Arno G. Kupka

Aus Jens Rusch
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Ölgemälde auf Leinwand



Exlibris-Eigner Arno G. Kupka

Die beiden oberen Platten. Jeweils Strichätzung, geschabte Aquatinta. Format je 15 x 10 cm
Arno Kupka Titel.jpg

Informationen über die Ermordung Arno G. Kupkas

Ermittler Bux: „Das Opfer arbeitete zur Tatzeit in der Bibliothek im Anbau des Mietshauses. Der Verdächtige schaltete die Sicherung aus, lockte den Mann so in die Garage.“ Dort schlug der gelernte Maurer mit einem Wagenheber zu, traf Schädel und Rippen.

Während Andreas W. die Leiche zum Fundort nach Gimpte brachte, musste sein Hausmeister-Gehilfe Blutspuren entfernen. Tags darauf fuhren beide mit dem Lexus und zwei Laptops des Rentners über die A 2 nach Polen, warfen unterwegs die Papiere weg. Ihre Beute verkauften sie in der Heimat, besuchten noch die Familie – und fuhren zurück.

Kupkas Haushälterin hatte Vermisstenanzeige erstattet. Die Polizei glaubte schnell an ein Verbrechen, weil ein Brummi-Fahrer den Führerschein des Rentners an einem Autobahn-Rastplatz gefunden hatte. Quelle: BILD



Text Dr. Gernot Blum

Schon in meinem Vorwort zum Werk "Aus den Büchern" mit dem Opus- Verzeichnis zu den ersten 100 Exlibris des Künstlers hens RUSCH erwies ich meinen großen Respekt vor der Leistung dieses exzellenten Graphikers für das moderne Exlibris in Deutschland. Leider gibt es immer noch in unserem Lande zu wenige Künstler, die dem Schaffen von Exlibris zumindest einen gewissen Raum in ihrem OEuvre zugestehen.

Die Marke des 100. Exlibris hat RUSCH längst überschritten, was aufzeigt, daß seine Blätter bei den Bucheignern und Sammlern auf große Resonanz stoßen. Im Vorwort erwähnte ich auch, daß RUSCH für seine Radierkunst Platz braucht und deshalb so manches seiner Exlrbris als "Luxusexlibris" zu bezeichnen ist, d.h. nicht immer als ganz buchgerecht ob seiner Größe gelten kann.

Und nun dies: ein Exlibris in der beachtlichen Plattengröße von 29,5 / 19,5 cm für Arno KUPKA aus Dülmen, eine Radierung nach einem Ölbild RUSCHs in der Größe 90 x 60 cm, wozu der Exlibris-Eigner KUPKA ausführt:

Text Arno G. Kupka

Zentrum des vierteiligen Exlibris ist mein Kopf, den RUSCH in der Mitte plaziert hat. Um ihn herum hat er wesentliche Einflußfaktoren , die mein Leben bestimmen, gruppiert.

Es beginnt oben links mit Altmeister Goethe, der von dem Prediger der Gelassenheit, Martin Heidegger, in diesem Falle sogar überragt wird. Der dahinter sichtbar werdende Text ist das Gedicht "An den Mistral" von Friedrich NIETZSCHE. Der Gedichtanfang steht statt eines Portraits von NIETZSCHE, das aus der Furcht heraus, das Blatt zu überfrachten, weggefallen ist.

Auf dem oberen linken Exlibris findet sich das Porträt Arno SCHMIDTs. Der dahinter sichtbor werdende Text ist der in Arno-SCHMIDT-Leserkreisen berühmte Anfang seines opus magnum "Zettels Troum'! Von diesem Titel ausgehend, dürften auch die zettelartigen Textunterlagen herrühren.

Rechts neben Arno SCHMIDT findet sich Richard WAGNER, unter dessen Kopf die Silhouette des Bayreuther Festspielhauses in Umrissen sichtbar wird auf dem Prospekt der "Gesellschaft der Freunde von Bayreuth", deren Mitglied ich bin.

Auf dem Textzettel im rechten oberen Eck ist eine Stelle aus Goethes "Faust" zu finden, die im Vorlagegemälde allerdings hinter Goethe selbst aufleuchtet. Da ich Ägyptologie studiert habe, findet sich in dem linken unteren Exlibris ein ägyptischer Text einer funerären Sfele. Hierbei wurde darauf geachtet, daß der Hieroglyphentext obsolut korrekt wiedergegeben wurde und einwandfrei zu lesen ist. Dieser Hinweis ist von besonderer Bedeutung, da gemeinhin Hieroglyphentexte blanke Unsinnskonstellationen bei der künstlerischen Gestaltung von Exlibris werden. Der römische Togatus weist auf die weiteren archäologischen lnteressen des Exlibris-Eigners hin.

Der ägyptische Steinmetz arbeitet an einem Wasserschloß des achtzehnten Johrhunderts im Münsterland, und zwar an Schloß Buldern in Dülmen. ln die- sem Schloß sind ein Gymnasium und ein lnternat untergebracht. Als Schulleiter und Gesellschafter des Unternehmens bastele ich also aktiv mit an der Gestaltung von Schule und lnteraot.

Die am rechten Rand des unteren linken Exlibris sichtbar werdende Blüte eines Odontoglossums bezieht sich auf mein Hobby als 0rchideenzüchter und -pfleger. Dos rechte untere Exlibris zeigt nochmals einen Teil der Odontoglossum-Blüte und zwei Paphiopedilum-Blüten. Dos Schloß wird wiederum sichtbar, und davor ist "Die Kniende" von Arno BREKER abgebildet, von der sich ein Abguß nebst anderen Werken von BREKER in meinem Besitz befindet. Der Hinweis auf Arno BREKER ist insofern belangvoll, als ich seinerzeit von meinen Eltern nach Arno BREKER benannt worden bin.


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