Jiaogulan-Dünger

Aus Jens Rusch
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Anbau-Tipps und Jiaogulan-Dünger

Vermehrung durch Absenker

Als Absenker werden Sprosse von Pflanzen bezeichnet, die in einiger Entfernung zur Wurzel der Pflanze mit einem geeigneten Substrat dauerhaft in Kontakt kommen und an dieser Kontaktstelle Wurzeln bilden, wodurch eine selbständige, aber genetisch identische Pflanze entstehen kann. Die Bildung selbständiger Pflanzen aus Absenkern ist eine Form der vegetativen Vermehrung. Die physiologische Trennung zwischen Absenker und Mutterpflanze ist nicht zwingend, kommt aber häufig vor. Nach der physiologischen Unterbrechung der Verbindung stirbt die Verbindung selbst meist ab. Physikalisch kann die Verbindung je nach ihrer Beschaffenheit und den Umgebungsbedingungen noch über eine längere Zeit bestehen. Voraussetzung für die Bildung von Absenkern ist die Fähigkeit der Pflanze zur Blastochorie sowie die wuchsbedingte Möglichkeit, dass Sprosse mit einem geeigneten Substrat dauerhaft in Kontakt kommen können. Im Gegensatz zu Kindeln und Brutknospen sind Absenker keine speziell für die vegetative Vermehrung gebildeten Pflanzenteile. Stecklinge sind Pflanzenteile, die ohne Bindung an ihre Mutterpflanze eine selbständige Pflanze bilden können.

Dünger

In den vergangenen Jahren mußten wir die Erfahrung machen, daß Jiaogulan-Stämme, die wir an Krebsbetroffene weitergaben, sehr standortabhängig anwuchsen. Einige der zunächst glücklichen Besitzer hatten sogar grosses Pech und die Pflanzen gingen trotz sorgsamer Behandlung ein. Nicht betroffen waren primär Hobby-Gärtner in Marschregionen, egal ob in Dithmarschen, Nordfriesland oder Ostfriesland. Dort gediehen die Pflänzchen prächtig, ganz besonders wenn meine Ratschläge befolgt wurden und zusätzlich Schafdung als Dünger hinzugefügt wurde. Sandigere Regionen hatten eher Pech und ganz besonders fatal waren die Nachrichten, die wir aus Berlin oder anderen Großstädten erhielten.

Aber auch hier gilt: Vorsicht bei übertriebener Düngung. Das bringt nicht etwa mehr Ertrag, sondern verkrüppelte Blätter mit zweifelhaften Inhaltsstoffen. Das ist leicht am äußeren Erscheinungsbild zu erkennen. (Siehe Abbildung "Überdüngung" )

Nun muß man wissen, daß Jiaogulan als wildwachsende Dschungelpflanze primär unter großblättrigen Pflanzen aufwächst und sich dann kürbisartig ans Licht rankt. Dieser Boden ist zumeist humusreich und von Zersetzungssoffen aller Art dominiert. Dem entspricht ein Balkonkübel in der Stadt einfach nicht - und Kunstdünger sollte man auf keinen Fall anwenden bei Pflanzen, die man verzehren möchte.

Deshalb habe ich verschiedene Versuche gemacht und komme immer wieder auf meine ursprüngliche Einschätzung zurück: Schafmist und guter Dithmarscher Marschboden, vielleicht mit etwas Kompost durchsetzt - das ist nach wie vor unschlagbar.

Das, was für uns in der Region selbstverständlich und jederzeit verfügbar ist, kann jedoch für Stadtmenschen ein Problem darstellen. Deshalb habe ich heute einen ganzen Sonntag damit verbracht, Schafsdung zu schreddern. Weitaus mühsamer, als ich erwartete, denn mein Humus-Häcksler verstopfte ständig und ich musste ihn mehrfach auseinanderbauen. Sei´s drum.




Natürlicher Kompost, Deich-Guano

Seit August 2014 verwenden wir (zunächst nur für unsere XXL-Anzuchttöpfe und Hängeampeln) eine subtil angemischte, 100 % natürliche Kraftmischung mit sehr gutem Erfolg. Dadurch wird die Widerstandskraft der Pflanzen verbessert. Der natürliche Düngeeffekt des "Deich-Guanos" (Geschredderte Schafsködel) ist uns ja bereits länger bekannt und wird ebenfalls behutsam beigemischt.