seines Freundes Martin Kayenburg vier Jahre lang ein Atelier auf dem Abbruchgelände "Planet Alsen". Dort entstanden über 40 großformatige Gemälde, die sich erheblich vom übrigen Schaffen des Künstlers unterscheiden.

"Schlangenpfad" 210 x 264 cm
"Brandberg" 210 x 264 cm
"Analogiezauber" (Porters) 210 x 264 cm
"Amis" 244 x 122 cm
Laudatio Prof. Karl-Georg Lanser
"Ga'aseb" 244 x 122 cm
"Elchkuh" 210 x 264 cm
"Delphine" 210 x 264 cm

Die Grundidee

Der Gedanke entstand ursprünglich durch die Gespräche mit Arthur Boskamp, während der von den Beiden so geschätzten Schachspiel-Abende und gelegentlicher gemeinsamer Ausflüge mit den Ehefrauen zu naheliegenden Esslokalen. Der gemeinsame Nenner war immer ein identischer Verdruss der Gesprächspartner über den etablierten Kulturbetrieb. So war es naheliegend, dass man sich Gedanken darüber machte, wie sich künstlerische Betätigung im Ursprung gestaltete und wie er dann im Laufe der menschlichen Kulturgeschichte zu dem mutierte, was uns heute überwiegend suspekt erscheint und nicht selten verdriesst. "Günstlingswirtschaft und Klüngelei" waren die Argumente, die Arthur Boskamp immer wieder erbosten und die letztlich dazu führten, dass er selbst im Rahmen seiner Möglichkeiten autarke Förderstrukturen in Hohenlockstedt entwickelte und etablierte. Bei Jens Rusch entwickelten sich diese Ursprungs-Fragen zu einer selbstkritischen Überprüfung eigener Intensionen: "Wie korrumpiert der Kulturbetrieb den Künstler und wieweit korrumpiert er sich selbst durch bereitwillige Anpassung?" Zur Selbstüberprüfung entwickelte der Künstler die Idee, ein separiertes Atelier einzurichten, in dem weder kommerzielle Absichten noch geschmäcklerische Anpassung ein Zugang gewährt werden sollte. Sein Freund Martin Kayenburg unterstützte die Idee und half dabei, auf dem Abbruchgelände der Firma Alsen ein Atelier mit Licht, Wasser und Heizung auszustatten.

Das Alsen-Atelier

Im Laufe von vier Jahren entstanden bis 1991 auf dem Abbruchgelände der Zementfabrik "Alsen" ca. 30 großformatige Gemälde auf Hartfaserplatten in einem Atelier, das Jens Rusch heute als "Therapie-Atelier" bezeichnet. Der Künstler befand sich in einer tiefen Krise und benutzte diese Arbeiten, um sich selbst zu konsolidieren. Das ist der Grund, weshalb sich diese Arbeiten erheblich von seinem übrigen Schaffen unterscheidet. In den Nachbar-Ateliers arbeiteten zu diesem Zeitpunkt auch Eberhard Liebe und Friedel Anderson. Der Dialog unter den Künstlern trug erheblich zum Gelingen des therapeutischen Prozesses bei.

Motivation und Recherche

Für den Zyklus hatte J. Rusch umfangreiche Studien betrieben, nahm Kontakt zu Tillman Lenssen-Erz an der Uni Köln auf, der Archivierungs-Arbeiten am Upper-Brandberg in Namibia betrieb. Die Skizzen und Aufzeichnungen von Harald Pager bildeten nun die Basis. Es sind die ältesten Ritzzeichnungen der Menschheit. Der Künstler stellte sich der Frage: Weshalb und unter welchen Bedingungen entstanden künstlerische Artikulierungen? Es gab weder Kunstmarkt, noch ein kommerzielles Interesse in irgendeiner Form. Die Werke ließen sich weder transportieren, noch veräußern.

