Malerei-Seminar 2016

Aus Jens Rusch
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Malerei-Seminar 2016

Der Kursus 2016 findet vom 21. bis zum 25. März statt.


"Du möchtest wissen, wie meine Bilder entstehen? Ich verrate es Dir. Mehr noch: Ich zeige Dir, wie Du zu ähnlichen Ergebnissen kommen kannst.

Wichtigste Voraussetzung: Du musst genau hinschauen und gut zuhören."


Siehe auch:


Aktualisierung: Die Farbe "Delftblau" ist leider im Handel nur noch als zufälliger Restposten zu haben. Glücklich, wer davon noch eine Tube erwischt.

Bitte bringt keine Lidl- oder Aldi-Malkästen mit, das ist Müll. Es gibt vergleichbare Preise bereits bei Norma oder anderen Studio-Ausführungen. Lukas und Schmincke sind zuverlässig und preiswert. "Mussini" ist die teure Edelklasse - muss aber bei unseren Übungseinsätzen nicht unbedingt sein.

Beschränkt Euch nicht auf die Grundfarben. Damit kann man mit etwas Erfahrung praktisch jede Farbe mischen, aber Ungeübte verbrauchen mehrere Tuben, um überhaupt in die Nähe des gewünschten Effektes zu gelangen. Ihr spart praktisch Geld, wenn Ihr Eure Palette etwas facettenreicher anlegt.

Wichtig sind vor Allem jene Farben, die man braucht, um die Grundfarben zu "brechen" - und dazu verwendet man überwiegend die Erdfarben. Diese Skala reicht von Ocker bis Vandyke-Braun.

Man kann aus den Farbbezeichnungen bereits viel erkennen. "Goldocker" heisst nicht ohne Grund so. Für die Mitteltöne der Hautfarben nimmt man seit Jahrhunderten Terra Pozuoli und Englisch-Rot, oft gemischt mit etwas Sienna. "Fleischtöne" nimmt man lediglich zum Aufhellen dieser Grundtöne, nicht etwa zum Schmincken.

Blaue Himmelstöne gibt es nicht in der Tube, man bricht diese Töne mit Stil de Grain oder Sepia.

Für die Skizzen nehmt bitte Acryl und keine Ölfarbe. Die trocknet schneller und bleibt unter den ersten angelegten Lasuren lange sichtbar zu Eurer Orientierung. Auch hier sind Sepia oder Vandyke gute Optionen.

Zum Anlegen der Skizze wäre ein Mantelpinsel eine gute Anschaffung, aber die sind meist zu teuer - und mehrere andere Haarpinsel erfüllen im Wechsel ihren Dienst ebenfalls.

Man kann mit schlechten Pinseln durchaus gute Ergebnisse erzielen, beispielsweise bei Hintergründen oder ruppigen Landschaftsstrukturen. Da tut´s der billige Borstenpinsel aus dem Baumarkt auch. Nur sollte er beim Malen seine Borsten nicht verlieren. Das verhindert man trickreich, indem man einmal fett und nutzlos Acryl damit verstreicht - ihn etwas "nachlässig" reinigt und dann aufrecht mit den Borsten nach oben in ein Behältnis steckt. Die rücklaufenden Acryl-Farbreste binden die Borsten im Heft. Acryl löst sich nach der Aushärtung dann auch nicht mehr auf und die billigen Pinsel behalten ihre Borsten ein Leben lang.

Für feinere Details ist ein Marderhaarpinsel allerdings die bessere Option.

Grober Schlüssel:

  • Borstenpinsel für Hintergründe, Strukturen und Untermalung
  • Rindshaarpinsel für Mitteltöne und Hauptanlagen
  • Marderhaarpinsel für Details
  • Optional Fächerpinsel fürs "Weichziehen", beispielsweise bei Hauttönen oder Wolken.

Keilrahmen und Leinwand

Um einigen Nachfragen gerecht zu werden:

Ich werde Euch gern zeigen, wie man Keilrahmen selbst bespannt. Oft ist es sinnvoll, eine Leinwand zunächst unaufgespannt zu bearbeiten, beispielsweise, wenn man eine Skizze mit Bleistift darauf anfertigen möchte. Mit spitzem Stift würde man schnell die Leinwand durchstechen, wenn sie wie ein Trommelfell auf den Keilrahmen gespannt wurde.

Fertig bespannte Keilrahmen sind heute bereits sehr preiswert zu erhalten, aber die traditionelle Methode hat durchaus Vorteile.

Dafür benötigt Ihr dann einen Tacker und eine Spannzange, die Ihr mitbringen solltet.

Als Übungsformat reichen zunächst 40 x 50 cm - über 70 x 100 sollte man im Kursus nicht hinausgehen. Die Bilder sollen ja auch irgendwie nach Hause transportiert werden. Dafür ist es praktisch, immer zwei gleiche Formate anzufertigen, die man dann mit etwas Abstand - Gesicht an Gesicht - leicht zusammennagelt. dann zeigen nur die sauberen Rückseiten nach außen und man beschmutzt die Autositze nicht. Die Farbe wird dann nämlich bestimmt noch nicht trocken sein.

