Motiv-Entwickelung

Aus Jens Rusch
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Den zusammenfassenden Video-Zwischenbericht von Hauke Mormann sh:z kann man hier sehen: "Ein Solar-Modul wird zum Kunstwerk"
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Die Idee

Auf den nachstehenden Bildern wird ein Prozess im Vorfeld eines ungewöhnlichen Gemäldes nachvollziehbar. Bislang ist weltweit noch kein Bild mit einer inhaltlichen Aussage über dieses Thema in ähnlicher Form entstanden. Zumindest nicht auf einer Solar-Platte. Somit betreten wir mit diesem Experiment definitiv "Terra incognita". Sie haben erstmals die Möglichkeit, uns dabei ein Stückchen zu begleiten.

Die technische Herausforderung für einen Maler, der an Keilrahmen, Leinwände und seine übliche Atelier gewöhnt ist, bringt unsichere Schritte auf ungesichertem Terrain mit sich. Auch Rückschläge, wie die nachstehende kleine Dokumentation zeigen wird.

Jens Rusch hat dabei die Stimme seines Lehrers Prof. E. Schlotter im Ohr: "Machen Sie Fehler! Mit großer Bereitschaft. Aber merken Sie sich akribisch genau, was schief gelaufen ist, damit Sie daraus lernen und diese Fehler künftig vermeiden."

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Technologien, an die wir uns noch gewöhnen müssen, werden für unsere Kinder völlig alltäglich sein. Als die ersten Holländer-Mühlen vor über einem Jahrhundert bei uns installiert wurden, hielt man sie für lebensbedrohend, die ersten Dampfloks ebenfalls. Die Fliehkraft in der Bahn würde irreparable Hirnschäden verursachen. Der Blutdruck wurde mit der Fliehkraft der Erde, Mondanziehung, Ebbe und Flut verglichen. Von der Windtechnologie sagt man zunächst ähnlich Apokalyptisches. Vogelschwärme würden zerschreddert werden, obwohl Belege hierfür seit Beginn der Entwickelung auf sich warten lassen.

Kommende Generationen werden sich diese Sorgen kaum noch in Erinnerung rufen. Sie wachsen wie selbstverständlich mit riesigen Windenergieanlagen und Solarfeldern auf. Kaum eine Architektur, die nicht sonnenzugewandte Flächen zur Eigenstromversorgung nutzen wird. Kein Architekt, der ein Studium ohne diese Themen bewältigt hätte. Unsere Umgebung verändert sich jetzt und heute, vor den Augen kommender Generationen.

Hierfür suchte Jens Rusch bildhafte Entsprechungen. Auf dieser Seite sollen diese Gedanken nachvollziehbar dargestellt werden.

Das Material

Das Malen auf Solar-Panelen wurde bislang von keinem einzigen Künstler erprobt. Testreihen und Material-Versuche sind also unausweichlich.

Die Photovoltaic-Platte wurde großzügigerweise von Aldra-Solar gesponsert und ist voll funktionstüchtig. Michael Kühl: "Eigentlich könnte sich das Bild später selbst beleuchten". Beim Anfertigen der Schablone für die morgen angesetzte Sandstrahl-Vorbereitung zeichnen sich erste Probleme ab: Das Glas ist derartig widerstandsfähig, daß es unmöglich ist, die Scheibe mit einem superscharfen Cutter auch nur zu ritzen. Wenn der Sandstrahl also sehr hart eingestellt werden muß, wird die Folie vermutlich nicht standhalten. Mal sehen, was die Leute von "Korro-Service" drauf haben.

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Das Schlimmste ist eingetroffen: Die Solarplatte ist beim Sandstrahlen wie die Frontscheibe eines PKWs zersprungen. Der Sandtrahldruck betrug lediglich 3 Bar. "Da kann man seine Hand hineinhalten, um Nagellack zu entfernen" sagte mir der Mitarbeiter. Der Grund für das Zerspringen der Platte liegt in der Oberflächenspannung.Das sind halt Erfahrungen, die einem niemand ersparen kann. Ich hätte gern auf den Rat Anderer gehört, aber die gibt es eben nicht, wenn man Neuland betritt.

Sponsoren

Unterstützt durch

Virtueller Atelierbesuch

Interaktiv zu erleben auf der Sphären-Website von Michael Hundrieser 3DSolar.jpg

Siehe auch:

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