Ausgangsmaterial

Publikation der Felskunst des Brandberg/Daureb, wie sie von Harald Pager († 1985) im Auftrag des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Uni Köln dokumentiert wurde.
Beschreibung: Die weltweit einmalig umfassende und genaue Dokumentation der Felskunst des Brandberg/Daureb, die der verstorbene Harald Pager zwischen 1977 und 1985 anlegte, wird in wissenschaftliche Katalogen vollständig vorgelegt (die Bände 1-6 erschienen 1989, 1993, 1995, 1998, 2000, 2006)


Die Bedeutung der Malereien

Quelle: Tillman Lenssen-Erz Malen war bedeutender Bestandteil der Riten, wozu auch Heilungszeremonien und soziales Management zu rechnen sind. Daneben spielten Malereien eine wichtige Rolle als komplexes Kommunikationsmedium mit dem das gesamte kulturelle Wissen (das enzyklopädische Wissen) erinnert und von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Die Bilder von Menschen transportieren häufig die Ideale „Gemeinschaft, Gleichheit und Mobilität“ mit denen das Idealbild einer „Person“ ohne Rang, Status, Alter und sogar Geschlecht propagiert wird (etwa 80% der menschlichen Darstellungen fallen in diese Kategorie). Die Rollen von Mann und Frau spielen eine untergeordnete Rolle so dass nur 20% der Figuren mit eindeutigen Geschlechtsmerkmalen gekennzeichnet sind. Wenn sie markiert sind, dann sind Männer eng mit der materiellen Kultur verbunden, während Frauen mit Kommunikation und Gemeinschaftsriten und –zeremonien assoziiert werden. Gelegentlich könnten Bilder mit veränderten Bewusstseinszuständen verbunden sein, so wie sie bei Schamanen im Trancezustand auftreten und als wichtiger Bestandteil zu Heilungsriten gehören. Tiere sind mit dem ökologischen Wissen und Verständnis verknüpft und werden z.T. als Ideal einer intakten, reich ausgestatteten Natur verstanden. Es fehlen weitestgehend (wenn nicht gar vollständig): Szenen der Jagd, des Kampfes und Frauen am Lagerplatz.

Therapeutischer Prozess

Laudatio Prof. Karl-Georg Lanser

Felsenbilder in meiner Höhle

In einer gemeinsamen Ausstellung mit seinem Freund Hans Pierre Schumann stellte Jens Rusch die Arbeiten im Elbeforum der Stadt Brunsbüttel vor. Die Laudatio hielt Prof. Karl-Georg Lanser. Die Plakate zur Ausstellung mussten zweimal gedruckt werden, weil die Stadtgaleristin darauf bestand, den Schriftzug "Stadtgalerie" zu entfernen, weil die Ausstellung nicht dem geforderten Niveau der Stadtgalerie entspräche.

Die menschliche Hybris suggerierte, daß wir uns im evolutionären Prozeß unaufhaltsam, geradezu automatisch, von Stufe zu Stufe entwickeln zu höherer geistiger Einsicht und technischer Vollkommenheit.

Ausdruck sollte dieser Reifungsvorgans auch in der künstlerischen Expression finden und wäre somit exemplarisch für die Entwicklung von primitiven Hominoiden zum modernen Menschen. So schafften Künstler in jeder menschlichen Epoche Neues, Monumentales, Sensationelles, Revolutionäres.

Das wirklich Neue in unserem Kunstverständnis, daß unser Weltbild mehr veränderte als die Rückbesinnung auf das Altertum und die nachfolgenden Jahrhunderte vollzog sich in aller Stille. Es war gefolgt von jahrelangem Unglauben, da es im wahrsten Sinne des Wortes die Ansichten über die Entwicklung der Kunst umstürzte. Es vollzog sich auch noch in einer Region, die in der bewußten Vergangenheit nicht auch nur ansatzweise mit einer künstlerischen Hochleistung in Beziehung gebracht werden konnte.

