Deich-Verlag
Aus Jens Rusch
Inhaltsverzeichnis |
Zitate
- Theodor Storms "Schimmelreiter" hat zwar schon viele Künstler zum Malen inspiriert, doch was Jens Rusch bei der Lektüre der nordischen Novelle assoziiert und dann mit dem Pinsel auf die Leinwand projiziert hat, das ist schon außergewöhnlich. Hamburger Abendblatt
- "Jens Ruschs Illustrationen zu Storms ‚Schimmelreiter‘ sind realistisch bis in kleinste Elemente, sie sind eine präzise Darstellung von Nordsee, Deichbau, von Mensch und Tier, ganz im Sinne des erdverbundenen Theodor Storm.
Aber diese Radierungen sind auch realistisch, wenn es um den Fantasten Storm, um das Geträumte und Unheimliche geht. Noch nie ist der Schimmelreiter-Mythos mit all seinen unwirklichen Zügen, all dem, was der Abergläubige zu sehen meint, so detailgenau verbildlicht worden. Rusch erfasst das Vorhandene und das Imaginäre gleichermaßen. Die Spannung und Dynamik, die Storms Erzählen kennzeichnen, finden bisher nur in diesen Illustrationen einen wirklich hervorragenden Ausdruck." Dr. Martin Lowsky, Literaturwissenschaftler, Kiel
- "Wer liest, macht sich im Kopf seine eigenen Bilder vom Gelesenen, soviel ist klar; klar ist aber auch: Wer die Illustrationen von Jens Rusch zum "Schimmelreiter" einmal gesehen hat, wird den "Schimmelreiter" nie mehr lesen können, ohne im Kopf die Bilder von Rusch zu sehen." Friedhelm Rathjen
- "This book belongs to the most successful illustration works of classical literature. Already in the second edition published, nearly already again out of print, this success shows that the publishers understood it to convert the close sphere of the master novella. That can be also because of the fact that both the Illustrator Jens Rusch, and all represented persons the habitat Storms to come of: the North Sea Coast. Many school book publishing houses took over in part illustrations of this book and on many homepage appear these pictures." Denis Jackson
Schimmelreiter, ein genuiner Idealtypus
Wenn wir Soziologen von Idealtypen sprechen, ganz im Sinne von Max Weber, bewegen wir uns wie Hauke Haien im Grenzbereich zwischen Mensch und Meer. Der Idealtypus ist fiktiv. Er zeigt einen Ausschnitt der sozialen Wirklichkeit wie unter einer Lupe.
Der Schimmelreiter, so wie Theodor Storm ihn erzählt und der Meisterradierer Jens Rusch ins Bild gesetzt hat, ist ein solcher Idealtypus. Hier zeigt sich - ganz im Sinne des spanischen Kulturphilosophen José Ortega Y Gasset - der Mensch als "Homo venator" , der sich bei seinem Kampf in Einheit und in Unterschied zu der ihn umgebenden Natur und somit Glück erfährt.
An der Schnittstelle von Natur und Kultur verortet Ortega Y Gasset die eigentliche Vitalsphäre. Nur hier kann der moderne Mensch sein durch die Evolution vorgegebenes Lebensprogramm verwirklichen.
Jens Rusch ist es mit seinem Schimmelreiter ganz im Sinne des spanischen Vordenkers "Don José" gelungen, nicht im Bestaunen der Asche zu verharren. Jens Rusch trägt das begeisternde Feuer mit Überzeugung voraus.
Bernhard von Oberg
