Malerei-Seminar 2015

Aus Jens Rusch
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"Du meinst, Du könntest das nicht ? Auch jeder professionelle Künstler hatte einmal diese Ängste angesichts einer drohenden, weißen Leinwand."


Siehe auch:


Aktualisierung: Die Farbe "Delftblau" ist leider im Handel nur noch als zufälliger Restposten zu haben. Glücklich, wer davon noch eine Tube erwischt.

Bitte bringt keine Lidl- oder Aldi-Malkästen mit, das ist Müll. Es gibt vergleichbare Preise bereits bei Norma oder anderen Studio-Ausführungen. Lukas und Schmincke sind zuverlässig und preiswert. "Mussini" ist die teure Edelklasse - muss aber bei unseren Übungseinsätzen nicht unbedingt sein.

Beschränkt Euch nicht auf die Grundfarben. Damit kann man mit etwas Erfahrung praktisch jede Farbe mischen, aber Ungeübte verbrauchen mehrere Tuben, um überhaupt in die Nähe des gewünschten Effektes zu gelangen. Ihr spart praktisch Geld, wenn Ihr Eure Palette etwas facettenreicher anlegt.

Wichtig sind vor Allem jene Farben, die man braucht, um die Grundfarben zu "brechen" - und dazu verwendet man überwiegend die Erdfarben. Diese Skala reicht von Ocker bis Vandyke-Braun.

Man kann aus den Farbbezeichnungen bereits viel erkennen. "Goldocker" heisst nicht ohne Grund so. Für die Mitteltöne der Hautfarben nimmt man seit Jahrhunderten Terra Pozuoli und Englisch-Rot, oft gemischt mit etwas Sienna. "Fleischtöne" nimmt man lediglich zum Aufhellen dieser Grundtöne, nicht etwa zum Schmincken.

Blaue Himmelstöne gibt es nicht in der Tube, man bricht diese Töne mit Stil de Grain oder Sepia.

Für die Skizzen nehmt bitte Acryl und keine Ölfarbe. Die trocknet schneller und bleibt unter den ersten angelegten Lasuren lange sichtbar zu Eurer Orientierung. Auch hier sind Sepia oder Vandyke gute Optionen.

Zum Anlegen der Skizze wäre ein Mantelpinsel eine gute Anschaffung, aber die sind meist zu teuer - und mehrere andere Haarpinsel erfüllen im Wechsel ihren Dienst ebenfalls.

Man kann mit schlechten Pinseln durchaus gute Ergebnisse erzielen, beispielsweise bei Hintergründen oder ruppigen Landschaftsstrukturen. Da tut´s der billige Borstenpinsel aus dem Baumarkt auch. Nur sollte er beim Malen seine Borsten nicht verlieren. Das verhindert man trickreich, indem man einmal fett und nutzlos Acryl damit verstreicht - ihn etwas "nachlässig" reinigt und dann aufrecht mit den Borsten nach oben in ein Behältnis steckt. Die rücklaufenden Acryl-Farbreste binden die Borsten im Heft. Acryl löst sich nach der Aushärtung dann auch nicht mehr auf und die billigen Pinsel behalten ihre Borsten ein Leben lang.

Für feinere Details ist ein Marderhaarpinsel allerdings die bessere Option.

Grober Schlüssel:

  • Borstenpinsel für Hintergründe, Strukturen und Untermalung
  • Rindshaarpinsel für Mitteltöne und Hauptanlagen
  • Marderhaarpinsel für Details
  • Optional Fächerpinsel fürs "Weichziehen", beispielsweise bei Hauttönen oder Wolken.


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Malerei-Seminar 2015

Es ist der zweite Malkursus, der im Brunsbütteler Atelier von Jens Rusch stattfinden wird. Nach den mutmachenden Ergebnissen des Vorjahres ( Foto) wird das einwöchige Seminar in der Karwoche fortgesetzt und die ersten Anmeldungen liegen auch bereits vor. Aber es sind noch Plätze für Kurzentschlossene frei. Auf der Homepage des Künstlers steht zu lesen: "Du meinst, Du könntest das nicht ? Auch jeder professionelle Künstler hatte einmal diese Ängste angesichts einer drohenden, weißen Leinwand." Es gibt handwerkliche Finessen, die man durchaus erlernen kann. Jens Rusch hat sich selbst immer vorrangig als Handwerker betrachtet, davon konnten bereits viele seiner Schüler profitieren. Dabei war es ihm gleich, ob diese im Künstlerhaus Spiekeroog in seine Kurse kamen, oder in der Miguel Hernandez-Universität im spanischen Altea. Die Ölmalerei ist die zuverlässigste und zielführendste Technik - und Jens Rusch muss nicht mehr beweisen, dass er durchaus in der Lage ist, diese zu vermitteln. Seine Seminare haben einen logischen didaktischen Aufbau und am Ende dieser Woche wird jede/r Teilnehmer/in Ergebnisse nach Hause tragen, die bisherige eigene Leistungen deutlich übertreffen. Staffeleien und Grundausstattung stehen in der Galerie Rusch zur Verfügung, lediglich eigenes Verbrauchsmaterial müssen die Teilnehmer mitbringen. Der Zeitplan ist so flexibel wie möglich vorgegeben, auch die Kursusgebühren. Es gibt einen Basis-Kursus an den Vormittagen und wahlweise auch einen Intensivkursus, der die Nachmittage mit einschließt. Da wieder Teilnehmer aus entfernteren Regionen der Bundesrepublik anreisen werden, muss Susanne Rusch sich auch um die Vermittlung von Unterkünften bemühen. Während dieser Woche ist die Galerie zu den gewohnten Zeiten geschlossen und nur am Abend nach Anmeldung für Besucher mit konkretem Interesse geöffnet.

Hinweise über das benötigte Material erhalten die Teilnehmer per Newsletter, auf der Homepage des Künstlers und in einer speziell hierfür eingerichteten Facebook-Gruppe.

Die Karwoche geht vom 30. März bis zum Karfreitag, den 3. April 2015


Gebühren

Basis-Kursus

Basis-Kursus Montag bis Freitag jeweils am Vormittag von 9 bis 12 Uhr
Der Basis-Kursus kostet 168.- €

Intensiv-Kursus

Der Intensiv-Kursus beinhaltet den Basis-Kursus an den Vormittagen plus Nachmittags-Unterricht von 15 bis 18 Uhr und kostet pauschal 320.- Euro.

Freie Kombination

Kursusteilnehmer, die bereits den Basis-Kursus belegt haben und einzelne Nachmittage hinzu belegen möchten, zahlen hierfür je 35.- € pro Nachmittag.

Siehe auch:

Ergebnisse der Teilnehmer 2014

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Anfahrt und Unterkunft

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