Alles begann im Jahre 1878, als die Tochter von Marcelino de Sautuolas ihren entlaufenen kleinen Hund suchte und die "Sixtinische Kapelle der vorzeitlichen Kunst", die Höhlen von Altamira (Spanien) entdeckte. An der niedrigsten Decke des Seitensaals erblickte sie Malereien von solcher Intensität, daß sich ihr Vater erst 1880 entschloß, mit seiner Behauptung an die Öffentlichkeit zu gehen, es handelte sich um paläolithische Höhlenmalerei. Er war sich bewußt, daß "er den heftigsten Widerspruch ernten würde zu einer Zeit der Diskussion über die Theorien von Darwin, wo niemand erwartete, eine so hochentwickelte Kunst zu finden, die das überraschende Kulturniveau und die künstlerische Begabung der eiszeitlichen Menschen bewies", (J. Jelinek)

In den vergangenen 100 Jahren sind nahezu überall in der Welt Felsen und Höhlen erforscht worden, an und in denen sich Kunstwerke derjenigen Menschen fanden, die gemeinhin als primitiv, auch im künstlerischen Sinne, angesehen wurden. Die symbolischen oder bildlichen Darstellungen aus dem Leben der Urbewohner der Erde faszinierten nicht nur, sondern führten auch zu der Erkenntnis der Kunsthistoriker, daß alle bekannten Stilrichtungen wie Naturalismus, lmpressionismus, Pointilismus, ja auch abstrakte Malerei nicht Weiterentwicklungen, sondern Vorbestehend sind.

lnzwischen hat die moderne Humangenetik fast zweifelsfrei bewiesen, daß die Einmaligkeit der menschlichen Schöpfung sich in einer kleinen, engumgrenzten Region in Ostafrika vollzog (L. L. Cavalli-Sforza). Von hier wanderte der urzeitliche Mensch über Nordafrika, die Sinai-Halbinsel nach Kleinasien und besiedelte Asien, Europa, Amerika, Australien.

Er änderte seine Hautfarbe und seine Lebensform entsprechend den jeweiligen Umweltbedingungen, aber nicht seine künstlerischen Ausdrucksformen, da es offensichtlich nichts mehr zu verändern gab.

Die ältesten derzeit bekannten Malereien sind mehr als 40000 Jahre alt und haben die Eiszeiten sowie geologische Veränderungen der Erde überlebt. Der gedankliche Schluß mag zulässig sein, daß nicht nur die Menschwerdung, sondern auch der elementare künstlerische Ausdruck in allen seinen Varianten so einmalig ist, daß er sich nur einmal vollziehen konnte.

Dieses wird auch darin untermauert, daß die Linguistik mit Nilfe der Computertechnologie nachgewiesen hat, daß alle Dialekte und Sprachen der Erde auf eine einzige Ursprache sich begründen. Somit ist auch die "Erfindung" der verbalen Kommunikation einmalig. "Am Anfang war das Wort. Alles ist durch das Wort geworden. ln ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen." (Die Bibel - Evangelium des Johannes)


Die allumfassende Einmaligkeit des Schöpfungsaktes im Glaubenssinne findet somit auch in den künstlerischen Fähigkeiten seinen Ausdruck. lm Menschen sind Begabungen und Fertigkeiten verborgen, die von Anbeginn angelegt sind. Das ewige Wissen um die Tatsache der verketteten Beziehung zum Ursprung ist nicht nur in steinernen Hohlen zu erkennen, sondern ist offenbar in uns, in den Höhlen des Einzelnen, so verankert, daß es - wenn auch über menschliche Generationen, über Jahrhunderte und Jahrtausende verborgen -weiter existiert und nur immer wiederentdeckt werden muß.

Geist, Sprache, Gefühle, Kunst sind "Sixtinrsche Kathedralen der Vorgeschichte" im Menschen, die wir nicht nur zu bewahren haben, zu entdecken, zu erforschen, sondern wieder zu entdecken, erneut zu erforschen, zu öffnen und offenzuhalten.

Hat Jens Rusch diesen Weg beschritten und ist das Wagnis eingegangen, den paläolithischen Menschen in sich zu entdecken oder hat er, der eine naturalistische Ausbildung genossen hat, nur der Faszination unendlich schoner, mindestens 27 000 Jahre alter Felsmalereien des Hohen Brandberges in Namibia erlegen, wie er sie auf den Reprints von Harald Pager sah, ein neues künstlerisches Ausdrucksfeld gesucht?

