Ausstellung Haus Peters

Aus Jens Rusch
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"Gesangbuch" Aquarell und Zeichnung auf Karton. Format ca. 50 x 40 cm.
Persönliche Einladung ohne Vernissage-Termin. Falls Sie und Ihre Freunde Interesse an einer persönlichen Einladung haben, teilen Sie es bitte dem Haus Peters per Mail kurz mit.

"Stelzkühe, Wattspinner und Vogelmenschen"

Der norddeutsche Radierer, Former und Maler Jens Rusch stellt im Haus Peters in Tetenbüll vom 20. Juli bis zum 27. Oktober überwiegend kleinformatige Arbeiten in diversen Techniken aus.

Die Prägung seiner Lehrer Norman Rockwell und Prof. Eberhard Schlotter erkennt man bei genauem Hinsehen durchaus noch am akribisch ausgeführten Handwerk. Das manische Ausloten der Brunnen am Wegesrand hat seinen künstlerischen Werdegang jedoch zu einem wechselhaften Parcours werden lassen. Uneinheitlich, stillos, wenn man es denn so sehen möchte. Auch sein mehrjähriges Gastspiel bei den "Norddeutschen Realisten" konnte die Fragen nach dem, was sich hinter dem Sichtbaren verbirgt, nur unzulänglich beantworten.

Dieser "Gemischtwarenladen", oder "Bauchladen", wie er selbst seine Werkliste nennt, zeigt in Ausstellungen immer lediglich eine seiner multiplen Facetten. Allein seine Illustrationen würden mehrere Galerien füllen. Vom illustrierten "Schimmelreiter", der bereits die vierte Auflage erreicht hat; in Korea erschien und Dennis Jackson dem englischen Übersetzer von "The Dykemaster", neben dem Storm-Text als Arbeitsgrundlage diente; bis zu Arno Schmidt´s "Schule der Atheisten" liest sich sein Arbeitsspektrum wie das Pensum eines bildungshungrigen Dorfjungen aus Norddeutschland, dem die Zeit im Nacken sitzt. Shakespeares "The tempest" und Oskar Panizzas "Liebskonzil" stehen neben vierzig aufwändigen Farbradierungen zu Goethes "Faust" und weiteren zwanzig großformatigen Radierungen in altmeisterlicher Manier zu Carl Orffs "Carmina Burana". Zuviel, um in diesen Räumen umfassend dargestellt zu werden. Daher werden lediglich einige exemplarische Beispiele aus diesem Themenkomplex gezeigt.

Größeren Raum nehmen hingegen jene Arbeiten ein, die eine große Tageszeitung zur lasziven Titelgebung "Der Dali vom Elbdeich" hinreissen liess. Eben Stelzkühe, Wattspinner und Vogelmenschen. In seinem "Insektenkonzert" werden jene faszinierenden Lebewesen, die auch die Terrarien in seinem Atelier bevölkern, zu Musikinstrumenten. Seine "Schmetterlingsgitarre" wird von einem überaus talentierten Instrumentenbauer tatsächlich gebaut und für die Aktion "STARK gegen KREBS" im Internet versteigert. Dieses im Rahmen der am 28. Juli stattfindenden "Wattolümpiade" :

"Es geht da um ein surrealistisch versponnenes Festival-Projekt, das in der Nähe von Brunsbüttel veranstaltet wird und sich „Wattolümpiade” nennt. Der Initiator, der an Krebs erkrankte Künstler Jens Rusch, hat sich Nietzsches Diktum, dass der Künstler der Zukunft zum „Feste-Erfinder” werden müsse, zu Herzen genommen: karnevaleske Feste als Gegenmittel zur Krankheit, als Feier des Lebens." Rainer Gansera

Diese Randumstände erklären die Themensucht und den Facettenreichtum der in dieser Ausstellung gezeigten Exponate nur unzulänglich. Das Beste wird sein, man macht sich davon ein "eigenes Bild", indem man die Ausstellung in Tetenbüll / Eiderstedt nahe Husum besucht.

Aquarellierte Zeichnung "Küstenkühe" ca 38 x 69 cm. Privatbesitz

Exponate

Öffnungszeiten

Gelegenheit zum Besuch hat man bis zum 27. Oktober 2013. Öffnungszeiten: Di.-So.: 11-18 Uhr, ab 1. Oktober: Di.-So.: 14-18 Uhr!


Vernissage

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Kontakt

Dörpstraat 16, 25882 Tetenbüll
Tel.: 04862/681
post@hauspeters.info
Jan./Febr. nur Sa./So.: 14 - 18 Uhr
Sonst Di. - So.: 14 - 18 Uhr
Juni - Sept.: Di. - So.: 11 - 18 Uhr
Feiertage geöffnet außer Karfreitag,

Heiligabend, Silvester

Eintritt frei
Gruppen u. Führungen n.V.

Vernissage-Galerie

Alle Fotos: Marco Freitag

Presse