Dialoge

Aus Jens Rusch
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Der Dialog

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Künstlerdialoge gehen manchmal eigenartige Wege. Die hier gezeigte Szene versinnbildlich eine recht handfeste Begegnung, denn sowohl die Fotografin Petra Wlosik, wie auch der Zylinderträger André Kahlke und der Mann auf dem Hochrad Jens Rusch sind fasziniert von den Darstellungsmöglichkeiten einer Kunstform, die sich neudeutsch "Steampunk" nennt. So unterschiedlich die Ausdrucksmöglichkeiten auch sind - André Kahlke fertig beispielsweise sogenannte "Phonepunk-Objekte" und entsprechenden Schmuck, Petra Wlosik arbeitet unter www.paintpictures-hamburg.de alltägliche Situationen fotografisch in surreale Szenerien und Jens Rusch malt ganz herkömmlich sehr ähnliche Motive - sie haben in diesem eigenartigen Kunstbegriff durchaus einen gemeinsamen Nenner. Imaginäre Zeitreisen dieser Art sind in der Steampunk-Szene nichts Seltenes. Habitus, Kleidung und natürlich die künstlerischen Elaborate symbolisieren primär eine tiefe Sehnsucht nach einer fiktiven Technologie-Romantik, die es in der Realität eigentlich niemals gegeben hat. Ihren Ursprung hat die Steampunk-Bewegung in der Social-Science-Fiktion-Literatur, die dann ihrerseits Vorbild für zahlreiche Filme wurde. Wer kennt nicht die "Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" mit Sean Connery und "Wild-Wild West" mit Will Smith und dutzende ähnlicher Hollywood-Erzeugnisse, die alle eines gemeinsam haben: Die Vorstellung, daß es einmal eine Technologie gab, die schöner und romantischer daherkam, als heutige Erzeugnisse. Sinnbild wurde ein dampfbetriebenes Raumschiff - absurd, aber für Künstler eine Herausforderung. Auf kreativen Seitenwegen verzweigte sich dann die Vorstellungswelt der Künstler immer schrankenloser und berührte irgendwann auch den fast vergessenen Surrealismus, wie ihn Dali oder Breton verkörpert hatten. Bei Rusch schlug sich das in Musik-Instrumenten nieder, die er aus metallisch schimmernden Insektenkörpern formte.

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In einer Foto-Session um das Brunsbütteler Atelier von Jens Rusch wurde nun eine Unmenge an neuem Material für künstlerische Ausformungen in den Haustechniken der hier vorgestellten Künstler inszeniert und fotografisch festgehalten. Arbeitsmaterial, das sich auch in gemeinsamen Projekten niederschlagen soll. Petra Wlosik, die gerade an einem Buchprojekt namens "Hans Albern" auf St.Pauli arbeitet, plant dort eine Galerie, deren Schwerpunkt im Dialog mit weiteren Künstlern dieses Genres für Norddeutschland starke Alleinstellungsmerkmale aufweisen dürfte. Hochrad4 274844 610529 o.jpg

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