Ist man geneigt, ihm im privaten Gespraich als noch weitgehend Fremder auch zwischen den Worten des verkaufsgeschulten Künstlers, dessen Schaffensductus sich nicht unwesentlich an der Höhle "Portemonaie" orientierte, zuzuhören, so wird der andere Jens Rusch immer deutlicher: "Meine herkömmliche Komposition bereitet mir Unbehagen! Ein infantiler, primitiver, naiver Trieb zwang mich "kaputtzumalen"! Es war destruktives Malen! Wo mich etwas störte, habe ich es weg gemalt! Ich habe mit Wut gemalt! So etwas kann man nicht machen wollen!" So spricht der Archetypus Rusch und wird sich gleichzeitig bewußt, daß er den Schritt noch nicht endgültig vollzogen hat, erst auf dem Weg ist. Denn er fügt hinzu - nicht aus Selbstzleifel, sondern aus der Erkenntnis - "man wird über mich sagen, da bildet sich wieder ein Künstler ein, daß er alles kann und wollen darf".

Warum Höhlenmalerei? Höhlen verbergen und schützen. Sie liegen versteckt, getarnt, verschlossen. Keiner gibt seine Höhle gerne bekannt, läßt sie öffnen, läßt sie erforschen. Von der Höhle Gebärmutter, den Höhlen, welche wir als Kinder gebaut haben, unsere heimische Hohle bis zu der Höhle unseres lnneren ist eine gerade Verbindung.

Die individuelle Höhle beinhaltet Empfindungen, Gefühle, Wünsche und Träume, nicht nur Gutes und Liebenswertes, sondern auch Aggression, Haß und Böswilligkeit. Aber auch Klang, Farbe, Zauber von Licht, wenn sie erleuchtet wird, Stille, Atmosphäre und Reflexion. Während es uns meist selbst kaum gelingt, in unsere innere Höhle herabzusteigen, sie zu erforschen, den lnhalt zu erkennen, um so haltnäckiger verteidigen wir ihren Eingang, wenn andere Menschen versuchen, diesen Weg zu beschreiten. Wir legen lrrwege an, Fallen und Geheimtüren, um uns zu schützen in dem Versuch, nicht allzuviel von dem preiszugeben, was wir vielleicht selbst nicht bereit sind, zu erkennen. Die Angst vor Selbsterkenntnis ist protektives Schild.

Um so bemerkenswerler ist es, wenn ein Mensch wie der Künstler Jens Rusch versucht, mit seinen Stilmitteln der destruktiven Malerei uns, den Betrachtern, seine Höhle zu öffnen und uns in ihn eintreten zu lassen. Die Bilder zeigen uns den Weg zum inneren Reich des Jens Rusch. Nicht die Einmaligkeit dieser Bilder, sondern die Einzigartigkeit des Versuchs der Offenlegung der Erfahrung des Jens Rusch, sich als Glied der archaischen Kette von Kunstschaffenden zu verstehen, sollte unsere Bewunderung heworrufen. Wir sind aufgefordert, zu folgen und uns selbst beim Betrachten der Bilder zu hinterfragen, ob wir uns vielleicht auch in Teilkompositionen erkennen und entdecken, daß in uns eine "Sixtinische Kapelle der Vorgeschichte' existiert. Dann hätte der paläolithische Maler Rusch mehr geschaffen als persönliche destruktive Malerei aus und für sich, sondern reflektiertes konstruktives Erinnern in uns.