Habt keine Angst vor grober Leinwand. Solche Leinwandstrukturen bieten viele Vorteile, man kann sie als unregelmäßiges Raster für vehemente Übergänge nutzen.

Diese Ratschläge sollen Euch jedoch nicht davon abhalten, fertig bespannte Keilrahmen mitzubringen.

Diese Ölfarben werden benötigt:

An die bereits angemeldeten Kursusteilnehmer geht jetzt der erste Newsletter raus. Neben den Ratschlägen bezüglich der mitzubringenden Ölfarben, Pinsel etc. erhalten die Teilnehmer viele weitere nützliche Hinweise. Beispielsweise diesen Lasur-Code, den man auf den Tuben vieler qualitätsbewusster Hersteller finden kann:

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Bitte achten Sie beim Kauf von Ölfarben auf diesen Code. Er ermöglicht ein systematisches Herangehen an das Motiv ohne Kontrollverlust.

Die nachstehenden Grundfarben sollten Sie zum Seminar mitbringen. Hier verwenden wir die Farbbezeichnungen der Firma Schmincke es können aber auch ohne Weiteres andere Hersteller benutzt werden. In der Regel lassen sich alle Ölfarben problemlos untereinander mischen.

Titan-Deckweiß und zum Vorhöhen besonders geeignet: Elfenbein
Stil de grain brun zum "Brechen" anderer Farben
Vandyckbraun zum Aufdunkeln. Gibt es sowohl lasierend, wie auch deckend. Beide sind nützlich.
Delftblau gemeinsam mit "Stil de grain brun, sehr brauchbar für Mitteltongrundierung und indifferente Farbanlagen. (Aber nur noch schwer zu erhalten).

Diese vier Farben benötigen wir zum Brechen und Modellieren. Sie sind gewissermaßen unverzichtbar. Alle weiteren Töne wählen Sie bitte nach persönlicher Vorliebe und Geschmack aus. Als hilfreich erweist sich übrigens auch, wenn man zu einem lasierenden Farbton einen ähnlichen, aber deckenden Ton anschafft.

Trickreiche Zusatz-Ölfarben

Für Kursus-Teilnehmer, die es ganz genau wissen wollen, fügen wir hier einige zusätzliche Farben auf, die nicht unbedingt benötigt werden, aber doch sehr hilfreich sein können. Die Liste wird ergänzt.

  • Paynesgrau Zum Aufdunkeln, aber ungleich interessanter in Mischbereichen, als andere Schwarz-Töne
  • Sfumato Der lasierende Klassiker unter den wunderbar steuerbaren Schattenerzeugern

"Mussini" - Ölfarben sind sehr hochwertig, aber auch teuer. Zum Üben reichen die wesentlich preiswerteren "Akademie"-Farben völlig aus. Alle Farbqualitäten lassen sich untereinander mischen.

Dabei kann sich diese Farbmusterkarte als hilfreich erweisen.



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Solch ein einfacher "Malstock" verschafft Ihnen eine ruhige Hand bei Detailarbeiten an Ihrem Gemälde. Es gibt diese im Fachhandel, aber es ist auch nicht weiter schwierig, sich einen Rundstab im Baumarkt zu kaufen und einen Malstock selbst anzufertigen.

Eine Staffelei brauchen die Kursusteilnehmer nicht mitzubringen, es sei denn, man bevorzugt das Arbeiten mit einer Tischstaffelei.

Als "Malmittel" genügt zunächst einfaches Terpentinöl. Wer es gleich etwas besser machen möchte, besorgt sich "Balsam-Terpentin". Im Gegensatz zum einfachen Terpentinöl (Raffinerie-Produkt) ist es meist pflanzlicher Herkunft, riecht besser, und verursacht keine Kopfschmerzen. Zudem werden Trocknungsrisse vermieden, weil es geschmeidiger ist und die Farbbrillanz bleibt unverändert. Wer den Trocknungsprozess verzögern möchte, mischt etwas Leinöl hinzu.

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Gebühren

Basis-Kursus

Basis-Kursus Montag bis Freitag jeweils am Vormittag von 9 bis 12 Uhr
Der Basis-Kursus kostet 168.- €

Intensiv-Kursus

Der Intensiv-Kursus beinhaltet den Basis-Kursus an den Vormittagen plus Nachmittags-Unterricht von 15 bis 18 Uhr und kostet pauschal 320.- Euro.

Freie Kombination

Kursusteilnehmer, die bereits den Basis-Kursus belegt haben und einzelne Nachmittage hinzu belegen möchten, zahlen hierfür je 35.- € pro Nachmittag.

Anfahrt und Unterkunft

Hotels und Pensionen in Spaziergang-Nähe:

Rückblicke

Die Vormittags-Gruppe 2015
Teilnehmer des Seminares 2014