Prof. Dr. Karlgeorg Lanser 1991

Übergabe aller Bilder aus dem Zyklus an die Wacken-Foundation

Bilder im Müll-Container

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Alsen-Zyklus von Jens Rusch geht an die Wacken-Foundation

" Die Elchkuh ist vom Eis "


Die Formate der Gemälde sind beachtlich - einige von ihnen sind über 270 x 210 cm groß - und entsprechend dürfte auch ihr Wert sein, denn der Künstler Jens Rusch ist in Schleswig-Holstein durchaus kein Unbekannter. Seine Werke hängen im Landtag, ein Schleswig-Holstein Symbol-Gemälde sogar in der Staatskanzlei, in Banken und Reedereien. Seine Bronzen stehen im öffentlichen Raum. Er erhielt Kulturpreise und Auszeichnungen. Weshalb verschenkt so einer einen kompletten Bilder-Zyklus ? Seine Antwort:


"Weil sie in einer vierjährigen Ausnahme-Situation entstanden, und sie grenzen sich deutlich von meinem übrigen Werk ab ". Vier Jahre lang hatte ihm sein Freund Martin Kayenburg, bevor dieser Landtagspräsident wurde, auf dem Alsen-Abbruchgelände in Itzehoe ein Atelier zur Verfügung gestellt. Das Graffiti-Mekka wurde für Rusch zur Burn-Out-Bastion in der er sich seinen Frust und seine Wut über einen künstlerfernen Kunstmarkt von der Seele malte.


Ihn bewegte die Frage: Weshalb und unter welchen Bedingungen entstanden künstlerische Artikulierungen überhaupt ? Er besorgte sich Unterlagen über Höhlenmalereien und Felsritzzeichnungen, lernte Harald Pager kennen, der für die Uni Köln Studien am Brandberg in Namibia machte und durfte dessen Skizzen für seine Gemälde benutzen. Für die ersten steinzeitlichen Wandmalereien gab es weder einen Kunstmarkt, noch ein kommerzielles Interesse in irgendeiner Form. Die Werke ließen sich weder transportieren, noch veräußern. Andere, sehr frühe Felsritzzeichnungen, wie das der hier abgebildeten Elchkuh fand er in Nordschweden.


Nach diesen vier Burn-Out-Jahren wurden die Bilder in einer Halle der Pralinenfabrik Wagner in Brunsbüttel eingelagert und als Leihgaben Kanzleien, Freunden oder dem Theater Itzehoe anvertraut. Doch dann gab es einen Aufschrei, als bei Aufräumarbeiten des Lagers kleinere Bilder aus dem Zyklus in einem Müllcontainer landeten. Ursprünglich gab es eine Vorstellung, die Gemälde könnten das Projekt "Planet Alsen", für das eine eigene Stiftung geplant war, bereichern - aber diese Idee gelangte nicht zur Realisierung. Nun war ein gravierender Handlungsbedarf entstanden.


Parallel hatte Jens Rusch sich intensiv mit einem weiteren, umfangreichen Wacken-Bilder-Zyklus beschäftigt. Dieses Projekt erhielt den Arbeitstitel W:O*Art und in diesem Zusammenhang lernte Rusch auch das Förderprojekt "Wacken-Foundation" kennen und schätzen. "Die Ziele von Holger Hübner und Thomas Jensen, mit dieser Stiftung künstlerischen Nachwuchs zu fördern, deckt sich vollkommen mit meinen eigenen Vorstellungen" sagt der Künstler, der für sein eigenes Engagement im vergangenen Jahr die Auszeichnung "Mensch des Jahres" vom Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag erhielt.


Es mag makaber erscheinen, aber der materielle Wert von Kunst folgt eigentümlichen Kriterien. Hinterlassenschaften, Künstlernachlässe, zumal wenn sie komplette Schaffensphasen dokumentieren, erzielen hohe Preise erst nach dem Ableben des Künstlers. Deshalb ist der Ratschlag des Künstlers selbst an die Wacken-Foundation, die Gemälde zunächst einzulagern, in diesem Lichte zu verstehen. Einen Einfluss hat er nach der Übergabe jedoch auf diese Vorgänge nicht mehr. Was mit den Arbeiten geschehen wird, bestimmt nach deutschem Stiftungsrecht nun ausschließlich der Stiftungsvorstand.


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Grimaldi3.jpg
"Hungorob" 244 x 122 cm
"Hungorob", Jagdzauber 210 x 264 cm